Kompetenzen stärken
: Wie das Programm „Startchancen“ an der Goetheschule Rheinfelden wirkt

Regierungspräsident Carsten Gabbert hat die Goetheschule in Rheinfelden besucht und sich ein Bild davon gemacht, wie die ersten Maßnahmen greifen.
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red/pm
Rheinfelden
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Wie fühlst du dich? Sozialpädagoge Bernhard Marx in Aktion mit Schülern der Goetheschule. Im Hintergrund (von links): Schulleiter Jörg Nägelin, Regierungspräsident Carsten Gabbert und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.

Wie fühlst du dich? Sozialpädagoge Bernhard Marx in Aktion mit Schülern der Goetheschule. Im Hintergrund (von links): Schulleiter Jörg Nägelin, Regierungspräsident Carsten Gabbert und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.

Regierungspräsidium Freiburg
  • Regierungspräsident Carsten Gabbert besuchte die Goetheschule Rheinfelden.
  • „Startchancen“-Programm: 111 Schulen im Bezirk Freiburg, Unterstützung über zehn Jahre.
  • Ziel ist mehr Chancengleichheit – Bund und Land stellen erhebliche Mittel bereit.
  • An der Goetheschule: neue Bibliothek geplant, Zirkusprojekt, moderne Materialien, mehr Personal.
  • Sozialpädagoge trainiert mit Gruppen Selbstwahrnehmung, Durchhaltevermögen und Konfliktlösung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Genau 111 Schulen im Regierungsbezirk Freiburg nehmen am „Startchancen“-Programm des Landes Baden-Württemberg teil. Sie erhalten innerhalb von zehn Jahren insgesamt 550 Millionen Euro von Bund und Land, um die Lern- und Entwicklungschancen ihrer Schüler unabhängig von ihrer Herkunft zu stärken. Regierungspräsident Carsten Gabbert hat am Freitag die Goetheschule in Rheinfelden besucht und sich ein Bild davon gemacht, wie die ersten Maßnahmen wirken.

Bildungserfolg hängt oft an der Herkunft

„Die jüngsten Pisa-Ergebnisse haben leider gezeigt, dass sich in Deutschland die Schere zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg weiter geöffnet hat. Genau hier setzt das Startchancen-Programm des Landes Baden-Württemberg an. Jedes Kind soll seine Talente entfalten und Leistung erbringen können, unabhängig von seiner Herkunft und vom Einkommen der Eltern. Hierfür stellen Bund und Land in Baden-Württemberg innerhalb von zehn Jahren 2,6 Milliarden Euro für diejenigen Schulen bereit, die Unterstützung am nötigsten haben“, wird Gabbert in einer Mitteilung zitiert.

Zusätzliches pädagogisches Personal

Die Goetheschule in Rheinfelden sei ein überzeugendes Beispiel für die Umsetzung des Programms vor Ort. Das Regierungspräsidium Freiburg berate und begleite die „Startchancen“-Schulen, schließe die Verträge mit dem zusätzlichen pädagogischen Personal ab und sei für einen Großteil der Abrechnung des Programms zuständig. Zudem organisiere man gemeinsam mit den Staatlichen Schulämtern und dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Netzwerktreffen für die Schulen.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt ergänzte: „Das Programm bietet die Möglichkeit, die Lernbedingungen vor Ort gezielt zu verbessern und Schülerinnen und Schüler individueller zu fördern. Die Stadt investiert bereits seit vielen Jahren gezielt in die Bildung und unterstützt diese zusätzliche Investition des Landes in die Zukunft unserer Kinder gerne mit einem nicht unerheblichen Eigenanteil. Denn gute Bildung ist eine wichtige Grundlage für die Zukunft unserer Kinder und unserer gesamten Stadt.“

Neue Bibliothek und Zirkusprojekt

Schulleiter Jörg Nägelin berichtete von der Umsetzung des Programms an seiner Schule. Ein zentrales Startchancen-Projekt ist der geplante Neubau einer Bibliothek. Ein Zirkusprojekt wurde auf die Beine gestellt. Moderne Unterrichtsmaterialien werden ebenso finanziert wie zusätzliches pädagogisches Personal und Angebote zur Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik sowie der Sozialkompetenzen der Kinder.

Ein Förderangebot lernten die Besucher kennen: So trainiert ein Sozialpädagoge mit mehreren Kindergruppen sozial-emotionale Kompetenzen, Selbstwahrnehmung und Durchhaltevermögen. Die   Schüler lernen dabei, Strategien zu entwickeln, um Konflikte besser lösen zu können.

Die Goetheschule Rheinfelden gehört zu den ersten Schulen, die in Baden-Württemberg vor zwei Jahren aufgrund ihrer besonderen sozialen Herausforderungen für das „Startchancen“-Programm ausgewählt wurden. An der Grundschule werden rund 450 Schüler von rund 40 Lehrkräften unterrichtet. Etwa die Hälfte der Kinder nimmt das Ganztagsangebot in Anspruch.