Klassik-Konzert in Binzen: Berührende Klavierwerke voller Wehmut und Trost

Im Rathaus in Binzen mit seinem schönen Saal ist seit einigen Jahren die Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ beheimatet.
Andreas SchneuckerZur nächsten Ausgabe der „Weltklassik“ am Klavier unter dem Titel „Lieder ohne Worte und Gesänge der Frühe!“ mit der jungen japanischen Pianistin Matsuri Yoshida wird für Sonntag, 12. April, 17 Uhr, in den Rathaussaal in Binzen eingeladen.
Auf dem Programm stehen ausgewählte Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (Rondo a-Moll), Felix Mendelssohn-Bartholdy (aus: Lieder ohne Worte), Robert Schumann (Gesänge der Frühe) und Johannes Brahms (aus: Klavierstücke).
„Was bleibt am Ende eines Lebens? Welche Gedanken und Gefühle finden ihren Weg in die Musik?“ – Dieses Programm widmet sich Werken, die zwischen Rückblick und Aufbruch stehen.
Es sind Momentaufnahmen eines inneren Dialogs, heißt es in der Ankündigung. Mozarts Rondo KV 511 entfaltet eine stille Melancholie, fernab von virtuoser Brillanz, während Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ mit schwebenden Klängen zwischen Vorwärtsdrang und ruhiger Harmonie pendeln.
Schumanns „Gesänge der Frühe“, Opus 133, eines seiner letzten Werke, wurde kurz vor seinem tragischen Sprung in den Rhein geschrieben. Brahms’ Opus 118, seine späten Klavierstücke, sind von Wehmut und Trost erfüllt – Musik, die das Vergehen umarmt und dennoch einen Blick ins Unendliche wagt. „Diese Werke laden ein, den späten Gedanken ihrer Schöpfer zu folgen – leise, nachdenklich und von zeitloser Schönheit“, heißt es.

Sie wendet sich dem Spätwerk berühmter Komponisten zu: die Pianistin Matsuri Yoshida.
Foto: Matsuri Yoshida„Ich spiele für Weltklassik am Klavier, weil jedes Konzert wie ein musikalisches Zuhause ist – authentisch, intim und inspirierend“, sagt Matsuri Yoshida mit Vorfreude auf das Konzert in Binzen.
Mehrfach ausgezeichnete Pianistin
Die japanische Pianistin ist als Solistin und Kammermusikerin tätig. Ihren Bachelor absolvierte sie an der Universität der Künste Aichi (Japan) mit sehr gutem Erfolg, 2024 schloss sie ihr Masterstudium bei Gesa Lücker an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit Auszeichnung ab. Derzeit setzt sie ihr Studium im Master Klavier-Kammermusik bei Anthony Spiri und Gerhard Vielhaber sowie im Master Fortepiano bei Dmitry Ablogin fort.
Matsuri Yoshida wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis beim Steinway-Förderpreis in Düsseldorf 2022, dem zweiten Preis beim Karlrobert-Kreiten-Klavierwettbewerb in Köln 2021 und dem ersten Preis beim Johann-Sebastian-Bach Wettbewerb in Tokio 2015.
Freier Eintritt für junge Menschen unter 18 Jahren
Konzerttätigkeiten führten sie nach Japan und Europa, etwa zum Haydn-Festival 2024 in Brühl und zur Konzertreihe „Klassische Musik im Kranhaus“ in Köln. Seit 2024 ist sie Stipendiatin der Dr. Carl Dörken Stiftung. 2025 wurde sie in die Förderung von Yehudi Menuhin Live Music Now Köln aufgenommen.
Bis 18 Jahre ist der Eintritt frei, Erwachsene zahlen 30 Euro. Eine Reservierung ist möglich unter Tel. 0151/125 855 27, per E-Mail an info@weltklassik.de oder www.weltklassik.de.