Kanalsanierung in Kandern
: Leitungen in der Ziegelstraße weisen erhebliche Beschädigungen auf

In Kandern müssen Kanalleitungen saniert werden. Der Gemeinderat hat nun Arbeiten vergeben.
Von
Jutta Schütz
Kandern
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Bei einer Kanalinspektion wurden bereits 2023 deutliche Schäden in der Schmutzwasser-Kanalleitung in der Ziegelstraße festgestellt.

Jutta Schütz

Auf einer Länge von 30 Metern sind in der Kanderner Ziegelstraße Schmutzwasser-Kanalleitungen beschädigt. Dies wurde bereits 2023 bei einer Kanalinspektion festgestellt. Grabenlose Bauarbeiten zur Sanierung kommen aufgrund der erheblichen Beschädigungen nicht infrage.

Der Gemeinderat hat deshalb nun einstimmig beschlossen, die entsprechenden Tiefbau- und Straßenbauarbeiten in Höhe des städtischen Anteils von knapp 192 600 Euro an die Firma Kern Transport und Erdbewegungen zu vergeben.

Einen weiteren Anteil der Kosten trägt die Kirchengemeinde Kandern, denn ein Teil der Leitungen liegt auf Kirchengelände. Da die Kirchengemeinde neben der Stadtkirche ein neues Gemeindehaus bauen will, wurden die notwendigen Erschließungsarbeiten für das Bauprojekt der Kirchengemeinde getrennt nach den Kostenträgern, also nach Stadt und Kirche, in das Gesamtleistungsverzeichnis integriert.

Der Fachplaner berechnete im Dezember 2025 für das Teilprojekt der Stadt die Gesamtsumme von gut 164 400 Euro. Darin enthalten ist die Summe für die Kanalsanierung inklusive des Planerhonorars in Höhe von knapp 119 700 Euro und die Summe für die Straßensanierung, ebenfalls inklusive Honorar von knapp 44 800 Euro. Der Fachplaner ermittelte inklusive des Anteils der Kirchengemeinde den Gesamtbetrag von rund 193 000 Euro für die Baumaßnahme.

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Vier Angebote

An der nachfolgenden beschränkten Ausschreibung beteiligten sich sechs Unternehmen, vier von ihnen gaben bis zum Stichtag, 2. Februar, ein Angebot ab. Das günstigste Angebot, das den Anteil der Kirchengemeinde wie den der Stadt Kandern umfasst, machte die Firma Kern mit gut 217 700 Euro. Der städtische Anteil an den Kosten liegt bei den erwähnten knapp 192 600 Euro. Bürgermeisterin Simone Penner berichtete, dass die Angebote vom Planungsbüro geprüft und für korrekt befunden worden seien.

Im Haushalt 2024 waren vor zwei Jahren für die Sanierung der Kanalleitung inklusive des Planerhonorars bereits 120 000 Euro eingestellt worden. Neu haben sich aber durch das Angebot samt Honorar nun 172 000 Euro für die Schmutz- und Regenwasserleitungen und 66 000 Euro für den Straßenbelagersatz plus Honorar ergeben, so dass nun die Summe von gesamt 238 000 Euro im Raum stand.

Für die Straßensanierung waren im Haushalt bereits 70 000 Euro eingestellt – hier sei die Finanzierung sicher, sagte Penner. Für die Kanalarbeiten ging es nun aber um die überplanmäßige Finanzierung der bereits eingeplanten 120 000 Euro auf neu 172 000 Euro und damit um ein Plus von 52 000 Euro.

Die Finanzierung

Das Tiefbauamt hatte vorgeschlagen, einen Teil der nicht erforderlichen Restmittel aus dem Projekt Schalterschrankersatz Kläranlage einzusetzen. Hier standen noch 80 000 Euro zur Verfügung.

Der Gemeinderat folgte diesem Vorschlag und genehmigte für die Finanzierung der überplanmäßigen Ausgabe von 52 000 Euro für die Tiefbauarbeiten, einen Teil der Restmittel heranzuziehen. Damit konnten die Arbeiten an die Firma Kern vergeben werden.