Jubelpaar in Wollbach
: Mit 18 Jahren hat es zwischen ihnen „gefunkt“

Ein ganz besonderes Ehejubiläum feiern Fritz und Brigitte Strohmeier aus Wollbach.
Von
Anita Indri-Werner
Kandern
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Fritz und Brigitte Strohmeier aus Wollbach sind seit 60 Jahren verheiratet.

Anita Indri-Werner

In dieser Woche stand die Diamantene Hochzeit an. Fritz Strohmeier, ein Ur-Wollbacher, besuchte im Ort die Schule. Mit zwei Schwestern ist er aufgewachsen. Der Vater war Bahnbeamter und die Mutter Hausfrau. Im Anschluss an die Schule erlernte er in der Schusterinsel in Weil am Rhein den Beruf des Textilveredlers. Bis zum Jahr 1974 war er in diesem Betrieb, dann wechselte er zur KBC, wo er zum Rotationsdrucker umgeschult hat. In der KBC blieb er bis 1999, die Lage wurde jedoch kritisch und er verlor diese Arbeitsstelle. Zweieinhalb Jahre Arbeitslosigkeit folgten, mit 60 Jahren ging der Jubilar in Rente.

Seine Frau Brigitte (geborene Kull) lernte er bereits in der Schulzeit kennen. Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr wohnte sie mit den Eltern und einer Schwester in Ettlingen bei Karlsruhe. Dort arbeiteten beide Eltern bei der Bahn. 1949 zog die Familie aus beruflichen Gründen nach Wollbach, wo der Vater in Kandern im Bahnbüro arbeitete und die Mutter den Bahnhof in Wollbach betreute.

Mit 18 Jahren habe es zwischen ihnen „gefunkt“, sagt das Ehepaar und seither sind sie unzertrennlich. 1962 fand an der Weihnacht die Verlobung statt und am 16. Juli 1965 wurde standesamtlich geheiratet. Einen Tag später wurde das Paar kirchlich getraut. Gerne erinnern sich die zwei an ihren Polterabend, an dem richtig etwas los war.

Gelernt hat Brigitte Strohmeier den Beruf der Verkäuferin. Später arbeitete sie bei der DAK. Als die Kinder auf die Welt kamen, blieb sie daheim. Zwei Söhne, die in der Nähe leben, und drei Enkel hat das Paar. Eine Enkelin heiratet am Samstag. Auf diese Feier freut sich das Jubelpaar, das im Elternhaus von Fritz Strohmeier lebt.

26 Jahre lang die Zeitung ausgetragen

26 Jahre lang hat Brigitte, manchmal mit Hilfe ihres Mannes, die Oberbadische in Wollbach ausgetragen. Das war eine „super tolle Zeit“, sagt sie. Zwischen 80 bis 90 Haushalte wurden in den frühen Morgenstunden mit den neuesten Nachrichten versorgt. Mal sei sie zum Kaffee eingeladen worden, mal gab es ein Schwätzchen oder sogar ein Gläschen Sekt, erinnert sich die Jubilarin.

Einmal in der Woche geht es zur Seniorengymnastik

Mehr 50 Jahre war Fritz Strohmeier im Wollbacher Gesangverein, während sich seine Frau im Frauenverein engagierte. Heute lässt es sich das Jubelpaar gut gehen. Morgens wird der Haushalt, dann ein kleines Päuschen und am Nachmittag ein Spaziergang gemacht.

Einmal in der Woche nehmen die zwei an einer Seniorengymnastik teil. Schöne Reisen, beispielsweise nach Brasilien oder mit der Kirchengemeinde nach Rostock, Wien, Passau oder Kalabrien, sind in bester Erinnerung. Wenn Veranstaltungen im Ort oder in der Region stattfinden, besuchen sie diese gerne.