Inzlinger „Gässle“ ist dicht: Blockade im „Gässle“ sorgt für beschwerliche Umwege für Senioren

Beliebt bei Senioren war das "Gässle", über das sie vom Seniorenheim in der Sonnhalde auf die Riehenstraße gelangen konnten. Dieser Weg ist nun gesperrt.
Heinz VollmarIn der Bürgerfragestunde des Gemeinderats beschäftigte dieses Thema gleich mehrere anwesende Senioren. Sie teilten mit, dass sie vom Seniorenheim in der Sonnhalde 1A nicht mehr durch das „Gässle“ auf die Riehenstraße gelangen können. Hintergrund sei eine Sperre durch einen Blumentrog, den ein neu hinzugezogener Hausbesitzer positioniert habe.
Ein Bewohner sagte, dass seine gehbehinderte Ehefrau nun einen anderen viel steileren Weg nehmen müsste, diesen aber nicht mit dem Rollator bewältigen kann. Auch andere Senioren bemängelten, dass der neu zugezogene Nachbar das „Gässle“, das zu seinem Grundstück zählt, abgesperrt habe, sodass ein Durchkommen unmöglich geworden sei.
Gewohnheitsrecht
Sie sagten, dass das „Gässle“ schon immer ein kurzer und leicht passierbarer Weg zu den Geschäften an der Riehenstraße war. Keiner hätte bisher etwas dagegen gehabt, den Weg zu nutzen – auch frühere Eigentümer nicht.
Sie berichteten in der Sitzung des Gemeinderats von „Schikanen“ und baten die Gemeinde, den Weg möglichst zurückzukaufen, um diesen wieder zu einem öffentlichen Weg zu machen. Bürgermeister Marco Muchenberger musste die empörten Senioren indes auf die Rechtslage hinweisen. Er sagte, dass ein bisheriges Gewohnheitsrecht nicht eingefordert werden könne. Schließlich könne der neu hinzugezogene Bürger auf seinem Grundstück machen, was er wolle. Die Gemeinde sei bereits in Gesprächen, ob diese zu einer befriedigenden Lösung führen, bleibe ungewiss.
Konflikte werden berichtet
Der Bürgermeister teilte dazu auch mit, dass es am Ort des Geschehens bereits zu Beleidigungen und Sachbeschädigungen kam. Die Gemeinde wolle auch weiterhin versuchen, die Neubürger zu bewegen, dass das „Gässle“ gerade für weiter oben in der Sonnhalde lebende Senioren wieder durchlässig wird.