Im Pfarrsaal St. Michael Grenzach
: So war's beim alemannischen Liederabend mit Uli Führe

Rund 60 Besucher erlebten auf Einladung des Gemeindeteams von St. Michael einen stimmungsvollen Liederabend mit dem Musiker Uli Führe.
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(red/pm)
Grenzach-Wyhlen
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Der alemannische Mundartsänger Uli Führe hat einen Teil seiner Kindheit einst in Grenzach verbracht. Dort trat er nun im Gemeindesaal von St. Michael auf.

Der alemannische Mundartsänger Uli Führe hat einen Teil seiner Kindheit einst in Grenzach verbracht. Dort trat er nun im Gemeindesaal von St. Michael auf.

Michael Oertlin
  • Uli Führe gestaltete im Pfarrsaal St. Michael in Grenzach einen Liederabend in Mundart.
  • Rund 60 Besucher hörten sein Programm „Muul uf – alemannisch gsunge“ und sangen teils mit.
  • Er betonte den Erhalt von Dialektwörtern – „Muul uf“ als Appell gegen ihr Aussterben.
  • Themen reichten von Smartphone-Blick bis Fake News, dazu Helbelvertonungen wie „Der Mann im Mond“.
  • Finale mit Mitsingen: „Über den Wolken“, „Über sieben Brücken“, „In Mueters Stübeli“ und mehr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit seinem Programm „Muul uf – alemannisch gsunge“ entführte er das Publikum im Pfarrsaal St. Michael in Grenzach auf eine musikalische Reise durch das Alemannenländle.

Uli Führe, 1957 in Lörrach geboren, studierte Schul- und Popularmusik in Stuttgart und war als Professor für Chorpädagogik an der Hochschule in Düsseldorf tätig. Heute lebt er als Musiker, Komponist und alemannischer Kleinkünstler in Buchenbach.

Mit Kinderliedern, Musicals, Jazzkanons, Chorheften und zahlreichen CDs hat er ein vielfältiges Œuvre geschaffen. Für seine Mundart-CD „Ikarus" erhielt er 2007 den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik, zuletzt wurden ihm die Hebelplakette der Gemeinde Hausen und der Alemannenring in Lörrach verliehen.

In seinem Programm „Muul uf“ richtet Führe einen scharfen und zugleich liebevollen Blick auf das Alemannenländle. So wie Insekten wie der Hauhechelbläuling aussterben, so sterben auch die Wörter im Dialekt aus – darum sein Appell: Muul uf und diese Wörter benutzen!

Mit augenzwinkernder Beobachtungsgabe schildert er die „Sekte mit de gsenkte Chöpf“, die mit dem Handy durch die Stadt läuft und nur noch auf das Display starrt. Er singt über Fake News, die es schon immer gab, und in „Mer hen's doch so gut gmeint!" über den erwachsenen Sohn, aus dem doch noch etwas geworden ist.

Den gelungenen Abschluss bildeten im zweiten Teil des Abends einige von Führes Helbelvertonungen, unter anderem „Der Mann im Mond“ sowie die Einladung zum Mitsingen einiger Gesänge aus seinem Lörracher Liederbuch.

Mit „Über den Wolken", „Über sieben Brücken musst du gehn", „In Mueters Stübeli", dem „kleinen grünen Kaktus" und dem „Irischen Segenslied" verwandelte er den Pfarrsaal in einen großen, gemeinsamen Chor. Führe bedankte sich bei den Anwesenden für die aktive Teilnahme sowie beim Gemeindeteam von St. Michael für die Einladung und die Organisation des Abends. Er komme sehr gerne nach Grenzach, da er als Spross einer Bähnler-Familie einen Teil seiner Kindheit hier verbracht habe.