Hitzestress in Basel: Warum das Baden in der Wiese verboten ist

Wer gegen das Bade- und Betretungsverbot verstößt, muss mit einer Buße von 100 Franken rechnen.
Michael WerndorffWegen der anhaltenden Hitze und tiefen Wasserständen haben die Behörden beider Basel für die Wiese und den Unterlauf der Birs ein Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot erlassen. Die Maßnahme soll die durch den Hitzestress geschwächten Fische schützen.
Das Verbot gilt ab sofort und bis auf Widerruf, wie das Basler Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt am Mittwoch mitteilte. Es wurde in Abstimmung mit dem Kantons Basel-Landschaft verfügt.
Mündung bis Landesgrenze
Betroffen von der Maßnahme ist laut Mitteilung die Wiese von der Mündung bis zur Landesgrenze sowie die Birs zwischen der Birsmündung und der Redingbrücke. Das Baden und Fischen im Rhein und in anderen Abschnitten der Birs bleibt erlaubt.
Die anhaltend hohen Wassertemperaturen und die tiefen Pegelstände führten bei den Fischen zu erheblichem Hitzestress, heißt es weiter. Mit steigender Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser, während der Sauerstoffbedarf der Tiere zunimmt. Besonders gefährdet seien Nasen, Äschen und Junglachse.
Verbot auch für Haustiere
Das Verbot gilt für Menschen und Haustiere und schließt auch das Befahren der Gewässer mit Booten oder Stand-up-Paddle-Boards ein. Verstöße werden mit einer Buße von 100 Franken geahndet.