Hieber-Stiftungspreis Kreis Lörrach: Ehrenamtliche Arbeit für die Gemeinschaft ausgezeichnet

Die Hieber-Stiftungpreisträger freuen sich über die Unterstützung ihres ehrenamtlichen Engagements.
Holger SchlichtDer alljährliche Hieber Stiftungspreis 2025 wurde dieser Tage im Rahmen einer Festakts im Hiebermarkt in Binzen an Einrichtungen und Vereine verliehen. Das Stiftungs-Kuratorium wählt jedes Jahr einige Vereine aus, die sich durch außergewöhnliches Engagement und wertvolle Vereinsarbeit auszeichnen. Die Mitglieder des Stiftungskuratoriums waren bei der Feier anwesend, ebenso wie Dieter Hieber, der die Moderation des Festakts übernahm. Dieses Mal stellten die Vereine sich und ihre Arbeit selbst vor.
Den Anfang machte an diesem Abend die Dojo-Abteilung Karate mit ihrem Sensei Antimo Pascarella. Das Dojo besteht seit 1963 und fördert mit dem Training laut Pascarella den Jugendsport und den respektvollen Umgang miteinander, sowie Körperwahrnehmung und Kampfgeist von Jungen und Mädchen. An diesem Abend präsentierte es ein neues Musikvideo, das mit Unterstützung von Peter Reimtgut entstanden ist. Die Kids und Teens hatten den Karatesong über Respekt, Stärke und ein friedliches Miteinander selbst entwickelt.
Der nächste Gewinner waren die Bogensportfreunde Dreiländereck, die seit der Gründung im Jahr 2010 stetig am Wachsen seien. Der Verein biete alle Arten von Bögen an, von englischen Langbögen bis zu modernen Sportbögen. Besonders hervorzuheben sei die Inklusion von Menschen mit Handicap. Auch von der Lebenshilfe würden immer wieder Menschen zum Bogenschießen finden, wie Klaus Heiß vom Bogensport Schallbach erklärte.
Der FC Auggen präsentierte sein Fußball-Angebot. Angefangen habe der Verein 1978 mit einer G- und F-Jugend erzählte Anke Scholl, mittlerweile seien dort mehr als 240 Jugendliche und rund 70 Fußballer aktiv. Im Jahr 2025 gelang sogar der Einzug ins Finale des Südbadischen Pokals gegen den Bahlinger SC. Die Jugendförderung stehe im Vordergrund, mittlerweile habe der Verein 350 Mitglieder aller Altersklassen.
Damit Kinder schwimmen lernen können
Der Förderverein Juki Schlatt aus der Nähe von Bad Krozingen hat sein Augenmerk darauf gerichtet, dass Kinder Schwimmen lernen.
Der Verein bezahlt den Grundkurs, weil sich manche Familien diesen nicht leisten könnten. Einmal im Jahr wird ein Selbstverteidigungskurs und ein gemeinsames Muttertagsbasteln veranstaltet.
Der nächste Stiftungspreis ging an den Pinot Presto Chor aus Mauchen. Dieser existiert seit 26 Jahren, es gibt einen Erwachsen, einen Jugend- und einen Kinderchor, erzählt Maria Schneider, die verantwortlich für den Jugend- und Kinderchor ist. Für das nächste Musical werden 50 Kinder und Jugendliche auf der Bühne stehen. Der Stiftungspreis helfe dabei, die Eintrittspreise moderat zu gestalten.
Ballett, Tanz und Musik fördern
Auch bei Home of Dance geht um Musik und Bühnenauftritte. Die Tanzschule aus Breisach und Freiburg bietet Tanzunterricht in Ballett, Hip-Hop, Modern und vielen anderen Tanzstilen an.
Ziel ist die Förderung von Ballett, Tanz und Kultur, sowie die personelle Unterstützung und die Mitfinanzierung von Tanzaufführungen. Mittlerweile hat die Tanzschule 300 aktive Tänzer und Tänzerinnen im Alter von vier bis 64 Jahren.
Rettungshunde ausbilden
Dem Malteser Hilfsdienst und dessen Rettungshundestaffel Wiesental gebührte der nächste Stiftungspreis. Die Hundeführer gehen mit ihren Vierbeinern auf die Suche, wenn ein Kind nicht mehr vom Spielen nach Hause kommt, ein Pilzsammler nicht aus dem Wald heraus findet oder ein Senior nicht wieder im Altersheim erscheint.
Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert zwei Jahre. Die Malteser finanzieren sich selbst auf Spendenbasis, der Stiftungspreis hilft bei der Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs.
Der Caritasverband erhielt den Stiftungspreis für sein ehrenamtliches Engagement für den Betrieb der Tafelläden von Müllheim bis Schopfheim. Mittlerweiler arbeiteten 70 Ehrenamtliche, auch beim Bringen und Abholen der Lebensmitte. Der Bedarf steige stetig weiter an.