Hemdglunki in Weil am Rhein: Das Leuchten der Fackeln und Guggenmusik erfüllen die Straßen

Der einsetzende Regen bremst sie nicht: Einige ausgelassene Momente lang gehörte die Weiler Hauptstraße am Donnerstagabend beim Hemdglunki-Umzug den Narren.
Anita Indri-WernerSchon vor der Zeit versammeln sich am Donnerstag die Hemdglunki in Haltingen in ihren weißen Nachthemden.
Die Stimmung ist freudig und erwartungsvoll. Vor allem die Kinder können es kaum erwarten, dass die von der IG Straßenfasnacht zur Verfügung gestellten Fackeln verteilt werden.
Polizei, THW und DRK sind vor Ort. Andreas Kiesewetter, Vorsitzender der IG Straßenfasnacht, stimmt noch die letzten Dinge rund um die Umzugsstrecke mit der Vorsitzenden der Fasnachtsclique 12 Glunggi, Tatjana Multner, ab.
Dann ist es soweit: Die ersten Fackeln brennen und die Guggemusik Notehobler stellt sich in Position. Der Anpfiff ertönt und schon kommt der Hemdglunki-Umzug in Bewegung.
Den Abschluss des leuchtenden Narrenwurms macht die Guggemusik Reblandfetzer aus Eimeldingen. Mit leuchtenden Fackeln ziehen die Hemdglunki durch einen Teil des Dorfes bis zur Festhalle.

Die Fackeln leuchten beim Hemdglunki-Umzug in Haltingen.
Foto: Anita Indri-WernerDort haben die 12 Glunggi, die den Umzug seit Jahren organisieren, drei Pavillons und Zelte aufgebaut. Für die kleinen Glunkis gibt es zur Party eine Wurst mit Wecken. Zur Freude der vielen Kinder verteilen die Teufelsweiber Süßigkeiten. Ein toller Umzug, der vor allem den Familien, die mit ihren Kindern gekommen waren, viel Freude bereitet.
Hunderte Hemdglunggi sind auf der Umzugsstrecke
Unterdessen haben sich in Weil am Rhein rund um den Alten Marktplatz die in weißen Hemden und Bademänteln gekleideten Narren zum Hemdglunggi-Umzug versammelt. Die Fackeln, zur Verfügung gestellt von der IG Straßenfasnach, sind verteilt. Zum kräftigen Klang der Guggenmusik geht es dort nun in Richtung Hauptstraße.
Polizei und THW leiten den Verkehr um
Polizei und THW hatten zuvor die Zufahrten gesperrt, so dass die Hemdglunkis sicher bis zur Gemeindehalle von Sankt Peter und Paul ziehen können. Mehrere Hundert Hemdglunki sind in der Kernstadt mit Kind und Kegel auf der Umzugsstrecke. Dazwischen und dahinter fetzen und schränzen weitere Guggenmusiken.

Standhaft dem Regen getrotzt: Hemdglunki-Umzug in Weil am Rhein
Foto: Anita Indri-WernerDer kurz darauf einsetzende Regen macht den standhaften und dick eingepackten Narren nichts aus. Mit Schirmen und Schutzkleidung marschieren sie unverdrossen weiter mit ihren Fackeln. Im Gemeindehaus wird dann kräftig gefeiert.
Die Bewirtung liegt hier in der Hand der Pfadfinder.
Autofahrer zeigen wenig Verständnis
Wer will, kann anschließend noch zum Ball der Mooswaldsiechä in die Leopoldshalle oder ins „Johann“ in die Turmstraße gehen, wo sich verschiedene Guggenmusiken die Klinke in die Hand geben.
Wie jedes Jahr gab es auch dieses Mal wieder Autofahrer, die leider keinerlei Verständnis dafür aufbrachten, dass sie einige Minuten warten sollten, um auf der Hauptstraße weiterfahren zu können. Es kam zu knappen Wendemanövern und Debatten, denen sich die Hilfskräfte stellen mussten.