Grundschule Auggen: 2,5 Millionen Euro sind schon in den Neubau geflossen

Es geht zügig voran auf der Schulbaustelle – bisher wurden 2,5 Millionen Euro für den Ergänzungsausbau an der Grundschule Auggen ausgegeben.
Jutta SchützBürgermeister Ulli Waldkirch hatte diese Eilentscheidung getroffen und informierte den Gemeinderat darüber. Mit der Darlehensaufnahme ist auch die Zinsbindung festgelegt.
Waldkirch erinnerte daran, dass für den Ergänzungsneubau an der Brunwart-von-Augheim-Grundschule im Haushaltsplan 2025 eine Kreditermächtigung in Höhe von 3,9 Millionen Euro vorgesehen war.
Die Rechtsaufsicht aber genehmigte davon nur eine Summe von 979 000 Euro, „denn wir sind als Gemeinde verpflichtet, zunächst die vorhandenen Eigenmittel einzusetzen“, sagte Waldkirch.
Aus dem vorangegangenen Haushaltsjahr 2024 stand noch eine weitere, gültige Kreditermächtigung über eine Million Euro zur Verfügung. Diese ist zweckgebunden, da der Schulneubau noch nicht abgeschlossen ist. Insgesamt hatte die Gemeindeverwaltung also eine Darlehenssumme in Höhe von knapp zwei Millionen Euro zur Finanzierung des Schulergänzungsneubaus zur Verfügung.
Viele Rechnungen für Bauleistungen gingen ein
Die Eilentscheidung zum jetzigen Kreditabruf erfolgte, weil in den vergangenen Wochen viele Rechnungen für Bauleistungen eingingen. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, erklärte Waldkirch, sollte dabei gegeben sein.
Als sich die Darlehensaufnahme abzeichnete, holte die Gemeindeverwaltung deshalb zuvor mehrere bankseitige Angebote ein. Das beste Zinsangebot kam mit einem festen Zinssatz von drei Prozent von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und läuft über das KfW-Programm „IKK-Investitionskredit Kommunen“. Der KfW-Kredit soll über zehn Jahre laufen, die Kreditkonditionen sind entsprechend festgeschrieben. „Die KfW bot zudem ein tilgungsfreies Anfangsjahr“, berichtete Waldkirch. Mit Blick auf die Zinsen stellte er fest, dass man mit drei Prozent Zinsen, festgelegt auf zehn Jahre, gut rechnen und Schulden zügig abtragen könne – „wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln, weiß kein Mensch“, schob er nach.
Der Bürgermeister wies weiter darauf hin, dass die Tilgung im zweiten Jahr beginne und dann die Rückzahlung „in 35 gleich hohen vierteljährlichen Raten zu je 54 973 Euro erfolgen werde. Die Schlussrate liege bei 54 945 Euro. Der Schulneubau habe bisher 2,5 Millionen Euro gekostet, konstatierte Waldkirch in der Gemeinderatssitzung.