Großeinsatz für die Feuerwehr
: Sonnenvilla in Schönau brennt lichterloh

Feuerwehren aus dem ganzen Wiesental sind im Einsatz: Der Dachstuhl einer Villa brennt. Die Herausforderung: die Wasserversorgung und die Waldbrandgefahr.
Von
Gerald Nill,
Verena Wehrle
Schönau
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Das Dachgeschoss der Sonnenvilla brennt lichterloh.

Das Dachgeschoss der Sonnenvilla brennt lichterloh.

Gerald Nill
  • In Schönau brennt die Sonnenvilla, das Dachgeschoss stand lichterloh in Flammen.
  • Kurz nach 16 Uhr entdeckte der 16-jährige Sohn das Feuer und brachte seinen Bruder raus.
  • Die Eltern waren wandern und wurden telefonisch informiert – laut Zeugen war niemand im Haus.
  • Betroffen sind auch eine Physiopraxis links und ein Yogaraum rechts, dort hielt sich niemand auf.
  • Gegen 17.30 Uhr war das Feuer weitgehend aus, das Dachgeschoss ist völlig ausgebrannt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Von Weitem ist die Rauchsäule am Freitagnachmittag zu sehen, als die Sonnenvilla oberhalb der Innenstadt von Schönau brennt. Kurz nach 16 Uhr hat nach eigenen Angaben der 16-jährige Sohn von einer der Bewohnerfamilien das Feuer bemerkt und mit seinem Bruder das Gebäude verlassen. Die Eltern waren unterwegs.

Brand beginnt auf PV-Anlage

Der Brand begann auf der PV-Anlage auf dem Dach und schlug dann auf den Dachstuhl über, wie Schönaus Bürgermeister und gleichzeitig Feuerwehrmann Peter Schelshorn im Gespräch mit unserer Redaktion informiert. Zwischendurch gab es auch einen Vegetationsbrand, den die Einsatzkräfte aber wieder in den Griff bekommen konnten, so Schelshorn. Verletzte gab es laut Schelshorn keine. Die Bewohner hätten eigenständig das Gebäude verlassen.

Gleich mit zwei Drehleitern wurde gelöscht.

Gleich mit zwei Drehleitern wurde gelöscht.

Verena Wehrle

Problem: Wassermangel

Die größte Schwierigkeit für die Einsatzkräfte: die Wasserversorgung und die höchste Stufe der Waldbrandgefahr. Zunächst pumpte man das Löschwasser aus über Fahrzeugtanks, was jedoch nur begrenzt möglich war. Parallel löschten die Feuerwehrleute mit Wasser aus den Hydranten. Dann kam das Wasser aus dem Fluss „Wiese“, der sich laut Schelshorn staut und deshalb über ausreichend Wasser verfügt. Denn in den Hydranten müsste man in der Waldbrandgefahrenstufe ausreichend Wasser für weitere Szenarien bereithalten. Mit einem Güllefass wurden weitere 5000 Liter Wasser herangeschafft.

Jetzt werden 5000 l gebracht.

Jetzt werden 5000 Liter gebracht.

Gerald Nill

Kein Funkenflug

Auch die Waldbrandgefahr bedeutete laut Schelshon eine große Herausforderung: „Wir müssen schauen, dass es keinen Funkenflug gibt.“

Innenangriff gestartet

Gegen 18.15 Uhr starteten die Einsatzkräfte den ersten Innenangriff, um das Feuer von innen zu löschen. Dazu hatte ein Baufachberater vom THW grünes Licht gegeben.

Der Innenangriff beginnt: Die Feuerwehrleute löschen nun von innen.

Der Innenangriff beginnt: Die Feuerwehrleute löschen nun von innen.

Verena Wehrle

Warnung über Nina-App

Wegen der Brandgase gab es bereits am Nachmittag eine erste Warnung über die Nina-App. Über weitere Warnungen beriet die Führungsgruppe.

Den Einsatz koordinierte als Einsatzleiter Steffen Hofmann, stellvertretender Kreisbrandmeister und von der Feuerwehr Schopfheim.

Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, THW und Polizei waren vor Ort.

Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, THW und Polizei waren vor Ort.

Verena Wehrle

Für den Einsatz brauchte es zwei Löschzüge sowie einen Wasserversorgungszug. Die Führungsgruppe Oberes Wiesental rückte aus, ebenso zwei Drehleitern sowie der Atemschutzgerätewagen und der Multikopter des Landkreises. Auch das THW war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Die Mitglieder des DRK versorgten die Einsatzkräfte.

Erschöpft kamen die Einsatzkräfte vom Löschen auf der Drehleiter zurück und wurden abgelöst. Die Hitze machte ihnen besonders zu schaffen, sodass gleich eine Abkühlung nötig war.

In der Sonnenvilla befinden sich unter anderem eine Physiotherapiepraxis sowie Wohnungen.