Großbrand in Lörrach-Stetten: Betroffene danken Helfern: „Sind sprachlos“

Mick Gäntzel von der Taverne Drei König mit einer der zahlreichen Spenderinnen, die spontan helfen
Adrian SteineckEs dauerte nicht lange: Nach dem Großbrand in Stetten, zu dem die Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Nacht nach Heiligabend gegen 2.10 Uhr gerufen wurden, liefen bereits am ersten Weihnachtstag die Hilfsaktionen an.
Was die Betroffenen zur Hilfsbereitschaft sagen
Der Sänger Peter Reimtgut alias Peter Geiselhart, der in der Nähe der betroffenen Häuser in der Stettener Waschhausgasse wohnt, initiierte eine Spendensammlung bei gofoundme. Das ursprüngliche Spendenziel von 30 000 Euro ist schnell erreicht. Immer wieder kann er das Spendenziel erhöhen. Am frühen Sonntagnachmittag sind mehr als 134 000 Euro eingegangen. Der Sänger schreibt dazu auf Facebook, die Welle der Hilfsbereitschaft sei unfassbar: „Einfach nur Danke.“

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Schwarzwälder BoteReimtgut teilt auch eine Stellungnahme der Betroffenen. Darin heißt es: „Liebe Helfer und Helferinnen in unserer Not, wir möchten uns von Herzen bei euch bedanken! Als unser Zuhause vorgestern in Flammen aufging, habt ihr sofort eure Unterstützung angeboten – sei es durch Spenden, warme Worte oder einfach nur ein offenes Ohr. Es ist überwältigend zu sehen, wie eine ganze Stadt zusammenhält und sich um uns kümmert. Wir sind wirklich gerührt und sprachlos von der Hilfsbereitschaft, die ihr uns entgegenbringt und das oft ohne das ihr uns kennt. Wir wissen oft gar nicht, wie wir reagieren oder was wir sagen sollen. Ihr macht diese Tage ein kleines Stück heller. Danke, dass ihr für uns da seid – wir werden das nie vergessen! Eure Waschhausgasse.“
Lörracher Gastronom und Familienzentrum sammeln
Auch der Lörracher Gastronom Mick Gäntzel hat mit dem Heimathafen, der Brauerei Lasser und dem Weingut Huck Wagner in der neuen Taverne Drei König am Marktplatz eine Aktion gestartet (wir berichteten). Bereits am Freitag nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, um zu spenden und gratis Glühwein oder Waffeln zu genießen. Viele brachten auch spontan einen Kuchen mit.
Auch Angelika Mauch vom Familienzentrum Kinderland Lörrach ist vor Ort in der Taverne anzutreffen. „Wir waren uns innerhalb von zwei Stunden einig, dass wir helfen wollen und wie“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Familienzentrum postet konkrete Spendenaufrufe via Facebook und Instagram. Teilweise wurden die Sachspenden auch schon verteilt. Wer Sachspenden hat, kann sich an info@kinderland-loerrach.de wenden. Das Telefon des Familienzentrums ist aktuell nicht besetzt. Auch am Sonntag war die Taverne nochmals bis 18 Uhr geöffnet und nahm Spenden entgegen.