Grasbahnrennen in Hertingen
: Exakt 510 Meter Nervenkitzel

Schon seit einigen Monaten laufen die Vorbereitungen für das traditionelle Grasbahnrennen des MSC Rebland in Hertingen.
Von
Ines Bode
Bad Bellingen
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Fahrer internationaler Clubs und Verbände werden beim Grasbahnrennen erwartet.

Jens Körner/www.bildermacher-sport.de

Erwartet werden am Wochenende, 15. bis 17. August, spannende Rennen eines internationalen Fahrerfelds mit weiblichen und männlichen Startern sowie hunderte Besucher.

Den Auftakt des Großereignisses bildet eine Partynacht auf dem Rennareal am Freitag, informiert MSC-Sprecher Jan Graf. Das Besondere der „Hertinger Party Night“ sei der freie Eintritt. Die musikalische Sause gilt als unterhaltsamer Startschuss. Los geht es um 20 Uhr, Einlass ist ab 19.30 Uhr. Durch den Abend führt das Duo Schwarz mit einem bunt gemischten Repertoire live gespielter Musik. Erstmals begrüßt wird das Nachwuchstalent Maris Siegin – Finalist bei „The Voice Kids“ – aus Hertingen. Am Freitag beginnt zudem das nunmehr fünfte „Markgräfler Mofatreffen“. Den Töffli-Besitzern wird bis Sonntag eine Plattform zum Austausch und Miteinander geboten.

„Speed Night“ am Samstag

Am Samstag dreht sich alles um die PS-Protagonisten. Die „Speed Night“ beginnt um 20 Uhr. Angemeldet hat sich ein internationales Fahrerfeld in der Solo- und Seitenwagen-Klasse. Ebenso vertreten sind Lokalmatadore in den beiden Enduro-Klassen – frei übersetzt Geländemotorrad. Nicht fehlen dürfen da Loris Dickau und Raoul Tschupp. Erneut treten sie gegeneinander an.

Seitens der Mitglieder und Macher des MSC Reblands heißt es: „Freut euch auf erstklassige Fahrerfelder in den Klassen: I-Solo, I-SWG, B-Solo sowie Enduro 250 Kubikzentimeter und Enduro 450 Kubikzentimeter.“

Laut der Internetseite bringen es einige Starter auf über 100 Stundenkilometer. „Das ist irre schnell“, urteilt die Rennleitung. Bis zum Schluss wurde am Fahrerfeld „gebastelt“. Letzte Verhandlungen und Änderungen galten der I-Solo-Klasse. Gleiches traf für Nennungen der Enduro-Klasse zu.

Gleichmäßig fahren

Der Sonntag als dritter Veranstaltungstag beginnt mit dem Festgottesdienst. Anschließend gilt die Aufmerksamkeit des Publikums dem Gleichmäßigkeitsfahren der Mofas als Anfänger des Sports.

Im vergangenen Jahr feierte das traditionelle Grasbahnrennen auf dem Markgräfler Ring seine 50. Ausgabe – und jetzt startet sozusagen der Auftakt in das nächste halbe Jahrhundert. Hertingen gilt seit langem als namhafte Adresse der außergewöhnlichen Rennsportart. Es heißt, der Ring biete eine extrem rasante Grasnarbe und eine gar weltweit einzigartige Schräglage. Das seien exakt 510 Meter Nervenkitzel, verspricht das Orga-Team.

Von Kent nach Hertingen

Dort wolle jeder Punktesammeln für die rasante Hobby-Karriere. Die Fahrer gehören dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) und dem Motorsport Frankfurt (FFM) an. Hinzu kommt die Auto-Cycle Union (ACU), der britische Dachverband für Motorradsport.

Die weiteste Anreise legen wohl die Cousins Josh und Scott Goodwin zurück. Seit vielen Jahren aktiv im „Grass Track Race“, macht das Team als britische Championship-Zweite von 2024 seinen Namen nach wie vor alle Ehre. Am Wochenende kommt das Duo aus einer Rennfamilie aus der Grafschaft Kent nach Hertingen.

Neben der pulsierenden Rennatmosphäre vor grüner Kulisse steht eine abwechslungsreiche Verpflegung zur Verfügung. Lara Krebs vom Wirtschaftsteam informiert, am Freitag wartet im Festzelt ein kleines Speisenangebot mit Würsten, Pommes und belegten Brötchen.

Umfangreiche Bewirtung

Am Samstag säumen den Ring verschiedene Stände mit kalter und warmer Kost, wie Wurstsalat und Flammkuchen. Ein Süßigkeitenstand lockt ebenfalls. Im Festzelt dürfen sich die Gäste an Pfefferbraten, Nudeln, Pommes und Grill- sowie Currywurst stärken. Die Karte gilt auch am Sonntag beim Festzeltbetrieb, und zusätzlich wird Geschnetzeltes serviert.