Gewalt gegen Bahnpersonal
: Mann soll Lokführer geschlagen und gewürgt haben

Die Bundespolizei sucht Zeugen eines gewalttätigen Vorfalls am Bahnhof von Rheinfelden.
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(red/pz/pm)
Rheinfelden
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Der Gewaltvorfall soll auf dem ersten Bahnsteig des Rheinfelder Bahnhofs passiert sein. (Archivfoto)

Tim Nagengast

Einem bislang unbekannten Mann wird vorgeworfen am Montagmorgen gegen 6.45 Uhr in Wyhlen in den Zug RB 30 eingestiegen zu sein und mehrfach die Türen blockiert zu haben. Nach Ankunft am Bahnhof Rheinfelden, Bahnsteig 1, habe sich der Mann über die Verspätungsdurchsage des Triebfahrzeugführers beschwert. Der Mann stieg dann erneut in den Zug und wollte den Lokführer zur Rede stellen. Dieser habe den Mann aus dem Zug gedrängt, schreibt die Bundespolizei.

Lokführer wird über Bahnsteig geworfen

Daraufhin habe der Unbekannte den Lokführer ins Gesicht geschlagen, ihn gewürgt und über den Bahnsteig geworfen. Anschließend flüchtete der Mann. Der Mann wird wie folgt beschrieben: etwa 40 Jahre alt, rund 1,70 Meter groß, blonde Haare, beiger Pullover und schwarze Hose.

Polizei bittet um mögliche Videoaufnahmen

Er habe ein kleines schwarzes Fahrrad mit sich geführt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht und Zeugen des Vorfalls. Insbesondere fragt die Bundespolizei, wer den Tatverdächtigen kennt oder sonstige Hinweise auf ihn geben kann oder möglicherweise Bilder oder Videoaufnahmen von dem Geschehen gefertigt hat. Aber auch Zeugen, die den Vorfall beobachtet und über diesen berichten können, werden gebeten, sich mit der Bundespolizei unter Tel. 07628/80590 in Verbindung zu setzen.

EVG ruft nach mehr Personal

In einer Stellungnahme schreibt der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Kristian Loroch: „Es hört einfach nicht auf. Täglich gibt es gewalttätige Angriffe auf Kolleginnen und Kollegen. Ein Drittel der Bahn-Beschäftigten denkt schon jetzt daran, den Job wegen der prekären Sicherheitslage aufzugeben. Politik und Bahnunternehmen müssen jetzt endlich wirksame Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen. Die wichtigste Maßnahme wäre mehr Personal, damit niemand allein auf dem Zug arbeiten muss.“