Gesprächsangebot in Steinen
: Eine Zeit-Bank für die Zeitbank

In Kooperation des Vereins Zeitbankplus Mittleres Wiesental mit der Kirche und lokalen Handwerkern und Betrieben entstand in Steinen ein „Schwätzbänkle“.
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(red/pm)
Steinen
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Schon bei der feierlichen Einweihung des „Schwätzbänkles“ nahmen spontan die ersten Initiatoren auf der Bank Platz. Künftig soll es an diesem Ort zu regelmäßigen Zeiten Platz für Gespräche und Austausch geben.

Eva Skrypnik

Das Wortspiel, dass nun der Verein Zeitbankplus Mittleres Wiesental mit einer echten Bank Zeit verschenkt, nahm Christine Putz, Vorsitzende des Vereins, passend in ihre Rede zur Einweihung der Bank auf. Nach der Begrüßung etlicher Vereinsmitglieder, des Vertreters des Bürgermeisters der Gemeinde Steinen, Dietmar Ernst, des Steinmetzes Thomas Raschendorfer des Pfarrers Ingo Meißner und explizit der Mitglieder Ursel und Herbert erläuterte Christine Putz die Entstehungsgeschichte der Bank: „Ein Beispiel für hervorragende, unbürokratische Kooperation“, wird sie in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Das Prinzip der Zeitbanken

Das Prinzip der Zeitbanken sei es immer, die Ressourcen und Stärken ihrer Mitglieder aufzugreifen, um einen Tausch von Geben und Nehmen zu ermöglichen. Und so wurde die Idee geboren, ein „Schwätzbänkle“ zu installieren, das Zeitbankmitglied Ursula Doering zunächst zweimal pro Woche. mittwochs von 10 bis 11.30 Uhr und freitags von 15 bis 16.30 Uhr besetzt und anderen Mitgliedern so Zeit schenkt, da sie wiederum Hilfe im Garten benötigt.

In beispielhafter Kooperation zwischen der Gemeinde Steinen, der Kirche, die sofort den lauschigen Platz, auf dem die Bank nun steht, zur Verfügung stellte, des Zeitbankmitglieds und Schreiners Herbert Läuger und des Steinmetzbetriebs Raschendorfer wurde das Projekt umgesetzt. Das warm anmutende Eschenholz wurde von Familie Putz gestiftet und so entstand eine gemütliche, einladende Bank. In Marmor gemeißelt sind die Spender, der Steinmetzmeister Raschendorfer, die Unterstützer, die Kirchengemeinde und die Gemeinde Steinen, sowie die Zeitbankplus verewigt. Neben der Bank verweist eine Holztafel auf weitere Informationen.

Fallback Image SB

Schwarzwälder Bote

Von Steinmetz Thomas Raschendorfer folgten Erläuterungen zur Herstellung und zum verwendeten Material und ein Einblick in den Zeitaufwand für die Herstellung dieser Spende, gefolgt von großem Applaus der Anwesenden. Für Pfarrer Ingo Meißner war es keine Frage, einen Platz für die Bank auf dem Kirchplatz zur Verfügung zu stellen, wie er erklärte. Hierbei verwies er auch auf das christliche Anliegen, mit Menschen zu sprechen, sich auszutauschen und Gemeinschaft deutlich werden zu lassen.

Ein Ort, an dem gesprochen und zugehört werden soll

Ein großes Lob gab es auch von Dietmar Ernst, der betonte, wie unkompliziert und unbürokratisch dieses Projekt umgesetzt wurde. Das „Schwätzbänkle“ sei eine Ergänzung zu bereits Bestehendem in der Gemeinde Steinen.

Und schließlich ergriff auch Ursula Doering das Wort und schilderte, wie sie auf die Idee kam, ihre Zeit auf einer Zeit-Bank anzubieten. Immer wieder hatte sie über „Schwätzbänkle“ gelesen und sich dann gedacht: das wäre in Steinen doch auch schön – und „schwätzen“ könne sie ja, mit Kopf und Herz. Gerne ließ sie sich auch gleich auf der Bank nieder und freut sich auf die Gespräche, die dort entstehen sollen.

Den Ausklang der Einweihung der Zeit-Bank krönten ein kleiner Umtrunk, angeregte Gespräche und spürbare Freude und Fröhlichkeit, heißt es in der Mitteilung.

Unter www.zeitbankplus.de/Mittleres-Wiesental stehen die Zeiten, zu denen ein Zeitbankmitglied beim „Schwätzbänkle“ auf Gesprächspartner wartet.