Geschäftsbericht 2025
: Burghof Lörrach und Stimmen-Festival erwirtschaften schwarze Zahlen

Die Burghof Lörrach Kultur- und Veranstaltungsgesellschaft hat das Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Timo Sadovnik will programmatisch ambitioniert bleiben.
Von
Bernhard Konrad
Lörrach
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Die Burghof Kultur- und Veranstaltungsgesellschaft verzeichnet für das Geschäftsjahr 2025 einen Überschuss in Höhe von rund 24.000 Euro.

Kristoff Meller

„Man kann das nicht hoch genug einschätzen. Das ist eine großartige Leistung“, sagte Oberbürgermeister Jörg Lutz am Dienstag beim Mediengespräch zum aktuellen Jahresabschluss mit einem Überschuss von rund 24.000 Euro.

Reduktion der Spielorte als zentrale Stellschraube

Nachdem in der Bilanz des Geschäftsjahres 2024 unterm Strich ein Defizit in Höhe von rund 900.000 Euro zu verzeichnen war, wurde vor allem beim Stimmen-Festival mit dem Verzicht auf die Konzert-Reihe im Rosenfelspark und den Gastspielen in der Schweiz wirkungsvoll an Stellschrauben gedreht. Dies, obgleich die Justierung bei Stimmen-Freunden mit Bedauern und kritischen Anmerkungen aufgenommen wurde.

Auf Kurs: Timo Sadovnik

Foto: Gabriele Hauger

Der Oberbürgermeister ließ keinen Zweifel daran, dass „Stimmen“ auch in Zukunft zur Stadt gehören werde, doch sei das „wirtschaftliche Austarieren“ des Festivals unerlässlich. Der Kultur- und Veranstaltungsmarkt befinde sich in einer Phase des tiefgreifenden Wandels. Kurzfristigere Vorverkaufsentwicklungen, verändertes Freizeitverhalten und steigende Kosten erhöhten die wirtschaftlichen Risiken – insbesondere bei Festivalformaten. Lutz: „Unser Problem ist kein spezifisches Stimmen-Problem. Die gesamte Musikfestival-Branche hat diese Probleme.“

„Stabilisierung bleibt eine Daueraufgabe“

„Wir haben reagiert und teils schmerzhafte, aber klare Entscheidungen getroffen“, sagte der Geschäftsführer und Künstlerische Leiter der Burghof Kultur- und Veranstaltungsgesellschaft Timo Sadovnik: „Das Ergebnis 2025 zeigt, dass dieser Kurs trägt. Gleichzeitig bewegen wir uns weiterhin in einem Umfeld, das von starken Schwankungen geprägt ist. Stabilisierung bleibt daher eine Daueraufgabe.“

Trotz aller Sparbemühungen seien Burghof-Team und Stadt zunächst auch für das Jahr 2025 von einem - wenn auch kleineren - Defizit ausgegangen. Das erfreuliche Ergebnis sei „ein Mix“ aus zahlreichen Maßnahmen – allen voran die Reduktion der Spielorte, sagte Sadovnik.

Klar sei aber auch, so der Burghof-Chef, Lutz und Kämmerer Peter Kleinmagd unisono: Mit dem Rotstift allein kann weder ein attraktives Stimmen- noch ein Burghof-Programm konzipiert werden. Der programmatische Ansatz bleibe ambitioniert. Sadovnik betonte in diesem Zusammenhang die Relevanz der lokalen und regionalen Vernetzung des Burghofs.

Auch das Vermietungsgeschäft brummt: Die Nachfrage übersteige die Kapazitäten. Lutz wertete dies als Beleg für die ungebrochene Anziehungskraft des Burghofs - und seine Bedeutung für die gesamte Stadt.