„Gemeinsam geht’s halt“: Bürgerstiftung Grenzach-Wyhlen hat noch viel vor

Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Stefan Hoog, stellte die Jahresziele vor.
Rolf Rombach- Bürgerstiftung Grenzach-Wyhlen feierte zum „Tag der Stiftungen“ den zweiten Geburtstag.
- Ziele: Bekanntheit steigern, Abläufe optimieren, wachsen und Zukunftsthemen definieren.
- Projekte: Café Alte Post, Café Mittendrin, Repair Café – mit hoher Beteiligung Ehrenamtlicher.
- Drei AEDs werden beschafft, Standorte bei Gemeindehaus, Turnerbund und DRK‑Ersthelfern.
- Finanzziel für nächstes Jahr: 400.000 Euro Grundstockvermögen, um größere Investitionen zu tragen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Passend zum europäischen „Tag der Stiftungen“ feierte die Bürgerstiftung Grenzach-Wyhlen am vergangenen Donnerstag ihren vorgezogenen zweiten Geburtstag. Mehr als 100 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und beim geselligen Apéro im Anschluss auszutauschen.
„Gemeinsam geht’s halt“, war die passende Einleitung des Vorstandsvorsitzenden Stefan Hoog zu Beginn seines Rück- und Ausblicks. Als Vorsitzender des Stiftungsrats begrüßte zuvor Klaus Kessner die Gäste, wovon viele bereits als Stifter in Form von Zeit, Geld oder Materialien tätig sind. „Was mich besonders freut, ist der große Zuspruch, den unsere Projekte in der Gemeinde erfahren. Das zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg“, dankte er und verwies darauf, dass dies schwer in Worte zu fassen sei.
Ein Termin nach dem anderen
Stefan Hoog begann, die Jahresziele vorzustellen: die Bekanntheit zu steigern, die Abläufe zu optimieren, ein Wachstum zu erreichen und Themen der Zukunft zu definieren. „In Bürgerstiftungen kommen Idee, Zeit und Geld und noch viel mehr zusammen.“ Vor allem in der jüngsten Zeit wurden dabei die Verantwortlichen von einem Zusatztermin nach dem anderen überrascht.
So gab es erst kürzlich eine Teilnahme beim Empfang des Bundespräsidenten in Bonn; das „Café mobil“-Projekt wurde von der Ferry-Porsche-Stiftung mit einem zweiten Platz ausgezeichnet und beim Bürgerstiftungskongress in Köln nahmen die Grenzach-Wyhlener bei einer Podiumsdiskussion aktiv teil. Dabei kam es überall zu weiteren, bedeutsamen Begegnungen und Austauschmöglichkeiten. „Ihr glaubt nicht, wie viele Menschen Grenzach-Wyhlen kennen“, zeigte sich Hoog beeindruckt von der Resonanz.
In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz wurde ein „Ehrenamtscheck“ in der Doppelgemeinde durchgeführt. Die Ergebnisse der 50-seitigen wissenschaftlichen Arbeit werden demnächst vorgestellt. Administration und Nachwuchsgewinnung wurden dabei als Kernpunkte identifiziert. Nach der Übernahme der Schirmherrschaft des Café Alte Post Wyhlen folgte in der Grenzacher Tagespflege der Aufbau des Café Mittendrin.
400.000 Euro als nächstes Ziel
Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich in der Bewirtung oder der Spende von Kuchen und Torten, damit die Menschen gemütlich ins Gespräch kommen und zum Teil aus der Einsamkeit geholt werden. Ebenso in Kontakt kommen die Besucher des „Repair Cafés“, wo ehrenamtliche Experten unterschiedlicher Aufgaben helfen, Liebhaberstücke und Dinge des täglichen Lebens durch eine Reparatur wieder flottzumachen.
Um Menschen zu retten, beteiligt sich die Bürgerstiftung diesen Herbst bereits an der Beschaffung von drei Laiendefibrillatoren (AED), um im Falle eines Herzstillstands zeitnah die notwendige Therapie zu ermöglichen. Am evangelischen Gemeindehaus Grenzach, dem Vereinsheim des Turnerbunds Wyhlen und bei der Ersthelfer-Gruppe des DRK‑Ortsvereins werden diese Geräte zur Verfügung gestellt und anschließend Schulungen angeboten. Der Freundeskreis der Paddler des Ruderclubs Grenzach überreichte hierzu einen Scheck in Höhe von 750 Euro aus Erlösen des Kuchenverkaufs beim Drachenbootrennen.
Schatzmeister Rüdiger Rothfuchs stellte die vorgezogene Bilanz für das aktuelle Jahr vor. Dank zahlreicher Spenden sowie der Erlöse aus dem Stiftungsvermögen konnten alle geplanten Projekte durchgeführt werden. Als Ziel für das kommende Jahr nannte er, die 400.000‑Euro-Marke mit dem Grundstockvermögen zu erreichen, um durch dessen Erträge auch teurere Investitionen stemmen zu können.
„Es ist eine unglaubliche Bilanz“, freute sich der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Nikolaus Krüger. Mit Teilnehmern der verschiedenen Projekte gab er in einer kurzen Podiumsdiskussion einen lebendigen Einblick in die Motivation und Abläufe der durchweg ehrenamtlichen Aktiven. Unterm Strich blieb eine sehr positive Bilanz: Anderen eine Freude zu bereiten, macht selbst viel Freude.
