Gedämpfte Feierlaune in Rheinfelden
: Lichterabend in Rheinfelden mit Unwägbarkeiten

Ein Tötungsdelikt und das Wegbrechen von Programmteilen haben den Rheinfelder Lichterabend zur Herausforderung gemacht.
Von
Uwe Thomes
Rheinfelden
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Ein Prosit auf einen trotz allem möglichst schönen Lichterabend: Marco Walter, Michael Meier, Klaus Eberhardt, Stadtrat Rainer Vierbaum und Andreea Naujeck (von links)

Uwe Thomas

Der Rheinfelder Lichterabend am Freitag stand unter keinem besonders guten Stern und zog deshalb die Bürger der Löwenstadt nicht in der Anzahl an, wie dies noch in den Vorjahren der Fall war.

Aus Pietätsgründen war die Bespielung des Rathausplatzes bereits kurz nach Bekanntwerden des tragischen Todesfalls im Gasthaus La Piazzetta abgesagt worden. Tanzshows und Mitmachaktionen mit „JustDance“ waren dort vorgesehen gewesen.

Eine Vielzahl von plötzlichen Erkrankungen führte schlussendlich dazu, dass das Rahmenprogramm weiter verkleinert werden musste und auch der Friedrichplatz, wo Live-Musik und Grillgenuss geplant waren, als Veranstaltungsort wegfiel. „Wir können schon und wollen auch improvisieren, aber so kurzfristig so viel ändern, war einfach eine Mission Impossible“, sagte City-Manager Marco Walter achselzuckend.

Der Vorfall im „La Piazzetta“ hatte die Rheinfelder Fußgängerzone schon in den Tagen zuvor wie leer gefegt aussehen lassen, der heftige Wind am Donnerstag tat ein Übriges und blies einen Großteil der in liebevoller Arbeit zuvor aufgehängten Lampions einfach fort.

Michael Meier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Rheinfelden (WST) sowie Marco Walter und seine Assistentin Andreea Naujeck taten mit ihren Teams das Menschenmögliche, um zumindest den Oberrheinplatz in ein farbenfrohes Lampion-Meer zu verwandeln. Unter dem Motto „Little Paris“ wurden die Besucher dort mit Flammkuchen, Crêpes, Crémant und Wein stilgerecht verköstigt. Einige Geschäfte am Oberrheinplatz und in der Karl-Fürstenberg-Straße waren geöffnet, letztere zog festlich geschmückt dann doch einige Besucher an.

Reduzierte Veranstaltung

Eine Pferdekutsche mit beleuchteten Ballons, ein übers Fest stapfender kuschliger Bär sowie eine Kinder-Kerzenküche bespaßte die kleinen Besucher. Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt pries in seiner Ansprache die gute Aufenthaltsqualität der Stadt am Hochrhein an und erläuterte den Sinn der Veranstaltung: Eine Belebung der Innenstadt, „Klein, aber fein“ titulierte er die reduzierte Veranstaltung, die einen stimmungsvollen Auftakt in die Herbstferien vermitteln soll. Allerdings lehnte sich das Stadtoberhaupt etwas zu weit aus dem Fenster, als er die meteorologische Voraussage wagte, es würde bis zum Festende bis Mitternacht nicht regnen.

Lichterabend verregnet

Gerade, als es eindunkelte, die bunten Lampions und Kerzen ihre Wirkung entfalteten, als sich die Sitzbänke füllten und es so richtig gemütlich hätte werden können, setzte dann doch der Regen ein. Er wurde zwar nicht zum Stimmungskiller, reihte sich aber doch passend ein, in die unglücklichen Begleitumstände des Lichterfests.

Positiv vorausschauen

Positiv vorausschauen, lautet die Devise. Wenn es nach Walter geht, findet die Veranstaltung im Jahr 2026 eine Fortsetzung, dann wieder in fröhlicher und entspannter Atmosphäre, mit mehr Beteiligung seitens des Unterhaltungsprogramms und der Besucher sowie weniger schlechtem Wetter.