Finanzinstitut in Lörrach: Fusion zur „Sparkasse Dreiländereck“ nimmt Form an

Unterzeichnen den Fusionsvertrag (von links): Stephan Grether (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Markgräflerland), Jörg Lutz (Oberbürgermeister der Stadt Lörrach), Diana Stöcker (Oberbürgermeisterin der Stadt Weil am Rhein) und Rainer Liebenow (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden
Sparkasse MarkgräflerlandDie Region um die Raumschaften Müllheim, Weil am Rhein, Lörrach und Rheinfelden wächst wirtschaftlich immer weiter zusammen – ein Prozess, dem die Sparkassen nun mit einer Bündelung ihrer Kräfte Rechnung tragen, heißt es in einer Mitteilung. „Unser Ziel ist es, die Kundenbedürfnisse in einer digitalen und komplexen Welt noch besser zu erfüllen“, erklären die beiden Vorstandsvorsitzenden Stephan Grether und Rainer Liebenow unisono. Die Gespräche seien äußerst positiv, auf Augenhöhe verlaufen und von einer engagierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt gewesen. Mit der Fusion ist der klare Anspruch verbunden, die Stärken beider Häuser zu vereinen und so die Servicequalität und Beratungskompetenz für die Menschen vor Ort weiter auszubauen.
Der Weg zur neuen Sparkasse Dreiländereck ist klar definiert, steht jedoch unter dem Vorbehalt der formalen Zustimmung der Rechtsaufsichtsbehörde.
Sitz und Führung der neuen Sparkasse Dreiländereck
Der geplante Termin für die juristische Fusion zur Sparkasse Dreiländereck ist der erste Juli. Am 17. April 2027 soll die technische Fusion zur Zusammenführung der IT-Systeme erfolgen. Für Kunden ändere sich vorerst nichts. Sie werden laut Mitteilung rechtzeitig und transparent über etwaige Änderungen informiert.
Die neue Sparkasse Dreiländereck wird ihren juristischen Sitz in Lörrach haben. Ab 2027 wird der Lörracher Oberbürgermeister Jörg Lutz den Vorsitz der Trägerversammlung übernehmen und somit zugleich auch dem Verwaltungsrat der neuen Sparkasse Dreiländereck vorstehen. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Weil am Rhein, Diana Stöcker, wird in beiden Gremien die Stellvertretung von Oberbürgermeister Jörg Lutz übernehmen.
Mit dem Ablauf der aktuellen Amtszeit von Oberbürgermeister Lutz im Jahr 2030 wird Oberbürgermeisterin Stöcker sowohl den Vorsitz der Trägerversammlung als auch den Vorsitz im Verwaltungsrat übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt wird der Vorsitz beider Gremien im Turnus von jeweils fünf Jahren alternierend zwischen den Städten Lörrach und Weil am Rhein wechseln. Die Trägerschaft der neuen Sparkasse wird durch die bisherigen Träger beider Häuser unverändert fortgeführt.
Auch die personellen Weichen für den Vorstand sind laut Mitteilung gestellt. Den Vorsitz im Vorstand der neuen Sparkasse Dreiländereck wird Stephan Grether übernehmen und hierbei den Überwachungs- und Steuerungsbereich verantworten. Christian Eschbach ist als stellvertretender Vorsitzender vorgesehen und wird den gesamten Marktbereich einschließlich des Eigenhandels verantworten. Maik Ebner wird als Mitglied des Vorstands für den Marktfolgebereich zuständig sein.
Rainer Liebenow geht in den Ruhestand
Der amtierende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, Rainer Liebenow, wird die Sparkasse Ende 2026 in den Ruhestand verlassen. Mit strategischer Weitsicht und einer klaren Zukunftsorientierung habe er frühzeitig die Chancen einer Fusion erkannt und den Dialog zwischen den beiden Häusern offen, konstruktiv und vertrauensvoll gemeinsam mit Stephan Grether gestaltet, heißt es in der Mitteilung. Bis zu seinem Ausscheiden wird er den Fusionsprozess weiterhin engagiert begleiten, seine langjährige Erfahrung einbringen und so aktiv zu einem geordneten Übergang in die neue gemeinsame Ära beitragen.
Der Zusammenschluss sei ein proaktiver Schritt, um als kraftvoller Finanzpartner die Entwicklung des regionalen Mittelstands, des Handwerks und der privaten Haushalte dauerhaft zu fördern.
Durch die Fusion der Sparkasse Markgräflerland und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden entstehe ein führendes Finanzinstitut in der Region. „Mit tiefen Wurzeln im Wirtschaftsraum im Südwesten setzt die Sparkasse auf Nähe, Kompetenz und moderne Finanzlösungen“, heißt es in der Mitteilung des Finanzinstituts weiter.