Feuerwehr in Lörrach: Kleinbrände belasten die Einsatzkräfte zunehmend

Wie hier in Stetten gibt es im Stadtgebiet zahlreiche enge Stellen, an denen das Durchkommen für die Löschfahrzeuge der Feuerwehr schwierig oder unmöglich ist (Archivfoto).
Adrian SteineckDer Grund: Rauchentwicklung in einer Bank in der Innenstadt, Alarm durch einen Rauchmelder auf dem Quelleareal in Haagen. Sofort startete ein Trupp hauptamtlicher Wehrleute mit einem Fahrzeug.
OB Lutz lobt den Einsatz der Feuerwehrleute
Minuten später spurteten die ersten Ehrenamtlichen über den Hof der Feuerwache. Auch die Abteilungen des Ausrückbereichs Nord in Haagen, Brombach und Hauingen wurden alarmiert. „Alle Feuerwehrleute – ob hauptamtlich oder ehrenamtlich – leisten einen unschätzbaren Dienst für ihre Kommune“, lobte Oberbürgermeister Jörg Lutz die Einsatzkräfte.
Bei jedem zweiten Einsatz (52 Prozent) leistet die Feuerwehr technische Hilfe, etwa bei Unfällen oder der Beseitigung von Ölspuren. Bei Notfalltüröffnungen finde man immer häufiger verstorbene Personen, die schon länger in ihrer Wohnung lägen und stark verwest seien, schilderte Ortlieb die Folgen von zunehmender Anonymität. Bei etwa jedem sechsten Einsatz (16 Prozent) muss ein Brand gelöscht werden. Weniger die Großbrände als vielmehr die zahlreichen Kleinbrände, zu denen man gerufen werde, belasteten die Feuerwehr, analysierte Ortlieb. Viele Menschen würden im Umgang mit Feuer immer hilfloser, nannte er einen Grund für diese Entwicklung.
Menschen sind oft hilflos im Umgang mit dem Feuer
Kürzlich hätten Bürger die Feuerwehr gerufen, weil ein Metallmülleimer in der Innenstadt brannte, anstatt einen Eimer Wasser darüber zu kippen, nannte er ein Beispiel.
Das Feuerwehrgesetz verpflichte die Bürger, soweit möglich, selbst zur Brandbekämpfung beizutragen. Wobei es im Zweifelsfall laut Ortlieb immer sinnvoll sei, die Feuerwehr zu rufen.