Feuerwehr in Lörrach: Die neue Feuerwache soll in Hauingen geplant werden

Ein neuer Standort für die Feuerwehr ist Thema.
Gabriele HaugerDie künftige Feuerwache Nord für die Feuerwehr-Abteilungen Haagen und Hauingen soll im Gebiet Neumatt-Brunnwasser an der Unterdorfstraße und am Hauinger Ortsrand gebaut werden. Eine Rasteruntersuchung hat das als günstigsten Standort ergeben.
Grünstreifen geplant
Zur bestehenden Wohnbebauung hin soll ein 70 Meter breiter Grünstreifen Lärm abhalten. Südlich von der Feuerwehr und neben de r Erweiterung der Firma Boschert sollen die Sportvereine ihre Plätze finden.
Feuerwehr-Kommandant Michael Ortlieb befürwortet den Standort und sieht Synergieeffekte, weil Parkplätze zum Teil sowohl von der Feuerwehr als auch vom Sport genutzt werden können.
Lösung für Vereine finden
Caroline Oursin (Grüne) nannte die nun gefundene Aufteilung einen wichtigen Schritt. Nun müsse eine gute Lösung für die Vereine gefunden werden. Etwas verärgert war Bernhard Escher (CDU). Zwar entspreche der Standort dem Antrag der CDU. Man habe aber auch beantragt, die Sportvereine einzubinden, bevor man den Standort vergibt. Sie müssten dringend Klarheit haben, der SC Haagen habe ein Problem.
Ins Gespräch kommen
Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic sagte, es habe vor einem Jahr Gespräche mit den Sportvereinen gegeben, die aber nicht erfolgreich gewesen seien, weil man keine konkreten Aussagen machen konnte. Jetzt sei der Zeitpunkt da, um mit den Vereinen ins Gespräch zu kommen. Auch Christa Rufer (SPD) nannte die Hängepartie für die Vereine unbefriedigend. Sie gab zu bedenken, der jetzt favorisierte Standort sei die engste Stelle der Hauinger Straße / Unterdorfstraße. Sie regte an, auf die Feuerwache Wohnungen für Feuerwehrleute zu bauen.
„Hängepartie für Vereine“
Matthias Lindemer (Freie Wähler) meinte, es sei völlig unnötig gewesen, in der Vergangenheit eine Konfliktsituation aufzubauen und den Vereinen das Gefühl zu geben, sie hätten keinen Platz mehr in dem Gebiet. Man müsse den Fußballvereinen aber klarmachen, dass die Stadt nur Geld für einen Kunstrasenplatz hat. Sollte ein zweiter gewünscht werden, müssten die Vereine schon mal anfangen, Geld dafür zu sammeln.
Matthias Koesler (FDP/Piraten) nannte den Höhenunterschied zur Straße an dieser Stelle problematisch. Dieser beträgt 3,50 Meter, stellte Alexander Nöltner fest. Das reiche nicht aus, um Fahrzeuge zu stapeln wie in der Weiler Straße. Aber es reiche, um unten Übungsräume, Jugendfeuerwehr und Lager unterzubringen. Die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge sei dann auf Straßenniveau.
Konflikte um Parkplätze
Koesler fürchtete Konflikte, wenn Parkplätze sowohl der Feuerwehr als auch dem Sport zur Verfügung stehen. Auch Bernhard Escher bezeichnete das als unmöglich. Kommandant Ortlieb sah darin aber kein Problem. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben, müsse man 96 Stellplätze anlegen, nämlich für jeden Sitzplatz in einem vorhandenen Feuerwehrfahrzeug einen.
Das werde man aber nicht oft brauchen, auch weil nicht alle mit dem Auto kommen. Er stellt sich vor, dass 20 Parkplätze für den ersten Einsatztrupp abgesperrt und nur von der Feuerwehr genutzt werden. Die weiteren Plätze könnten teils auch anders genutzt werden.
Erst in den 2030er Jahren
Die Bürgermeisterin stellte fest, nun müssen weitere Gespräche geführt werden. Vor Ort werde erst in den 2030er Jahren etwas passieren können. Der Ausschuss war einstimmig für die Festlegung des Feuerwehr-Standorts.