Feierlicher Gottesdienst: Dekanin Bärbel Schäfer verabschiedet

Landesbischöfin Heike Springhart verabschiedete Dekanin Bärbel Schäfer in den Ruhestand.
Wolfgang GretherZum Abschiedsgottesdienst der aus dem Kirchenbezirk Markgräflerland scheidenden Dekanin Bärbel Schäfer waren am Sonntag Pfarrer, Dekane der südlichen Kirchenbezirke in der Evangelischen Landeskirche Baden, Prälat Marc Witzebacher und die Landesbischöfin Heike Springhart gekommen. Dazu Vertreter der Gemeindepolitik, Landrätin Marion Dammann sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Jonas Hoffmann. Die Stadtkirche in Schopfheim, Predigtort der scheidenden Dekanin, war beim Einzug von Springhart, Schäfer und den Mitgliedern des Bezirkskirchenrates voll. „Lobe den Herren“: Damit eröffnete die Kantorei unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Christoph Bogon den Gottesdienst. Zuversicht drückte Schäfers Predigt aus. Der Ruf nach Erbarmen finde bei Gott Raum der Gnade. Ein Raum der Handeln, Atmen und Bewegen zulasse. Ihr Wunsch für alle: seid barmherzig und vertraut auf Gott.
Mit viel Leidenschaft
Springhart sieht, wie die scheidende Dekanin Räume öffnen konnte und dabei Menschen zusammenbrachte. Für Schäfer zur Leidenschaft geworden die Gremienarbeit, weltweite Ökumene und Mission, so Springhart. Geistliche Neugier habe ihre Arbeit geprägt. Sie kenne Schäfer mit ihrer Vorliebe für Labyrinthe. In diesen gebe es Grenzen und Wege, die weitergehen. Springhart entpflichtete Schäfer als Dekanin und verabschiedete sie nach 40 Jahren aus dem Pfarrdienst. Dammann hatte Schäfer nach eigenen Worten kennen- und schätzen gelernt. Ergebnisorientiert der Arbeitsstil, dazu habe sie ein positives Beharrungsvermögen.

Abschiedsgruß von den Mitarbeitern.
Foto: Wolfgang GretherBei der von Dekanin-Stellvertreter Markus Schulz moderierten Abschiedsfeier gab es viel Lob der Dekane aus Südbaden, dem Bezirkskirchenrat durch die Vorsitzende der Bezirkssynode Angelika Walliser sowie Menschen, die eng mit Schäfer zusammengearbeitet hatten, wie dem katholischen Dekan, Gerd Möller, und der Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, Karin Racke. Seit dem Jahr 2010 führte Schäfer als Dekanin den Kirchenbezirk und war erste Ansprechpartnerin für die Kirchengemeinden und die Öffentlichkeit in Angelegenheiten der Evangelischen Kirche.
Die Wiederwahl 2017 war eine Bestätigung der geleisteten Arbeit. Als Tochter eines Pfarrers war ihr Weg in die Kirche fast schon vorgegeben. Gerne ist sie ihn gegangen.
Strategieprozess setzt Ziele
Wie sie selbst sagte, war spätestens ab 2022 der Arbeitsmittelpunkt durch den Strategieprozess „ekiba 2032“ gesetzt. Ortskirchen finden sich nun in Kooperationsräumen mehrerer ehemaliger Pfarreien wieder. Hier arbeiten Pfarrer mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen zusammen.

Gäste aus Südostsulawesi verabschieden sich mit Gesang.
Foto: Wolfgang Grether