Fasnacht mit den: Knackiger Zunftabend in Weil am Rhein begeistert

Dietmar Fuchs (von rechts) und Sarah Himmelsbach, begleitet von einem Background-Chor, gehen auf die Reise nach Italien.
Anita Indri-WernerMit einem unterhaltsamen, abwechslungsreichen Programm begeisterte die Narrenzunft Wiler Zipfel das Publikum an der Zunftabendpremiere. Der Einmarsch der Weiler Cliquen, den der Vorsitzende der IG Straßenfasnacht Andreas Kiesewetter kommentierte, eröffnete die närrische Schau.
Jürgen und Jürgen von „Sax & Key“ trafen mit ihrer Musik absolut den Geschmack der Gäste. „Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune...“, dieses Lied war bezeichnend für die gelöste, heitere Stimmung in der Jahnhalle. Unter den Gästen waren Oberbürgermeisterin Diana Stöcker, Bürgermeister Lorenz Wehrle und viele Narrenfreunde sowie Cliquen.
In die Herzen gespielt
Das Debüt von Zunftmeister-Anwärterin Sarah Himmelsbach, der „Ersten Frau“ auf der Narrenbühne, gelang hervorragend. Sie spielte sich charmant, zurückhaltend und dennoch mit einer hinreißenden Präsenz in die Herzen der Zuschauer. Ganz besonders und von allen erwartet war der von Michael Sesiani erstellte Werbefilm.
Das Schweizer Ehepaar, Susann und Jäggi auf Einkaufstour beim Nahkauf in Weil am Rhein. Eine Paraderolle für Rene Winzer als Susann und Hans-Rudi Lienin als Jäggi. „Das schönste an Weil am Rhein ist der Heimweg nach Basel“, stellten die zwei fest. Schon der Anblick der beiden genügte, den Saal zum Lachen zu bringen.
Aktuelle Stadtthemen
Neu und interessant war die Schnitzelbank der „Drei-Länder-Stadt-Laveri“, Dietmar Fuchs, Peter Guggenbühler und Markus Wohlschlegel standen für Bürger aus dem Dreiländereck. Sie nahmen sich aktueller Themen, wie beispielsweise der Nordumfahrung, den Weiler Gaststätten und deren Besitzer oder der Kandertalbahn an.
Der ehemalige OB Wolfgang Dietz hätte die Kandertalbahn sicher befürwortet, so der Vertreter aus Deutschland, aber, „Die Zitte sin halt vorbei“, stellte er fest. Dietz wohnt in der Kandertalmetropole Kandern.
„Jedoch überall uf dere Welt verrecke die guede Sache“
Auch dass es früher zwei Redaktionen der Tageszeitungen in Weil gegeben habe, was heute nicht mehr der Fall ist, wurde bemängelt, „jedoch überall uf dere Welt verrecke die guede Sache“, so das Fazit.

Fallback Image SB
Schwarzwälder BoteWenn im Schwanen das Licht ausfalle und bei Kerzenlicht gegessen werden muss, dann müsse der Gast einen höheren Preis bezahlen, denn dann handle es sich um ein Candlelight Dinner.
OB auf der Bühne
Auch Oberbürgermeisterin Diana Stöcker, die im Saal saß, hatte ihren Auftritt auf der Bühne. Die OB hatte hier alle Hände voll zu tun, die LGS Aufsichtsräte (Kai Blankenstein als OB, Rene Winzer als Gustav Walliser, Lars Thomann als Eugen Katzenstein und Ralf Merk als Jürgen Walliser sowie Markus Schmieder als Heidi Jakob-Frey), an den Ratstisch zu bekommen um beschlussfähig zu sein. Hier überraschte Rene Winzer als Gustav Walliser das Publikum.

Zur Musik des Musicals Grease tanzten die Zunftmeister in Lederjacke und Petticoat.
Foto: Anita Indri-Werner„Will sie e Maidli isch“ mit diesem Lied begrüßten die Zunftmeister das erste weibliche Wesen, das künftig bei den Zunftmeistern mitmischen wird. „Das passt gut“, stellte Oberzunftmeister Dietmar Fuchs fest. Himmelsbach habe sich engagiert eingebracht und zwei der Programmnummern habe sie maßgeblich mitgestaltet. Szenen einer Ehe mit Rene Winzer und Peter Guggenbühler erinnerten so manchen Zuschauer an daheim.
Guggenbühler spielte dabei einen gewitzten Neurentner, während Rene Winzer in bewährter Weise die Ehegattin gab. Noch vor der Pause heizte die Guggemusik Nodespucker dem Publikum so richtig ein.
Tanz mit Lederjacke und Petticoat
Dann präsentierten die Zunftmeister mit der TV Tanzgruppe, nach der Choreographie von Diana Himmelsbach, ihren legendären Tanz.
Zur Musik aus dem Musical Grease begeisterte die Gruppe mit Lederjacke und Petticoat die Zuschauer. Zwar verlangte das Publikum eine Zugabe, leider wurde diese nicht gewährt.
„S’beschti was mir hän isch unseri Fasnacht“, Christian Olivieri sang eine Hymne auf diese schöne Tradition, bevor es mit den drei Tigermückenjägern Dietmar Fuchs, Markus Schmieder und Lars Thomann auf die Jagd nach dem Insekt ging.

Marcel Winzer und andere nehmen das Thema Internet aufs Korn.
Foto: Anita Indri-WernerInternet auf der Schippe
Auch das Internet wurde auf die Schippe genommen. Im bequemen Sessel sitzend durchforstete Markus Reese die Sozialen Medien. Sarah Himmelsbach, Ralf Merk und Lars Thomann zeigten auf, wie oberflächlich so mancher Post ist.
Dabei übernahm Marcel Winzer mehrfach den Werbetext zu „Wir kaufen dein Auto“. Ozume Fuchs stellte fest, „die junge Garde zeigt viel Engagement und hat uns viel Freude bereitet“.
Reise nach Italien
Schließlich gingen Sarah Himmelsbach und Dietmar Fuchs, begleitet von einem Background-Chor, auf die Reise nach Italien.
Martin Reese, Peter Guggenbühler, Ralf Merk und Markus Schmieder, allesamt als Gondoliere gekleidet, sowie die rassige Sängerin, gespielt von Rene Winzer, rundeten die Geschichte um zu viele Koffer und falsche Routen witzig auf.
Zum Abschluss versammelten sich alle Bühnenakteure zum Schlusslied „Jetzt isch endlich wieder Fasnacht in Wil“ auf der Bühne. Mit Tanzmusik und an der Bar wurde der erfolgreiche Zunftabend noch lange gefeiert.