Erinnerungskultur in Lörrach
: Mahnwache zum Gedenken an den Novemberpogrom

Mit einer Gedenkfeier wird der Zerstörung der Lörracher Synagoge bei dem Novemberpogrom 1938 gedacht und ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt.
Von
red/pm
Lörrach
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Die Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach ist ein Zentrum des jüdischen Lebens in der Stadt. Mit Historie und Gegenwart beschäftigen sich verschiedene Veranstaltungen.

Die Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach ist ein Zentrum des jüdischen Lebens in der Stadt. Sie wurde am 9. November 2008 eingeweiht. Die frühere Synagoge wurde beim Novemberpogrom 1938 zerstört.

Bernhard Konrad
  • In Lörrach ist eine Mahnwache zum Gedenken an den Novemberpogrom geplant.
  • Termin: Dienstag, 10. November 2026, 11 Uhr in der Teichstraße an der Synagogengasse.
  • Es sprechen Vertreter der Stadt, Landesrabbiner Moshe Flomenmann und Pfarrer Michael Hoffmann.
  • Dieses Jahr wirken Schüler der Freien Waldorfschule mit Gedichten und einer Pinnwand mit.
  • Kerzen werden an der Gedenkstele abgelegt – sie erinnert an die Deportation nach Gurs.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

In der Teichstraße, auf der Höhe der Synagogengasse, wird am Dienstag, 10. November, um 11 Uhr, mit einer Gedenkfeier der Zerstörung der Lörracher Synagoge bei dem Novemberpogrom 1938 gedacht und ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt.

Einen Tag nach der Fertigstellung der historisch geretteten und neulich restaurierten Lörracher Tora-Rolle im Landtag Baden-Württemberg soll die Gedenkfeier am 10. November nicht nur an die Zerstörung der Synagoge und die Eskalation der Verfolgung von Jüdinnen und Juden in Deutschland im Jahr 1938 erinnern. Die Mahnwache soll auch ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus und für ein respektvolles Miteinander setzen: alle Bürger sind eingeladen, sich anzuschließen und zu zeigen, dass Antisemitismus heute keinen Platz in der Lörracher Stadtgesellschaft hat, heißt es in der Mitteilung.

Schüler beteiligen sich

Die Mahnwache beginnt um 11 Uhr in der Teichstraße auf der Höhe der Synagogengasse mit einer städtischen Ansprache und mit Gebeten von Landesrabbiner Moshe Flomenmann und dem Sprecher der Gruppe Abraham, Pfarrer Michael Hoffmann. Dieses Jahr beteiligen sich zum ersten Mal Schüler der Freien Waldorfschule Lörrach an der Gedenkveranstaltung mit Gedichten und einer interaktiven Friedensbotschaften-Pinnwand. An der Gedenkstele in der Teichstraße werden die entzündeten Kerzen zum stillen Gedenken abgelegt. Die Stele erinnert an die am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportierten Lörracher Jüdinnen und Juden.

Zur Historie

Die erste Lörracher Synagoge stand seit 1808 in der Synagogengasse am heutigen Neuen Marktplatz. In den frühen Stunden des 10. Novembers 1938 wurde sie, wie fast alle Synagogen in Deutschland und Österreich, von den Nationalsozialisten zerstört. Die heutige Synagoge wurde am 9. November 2008 eingeweiht.

Die Stadt Lörrach lädt gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach zu dieser Gedenkveranstaltung ein.