Ehrenpreis in Rheinfelden verliehen
: Aus Liebe zur Stadt – Gusti Fischer für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Die Rheinfelder Bürgerstiftung zeichnet Gusti Fischer für sein vielfältiges Lebenswerk mit dem Ehrenpreis aus. Die Freundeskreise der Partnerstädte erhalten den Bürgerpreis für die Pflege der Beziehungen über Landesgrenzen.
Von
Rolf Rombach
Rheinfelden
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Ehrenpreisträger „Gusti“ Fischer (zweiter von links) dankte seiner Familie für die Unterstützung. Mit ihm auf dem Bild: Sohn Lars, Enkelin Elisa und Enkel Lukas (von rechts).

Rolf Rombach
  • Bürgerstiftung Rheinfelden ehrte „Gusti“ Fischer mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk.
  • Freundeskreise der Partnerstädte erhielten den Bürgerpreis – Preisgeld je 1.500 Euro.
  • Feier fand im katholischen Pfarrzentrum statt und markierte den 20. Geburtstag der Stiftung.
  • Stiftung fördert Gemeinsinn und Lebensqualität, u.a. Schulranzenaktion und Bürgermobil.
  • Fischer wirkte jahrzehntelang im VfR, Trottoirfest-Trägerverein und Gewerbeverein Rheinfelden.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Einen doppelten Grund zum Feiern bot die Bürgerstiftung Rheinfelden am Samstag im katholischen Pfarrzentrum. Zum einen galt es, den 20. Geburtstag der Stiftung zu feiern, zum anderen wurden besondere Leistungen für die Gesellschaft ausgezeichnet und in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt. Die Stiftungsvorsitzende Cornelia Rösner erinnerte eingangs daran, wie eine Vereinbarung von 1898 zwischen dem Sankt Josefshaus und der Kommune zu einer „Kompensationsmaßnahme“ führte. Der Gegenwert des „Legats“ von 125.000 Euro wurde zum Grundstock des Stiftungsvermögens, woraus bis Oktober 2006 beeindruckende 300.000 Euro wurden, die künftig für die „Stärkung des Gemeinsinns und die Verbesserung der Lebensqualität“ eingesetzt werden sollen, wie es in den Stiftungszielen heißt. Die umgesetzten Projekte erzählen von den Menschen, die sich eingesetzt haben. Bis heute leben und beleben Menschen die Stiftung“, dankte Rösner den Unterstützern.

Der scheidende Stiftungsratsvorsitzende Rainer Liebenow nannte Beispiele wie die Schulranzenaktion für finanziell schlechter gestellte Familien, die Unterstützung des Stadtjubiläums und die generelle Möglichkeit, die eigene Stadt mit Mitteln der Stiftung zu gestalten. Hierzu verwies er auf den neugegründeten Verein Bürgermobil, dessen Pkw die Bürgerstiftung finanziert.

Die Laudatio für den Ehrenpreis 2026 hielt Rainer Liebenow. Preisträger Gustav Fischer, den man eigentlich nur als „Gusti“ in Rheinfelden kenne, sei zwar kein gebürtiger Rheinfelder, wurde dort aber sozialisiert. Freundschaften aus der Zeit auf der Schillerschule mit Wilfried Markus oder Kurt und Michael Ohlenschläger würden bis zum heutigen Tag bestehen. Der Rat des Rektors, dass die 13-jährigen Schüler nun das Alter für Aktivitäten in einem Verein hätten, legte den Grundstein des jahrzehntelangen Wirkens.

Kinder in Vereinen aktiv

Diese Lebensphilosophie wurde auch auf die Kinder übertragen, die ebenfalls in Vereinen aktiv seien. 23 Jahre als Geschäftsführer und erster Vorsitzender des VfR Rheinfelden liegen hinter dem Fischer Gusti. Als Nachfolger des Trottoirfestgründers Franz Zachacker zeichnete er im Trägerverein viele Jahre verantwortlich und engagierte sich zum 50. Geburtstag auch bei der Festschrift, die ihren Weg in die Deutsche und Schweizer Nationalbibliothek gefunden hat. Gleiches gilt für die Schrift zum 125. Bestehen des Gewerbevereins, dessen Vorsitzender er seit 2005 ist.

„Ich habe es aus Liebe zur eigenen Stadt gemacht.“
Gusti Fischer
Preisträger

„Warum ich?“, zeigte sich der Geehrte überrascht. „In den Vereinen und Initiativen gibt es so viele Gesichter, die anpacken und nicht beachtet werden. Für diese Ungesehen ist dieser Preis!“ Fischer dankte den drei Oberbürgermeistern für die größtmögliche Unterstützung in den Jahrzehnten für das Ehrenamt. „Ich habe es aus Liebe zur eigenen Stadt gemacht“.

Über die Stadt- und sogar Landesgrenzen hinaus tätig sind die vier Freundeskreise der Rheinfelder Partnerstädte. Seit 1995 vertiefen sie die Beziehungen mit verschiedenen Aktivitäten, wo zuvor schon lose Freundschaften bestanden. Cornelia Rösner dankte den Mitgliedern für ihr Engagement, immer wieder neue Begeisterung für die Idee der Städtepartnerschaften zu wecken. „Sie leisten einen Beitrag zu einem friedlichen, offenen und solidarischen Europa durch Vertrauen und Begegnung.“ Mit jeweils 1.500 Euro Preisgeld belohnt die Bürgerstiftung die Vereine zusätzlich. Mehr Informationen erhalten Interessierte unter www.buergerstiftung-rheinfelden.de.