Stadt Schopfheim ruft zum Sparen auf: Wasser ist derzeit besonders kostbar

Niedrigwasser in der Wiese und trockene Flächen rund um Schopfheim.
Marcus Krispin- Landkreis Lörrach verbietet Wasserentnahmen aus Bächen, Flüssen und Seen bis zum 17. September.
- Betreten von Gewässern ist untersagt, ausgenommen sind Viehtränken und zulässige Entnahmen.
- Gründe sind extrem niedrige Wasserstände und hohe Wassertemperaturen – Gewässer sind belastet.
- Schopfheim und Zweckverband Dinkelberg rufen zum Sparen auf, Verbrauch liegt teils deutlich über Schnitt.
- Tipps: Garten nur bei Bedarf morgens/abends gießen, Pools nicht füllen, Terrassen nicht mit Trinkwasser reinigen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen führen zu weiter sinkenden Wasserständen in Bächen, Flüssen und Seen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Schopfheim. Das Landratsamt Lörrach hat deshalb das Verbot zur Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern verschärft und vorerst bis zum 17. September verlängert.
Damit ist grundsätzlich jede Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern wie Bächen, Flüssen und Seen untersagt. Ausgenommen sind unter anderem das Tränken von Vieh sowie wasserrechtliche Erlaubnisse mit Niedrigwasserregelungen. Zusätzlich ist das Betreten von Bächen und Flüssen durch Personen sowie Haus- und Nutztiere untersagt. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Grund für die Verschärfung sind die inzwischen teilweise extrem niedrigen Wasserstände und die hohen Wassertemperaturen. Viele Gewässer im Landkreis befinden sich in einem kritischen Zustand. Weitere Wasserentnahmen würden die bereits stark belasteten Gewässerökosysteme zusätzlich beeinträchtigen.
Der Wasserverbrauch ist deutlich angestiegen.
Auch im Versorgungsgebiet der Stadt Schopfheim und des Zweckverbands Wasserversorgung Dinkelberg ist der Wasserverbrauch aufgrund der anhaltenden Hitze deutlich angestiegen. An einzelnen Tagen liegen die Verbrauchswerte erheblich über dem langjährigen Durchschnitt. „Die Trinkwasserversorgung ist derzeit weiterhin gesichert, die Wasserversorgungsanlagen sind durch die hohen Verbrauchsspitzen jedoch deutlich stärker belastet“, informiert Wassermeister Steffen Weiß.
Die Stadt Schopfheim und der Zweckverband Wasserversorgung Dinkelberg bitten daher alle Bürger, besonders bewusst und sparsam mit Trinkwasser umzugehen.
Garten- und Rasenflächen nur bei tatsächlichem Bedarf wässern.
Garten- und Rasenflächen sollten nur bei tatsächlichem Bedarf und möglichst in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden bewässert werden. Auf das Befüllen von Pools und Planschbecken, sowie das Reinigen von Terrassen und Hofflächen mit Trinkwasser sollte möglichst verzichtet werden. Auch im Haushalt kann durch einen bewussten Umgang Wasser eingespart werden.
Die Mitarbeiter der Wasserversorgung beobachten die Entwicklung der Verbrauchsmengen kontinuierlich und steuern die Anlagen rund um die Uhr, um die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung weiterhin zu gewährleisten. Bürgermeister Dirk Harscher appelliert an die Bevölkerung: „Die aktuelle Situation zeigt sehr deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist. Wasser ist keine unbegrenzt verfügbare Ressource. Ich appelliere deshalb eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, Wasser sparsam und bewusst zu verwenden. Jede und jeder kann dazu beitragen, unsere Gewässer zu schützen und gleichzeitig die Trinkwasserversorgung zu sichern.“
Die Stadt Schopfheim und der Zweckverband Wasserversorgung Dinkelberg bedanken sich bei allen Bürgern für ihre Unterstützung und ihren verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser.