Bildung in Lörrach: Grundschule Tumringen vor der Modernisierung

Gruppenbild mit (v.l.) Melanie Waldmann, Robert Schäfer, Ilona Oswald (Fachbereichsleiterin Bildung/Soziales/Sport), Veronique Elsner, Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić und Stefan Dieterle (stellvertretender Fachbereichsleiter Bildung/Soziales/Sport)
Bernhard KonradBürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić, Robert Schäfer, Fachbereichsleiter Hochbau, und Melanie Waldmann vom beauftragten Büro Mayer Bährle erläuterten das umfangreiche Vorhaben.
Brandschutz
In allen Räumen werden neue Brandschutzdecken eingebaut. Im gesamten Schulhaus wird die Elektroinstallation und Sicherheitstechnik auf den aktuellen Stand gebracht.
Räume und Ausstattung
Energetisch gesehen sind vor allem Dach und Keller des Schulgebäudes kritische Bereiche. Deshalb wird das Dach erneuert und die Kellergeschossdecke sowie einige Kellerwände neu gedämmt. Eine Lüftungsanlage inklusive Kühlung zum Wärmeschutz soll im Sommer verhindern, dass sich warme Luft im Gebäude staut. Auch einige Heizkörper werden ausgetauscht, informiert ein Faktenblatt der Verwaltung.
Im Keller tritt aufgrund der Bauweise aus den Anfangsjahren des vergangenen Jahrhunderts bei starken Regenereignissen immer wieder Feuchtigkeit auf. Deshalb ist das Kellergeschoss für den Schulbetrieb nicht nutzbar. Mit der Modernisierung kann dies teilweise behoben und ein neuer Werkraum für die Schüler geschaffen werden.
Räume und Ausstattung
Auch die Raumaufteilung wird optimiert: Bislang leerstehende Räume können künftig als Besprechungs- oder Büroräume genutzt werden. Im Dachgeschoss ermöglichen zwei neue Dachgauben eine optimalere Platzausnutzung für die Ganztagsbetreuung. Neue multifunktionale Räume und eine größere Schulküche verbessern den Schulbetrieb.
Die Wände werden neu verspachtelt und gestrichen, die Böden werden erneuert. Zudem sind die Decken „akustisch wirksam“, wie es heißt.
Auch das Trinkwassernetz inklusive der Spülstationen wird erneuert. Im Dachgeschoss gibt es für die Ganztagesbetreuung neue WCs.

Die Grundschule Tumringen
Foto: Bernhard KonradDie Interimslösung
Die Interimslösung für den Schulbetrieb soll als Containerlösung auf dem Nachbargrundstück zwischen dem Teichmattenweg und der Wiese im Herbst aufgebaut werden. Im Dezember ist der Umzug geplant.
Es handelt sich um eine zweigeschossige Containeranlage in Modulbauweise. Alle Räumlichkeiten werden klimatisiert. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem die Klassenzimmer. Im Geschoss darüber sind die Verwaltungsräume (Rektorat, Sekretariat, Lehrerzimmer), Zimmer für die Ganztagesbetreuung samt Schulküche sowie ein Multifunktionsraum und weitere Sanitäranlagen untergebracht.
„Alle Funktionseinheiten, die sich in der aktuellen Schule befinden, wurden in der Interimsschule abgebildet“, betont die Stadt.
Der Schulhof
Nach dem aktuellem Bauablaufplan wird der Schulhof nur teilweise gesperrt, so dass weiterhin insbesondere der bereits neu geschaffene „Spielgerätebereich“ ohne Einschränkung genutzt werden könne.
Die Kosten
Der Kostenrahmen beträgt 5,9 Millionen Euro, die Errichtung der Interimsschule ist mit 857 000 Euro veranschlagt, erläuterte Schäfer. Aus Mitteln der Schulbauförderung wurde bislang eine zehnprozentige Bezuschussung genehmigt. Das Projekt befind sich aktuell gut im Zeitplan, sagte er.
Die Schulleiterin
Schulleiterin Veronique Elsner zeigte sich gegenüber unserer Zeitung erfreut über den bevorstehenden Wandel. Sowohl unter räumlichen Gesichtspunkten als auch mit Blick auf die pädagogischen Möglichkeiten werde sich die Schule durch die Modernisierungsmaßnahmen weiterentwickeln.