Beliebte Veranstaltung
: 800 Gäste strömen zum „Wollbach Open Air“

Die Mitglieder des Musikvereins Wollbach haben ganze Arbeit geleistet.
Von
Ines Bode
Kandern
Jetzt in der App anhören

Einladenden Festivalcharakter hatte das „Wollbach Open Air“.

Ines Bode

Ein Festivalgelände erwartete das Publikum, das sich sehen und hören lassen konnte: Eine riesige Festwirtschaft war aus dem Boden gestampft worden, und drumherum sorgten kulinarische Stützpunkte für den Saum. Zwischendrin waren Getränkepole der gehobenen Art platziert. Aus dem Schlund eines Riesenofens wanderten blecheweise Winzer- und Pizzabaguettes. Ein Grill verströmte appetitanregende Düfte, ein Wagen mit süßen Backwaren bildete das Pendant zur herzhaften Kost, die an weiteren Theken zu haben war. Alle Speisen seien selbst gekocht, hieß es. Im Einsatz war eine Köchin und viele helfende Hände. Das Foyer der Schule diente als Trakt für die hauswirtschaftlichen Belange.

Die Musiker glänzen

Auf der Sommerbühne mit Lichtshow-Ausrüstung aus dem Hause „Professionell“ hatten die Musiker des Musikvereins Wollbach Platz genommen. Zu diesem Anlass bot das Orchester um Dirigent Oliver Hauser den Anblick einer formidablen Big Band.

Dann schellte von der Bühne das Rufzeichen eines Telefons ins Leere. Kein Wunder, das keiner dran ging, es handelte sich um einen alten Song von „Chicago“. Aber das Sekunden-Intro einzubauen, war dem Orchesterchef eben wichtig. Der Song gehörte zu den eher unbekannten, gleichwohl anspruchsvollen Stücken. Nichts anderes lässt sich stets beim Wollbacher Musikverein erwarten.

Eine andere Minuzie war die spezielle Begrüßung all jener, die schon vergangenes Jahr beim Open Air dabei waren, vorgenommen vom zweiten Vorsitzenden Thomas Kuckuk. Im Laufe des Abends sollte vielfacher Dank ausgesprochen werden, etwa an Helfer und die Rettungskräfte, die das Open-Air mitstemmten.

Darüber hinaus war auch für ein musikalisches Mammutprogramm gesorgt. Von Pop, Rock, Jazz und Swing war alles dabei. Zu Gehör kamen Titel der CD, die im anlässlich des 150. Geburtstags aufgenommen worden war, wie Kuckuk erinnerte.

Riesige Festwirtschaft

Für die wie immer exzellente gesangliche Seite waren Anuschka Lavecchia, Christina de Groote, Raja Kuckuk und Damaris Arnold sowie Alexander Gottstein zuständig. In unterschiedlicher Konstellation trugen sie zur Abwechslung bei. Ob im Solo oder in chorähnlicher Interpretation: Da saß jeder Ton, jedes Tremolo, jede Fermate. Hinzu kam die wie entfesselt spielende Big Band – gepolstert mit Gastmusikern – die Presto furioso durch die Noten getrieben wurden. Ruhige Nummern oder instrumentale Titel bildeten den Ausgleich.

Die Gäste nun sprachen den lukullischen Genüssen zu, gönnten sich ein Gläschen sowie einen Happen hier und da. Mancher bewegte sich im Takt durch die Reihen oder übte sich darin, vier volle Gläser zum Platz zu balancieren.

Die Jüngsten waren ebenso zahlreich vertreten. Sie nutzten ausgiebig die abendliche Freiheit auf der geräumigen bunten Festmeile.