Bauen in Hach
: Rat lehnt Bauantrag mit großer Mehrheit ab

Viele Hacher Bürger finden die Ausmaße eines geplanten Mehrfamilienhauses zu groß.
Von
Jutta Schütz
Auggen
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Der beschauliche Ort – ein großes Mehrfamilienhaus passe da nicht hin, finden einige Hacher.

Jutta Schütz

Das Baugesuch zum Neubau eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten in Hach führte im Gemeinderat zu Diskussionen.

Das Grundstück liegt im unbeplanten Innenbereich. Demnach, erklärte Bürgermeister Ulli Waldkirch, „muss sich das Vorhaben nach Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Gebäudegrundfläche in die Umgebung einfügen“. Die Traufhöhe des Gebäudes, das mit einem Satteldach geplant ist, liege unterhalb der Traufhöhe der Nachbarbauten. Da es hier nicht auf das Verhältnis zwischen bebauter Grundfläche zur Grundstücksfläche ankommt, widerspreche das Vorhaben nicht dem gültigen Flächennutzungsplan, fuhr Waldkirch fort.

Erschließen könne man das Grundstück von der Dorfstraße her. Das Baugrundstück liegt laut Bauamtsleiter Björn Sum an einer teils öffentlich befahrbaren, teils privat befahrbaren Verkehrsfläche. Eine Baulast sei aber notwendig, ebenso wie die Grunddienstbarkeit eines Überfahrtsrechts, hieß es. Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken werden eingehalten. „Die bauordnungsrechtlichen Vorgaben sind damit erfüllt“, konstatierte der Bürgermeister.

Einer der anwesenden Bürger, Marco Schmidlin, der von dem Bau in direkter Nachbarschaft betroffen wäre, gab zu bedenken, dass es sich um ein sehr großes Gebäude handele. „Da wird ein Präzendenzfall geschaffen“, befand er. Ein weiterer Bürger stellte fest, dass das jetzt noch freie Grundstück „mit so einem großen Haus zu 90 Prozent bebaut und damit fast komplett ausgenutzt“ würde. Die eine Hausseite sei 27 Meter lang, die andere 24 Meter. „Hach ist ein kleines Dorf. Mit dem Vorhaben sind einige Hacher nicht einverstanden, denn wenn man sich für so ein Gebäude entscheidet, dann ist das für künftige Neubauten richtungsweisend“, befand er. Gleichzeitig betonte der Bürger, dass er keinesfalls gegen eine kleinere Bebauung mit zwei Einfamilienhäusern oder einem Doppelhaus etwas einzuwenden habe.

Nur der Bürgermeister stimmt für den Antrag

Dass zwei Einfamilienhäuser besser in ein „kleines schutzwürdiges Dorf“ passen würden, war auch die Meinung einiger Räte. Dazu gehörte Ingo Ehret, der zudem auf die schwierige Parksituation in Hach aufmerksam machte.

Bei der Abstimmung stimmte Bürgermeister Waldkirch als einziger für den Bauantrag, acht Ratsmitglieder stimmten dagegen, es gab eine Enthaltung.

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