Baubeginn für 2027 geplant
: Schlossberghalle in Lörrach-Haagen soll für 4,2 Millionen Euro saniert werden

Die Stadt Lörrach will bis Ende 2028 die Sanierung der Schlossberghalle Haagen abschließen.
Von
Regine Ounas-Kräusel
Lörrach
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Das marode Dach der Schlossberghalle Haagen wurde im Jahr 2025 nochmals repariert. Ab 2027 soll die Halle umfassend saniert werden, Ende 2028 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Regine Ounas-Kräusel

Die Schlossberghalle, Baujahr 1974, ist stark sanierungsbedürftig. Erste Sanierungsarbeiten hatte die Stadt schon vor Jahren durchgeführt, aber die Halle weist noch immer erhebliche Mängel auf: Das Dach ist undicht, die Holzfenster sind verwittert, die Fassade bröckelt und ist stellenweise feucht, Elektroinstallation und Beleuchtung sind veraltet.

Die Halle hat energetische Mängel, außerdem gibt es Mängel beim Brandschutz, wie Martina Höfler, Teamleitung Tiefbau, und Behrouz Sadieh, Bauingenieur bei der Stadt, dem Ortschaftsrat erläuterten. Daher will die Stadt die Halle in den Jahren 2027 und 2028 sanieren.

Die Halle muss zeitweise schließen

Ab 2026 bis zum dritten Quartal 2027 sollen Planung und Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen. Nach einer ersten Grobkostenschätzung wird dieser letzte Sanierungsabschnitt rund 4,2 Millionen Euro kosten, bei einer Unsicherheit von etwa 50 Prozent.

Da nicht alle Arbeiten bei laufendem Betrieb durchgeführt werden können, werde man die Halle zeitweise für den Schul- und Vereinssport schließen müssen, kündigte Höfler an. Aktuell könne man noch keine Schließzeiten nennen, sagten Höfler und Ilona Oswald, Fachbereichsleiterin Bildung/Soziales/Sport.

Man werde diese aber bevorzugt in die Ferien und in den Sommer legen, wenn der Schul- und Vereinssport zum Teil draußen stattfinde, und die Zeiten mit den Nutzern absprechen. Darauf legten auch die Ortschaftsräte Wert.

Christa Rufer (SPD) wertete es als „gutes Signal“, das die Stadt die Sanierung der Schlossberghalle - wie es der Ortschaftsrat seit Jahren verlange - nun abschließen will. Sie forderte, dass ein barrierefreier Umbau des Eingangs sowie Behindertentoiletten dabei nicht vergessen werden. Außerdem brachte sie Ideen für die Nutzung eines überdachten Bereichs vor der Halle ein. Sie schlug vor, diesen umzubauen und zum Beispiel als Seniorentreff zu nutzen.

Zumindest solle man in dem Bereich, wo häufig auch Wasser stehe, die Aufenthaltsqualität verbessern, meinte sie. Jörg Müller (Freie Wähler) hoffte, dass es bei der Sanierung keine Überraschungen geben werde und dass der Kostenrahmen von 4,2 Millionen Euro eingehalten werde. Bernhard Sütterlin (CDU) fragte, ob die Stadt die Halle bei derart hohen Sanierungskosten nicht besser abgerissen hätte. Außerdem fragte er, ob die Halle tragende Elemente aus Holz aufweise. Falls ja, müsse überprüft werden, ob diese unter eingedrungener Feuchtigkeit gelitten hätten.

Zusätzlicher Raumbedarf der Grundschule

Eine Bürgerin bat darum, auch die sanitären Anlagen, vor allem Duschen und Abflüsse, sowie die Deckenbeleuchtung zu überholen. Volleyballsportler würden durch niedrig hängende Deckenlampen behindert. Martina Höfler versprach, sich darum zu kümmern. Auch das Thema „Barrierefreiheit“ wollte sie nochmals ansprechen, obwohl dies bei der Sanierung bisher nicht vorgesehen ist. Die Statik werde im Rahmen der Planungen überprüft, sagte Sadieh.

Elena Koch (Freie Wähler) sprach ein Anliegen der Haagener Grundschule an: Die Schlossbergschule wächst und wird ab kommendem Schuljahr vielleicht drei statt zwei erste Klassen unterrichten. Daher soll entweder im Schulhaus selbst oder in der Alten Halle oder im Vereinsraum der Schlossberghalle ein zusätzliches Klassenzimmer eingerichtet werden. Auf Nachfrage von Elena Koch sagte Martina Höfler allerdings: Während der Sanierungsarbeiten könnten in der Schlossberghalle keine Schulkinder unterkommen.