Balkanreise der VHS Rheinfelden: Im Schmelztiegel der Kulturen

Mit den montenegrinischen Deutschstudenten entwickelten sich interessante Gespräche.
VHS Rheinfelden- Exkursion der VHS Rheinfelden führte von der Adriaküste in Montenegros Bergregionen.
- Leitung: Kurt Schlegel und Slavica Stanojević – beide mit Montenegro-Erfahrung.
- Historische Stationen von Illyrern bis Jugoslawien, u. a. Kotor und Cetinje.
- Besuche in Kirchen, Klöstern und Moscheen, plus 2250 Jahre alter Olivenbaum bei Bar.
- Austausch mit Schülern und Studierenden in Ulcinj und Nikšić, Fokus auf aktuelle Lage.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Schlege und Stanojević ermöglichten den Teilnehmern durch ihre Landeskenntnisse und ihre persönlichen Erfahrungen spannende Einblicke in Kultur, Bildung und Alltag der Region. So konnte die 16-köpfige Reisegruppe nicht nur bekannte Touristenattraktionen erleben, sondern tauchte auch in die vielfältige Geschichte ein und informierte sich über die aktuelle Situation des Landes.
Als ältesten Zeitzeugen Montenegros besuchte die Reisegruppe einen rund 2250 Jahre alten Olivenbaum in der Nähe von Bar. Die Geschichte Montenegros reicht aber noch viel früher zurück, als die Illyrer die Mittelmeerküste besiedelten. Aus dieser Zeit konnte die Reisegruppe Keramikgefäße und Waffen im albanischen Shkodra nahe der montenegrinischen Grenze bewundern.
Wechselnde Herrscher prägten Land und Region
Später kamen die Griechen, Römer und Venezianer nach Montenegro und haben eindrucksvolle Bauwerke in der malerischen Hafenstadt Kotor hinterlassen. Anschließend befand sich Montenegro immer wieder an der Grenze zwischen dem Osmanischen Reich und anderen slawischen Staaten, was zu einer religiösen Vielfalt und trotz aller Unterschiede zu Toleranz führte.

Vor der Universität von Nikšić stellten sich die Reiseteilnehmer zum Gruppenfoto auf.
VHS RheinfeldenAuch heute noch sind an vielen Orten serbisch-orthodoxe und katholische Kirchen sowie Moscheen in unmittelbarer Nähe zueinander zu finden, wie die Reisegruppe in Ulcinj, Niksic und Kotor erleben konnte. Beeindruckt war die Reisegruppe von den orthodoxen Klöstern Cetinje, Morača und Ostrog und wurde freundlich aufgenommen in der Moschee von Shkodra.
Fahrt auf einer der schönsten Bahnstrecken
Von 1910 bis 1918 war Montenegro das kleinste europäische Königreich und pflegte von der Residenzstadt Cetinje aus vielfältige Beziehungen zu den großen Königshäusern. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es Teil von Jugoslawien, wovon noch einige Gebäude mit kommunistischer Architektur in Ulcinj zeugen. Aus dieser Zeit stammt auch Titos Gebirgsbahn, die die Küstenstadt Bar mit Belgrad verbindet. Mit ihren hohen Eisenbahnbrücken, zahlreichen Tunneln und tiefen Schluchten zählt sie zu den weltweit berühmtesten Bahnstrecken. Sie brachte die Reisegruppe bis zum Wintersportort Kolašin. Von hier aus ist der Nationalpark Biogradska Gora mit seinen mächtigen Buchen und Tannen und den eindrucksvollen Gletscherseen gut zu erreichen.
Interessante Gespräche mit Schülern und Studenten
Ein wichtiger Schwerpunkt der Reise war die aktuelle Situation in Montenegro, das seit 2010 Beitrittskandidat der EU ist und schon 2002 den Euro eingeführt hat. Die Reisegruppe wurde im Rathaus im Ulcinj freundlich begrüßt, kam mit Schülern des Deutschunterrichts im Gymnasium von Ulcinj ins Gespräch, diskutierte mit Deutsch-Studenten an der Universität von Nikšić und erlebte auch die Probleme ungenügender finanzieller Unterstützung in der Stadtbibliothek von Ulcinj.
Der albanische Liedermacher Suad Mehmeti beleuchtete das Spannungsfeld zwischen Montenegrinern und Albanern. Sein Auftritt mit seinen traditionellen Liedern aus Montenegro, Bosnien und dem Kosovo war der Höhepunkt des letzten Abends.
Mit zahlreichen neuen Eindrücken und bleibenden Erinnerungen kehrte die Reisegruppe der VHS Rheinfelden zurück. Die Exkursion zeigte, wie viel es auf dem Balkan zu entdecken gibt – von spektakulären Landschaften über bewegte Geschichte bis zu herzlicher Gastfreundschaft und lebendigem kulturellem Austausch.