Autofahrer können aufatmen: Bald wieder freie Fahrt über den Feldberg

Immer wieder fanden Felssicherungsarbeiten am Feldberg statt und sorgten für Straßensperrungen. Bald ist wieder freie Fahrt.
Regierungspräsidium Freiburg- Letzte Vollsperrung der B 317 am Feldberg vom 18. bis 20. September angekündigt.
- Umleitung über Notschrei und Höllental; Feldberg-Ort nur von Bärental erreichbar.
- Danach Rest- und Markierungsarbeiten mit Ampelregelung bis 25. September.
- Vollsperrungen in den nächsten Jahren nicht vorgesehen – weitere Arbeiten 2028/2029.
- Radfahrer und Fußgänger dürfen nicht passieren, es besteht Lebensgefahr zwischen Großgeräten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie sagt man so schön? Was lange währt, wird endlich gut. Ganze drei Jahre, seit September 2023, laufen die Felssicherungsarbeiten an der Bundesstraße 317 zwischen Todtnau-Fahl und Feldberg. Immer wieder sorgten diese Arbeiten auch für Straßensperrungen, mit Ampelregelungen.
Pendler mussten also viel Geduld mitbringen. Mitunter wurde die B 317 über den Feldberg auch komplett gesperrt. Neben den Felsarbeiten wurde auch der Straßenbelag erneuert. Nun aber kündigt sich Entspannung für die Autofahrer an.
Die vorerst letzte Sperrung
Noch ein letztes Mal muss die B 317 zwischen Todtnau-Fahl (Kaserne) und Feldberg-Ort von Freitag, 18. September, 19 Uhr, bis Montag, 21. September, 5 Uhr, gesperrt werden, teilt das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mit. Der Verkehr wird großräumig über den Notschrei und das Höllental (L 126, B 31) umgeleitet.
Feldberg-Ort ist in der Zeit der Vollsperrung nur aus Richtung Bärental zu erreichen. Der Busverkehr der SBG endet in der Zeit der Vollsperrung aus Richtung Lörrach bei der Kaserne Fahl, aus Richtung Titisee-Neustadt am Hebelhof in Feldberg. Von Montag, 21. September, bis Freitag, 25. September, wird die B 317 für Rest- und Markierungsarbeiten halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird per Ampel geregelt.
„Vollsperrungen der B 317 sind in den nächsten Jahren auf der Passstraße nicht vorgesehen“, betont Bauleiter Dieter Bollinger vom RP auf Nachfrage unserer Redaktion. Weitere Felssicherungsarbeiten und der Austausch von älteren Fangzäunen sowie Vernetzungen seien für 2028 und 2029 geplant. Diese Arbeiten würden aber meist mit der Sperrung einer der drei Fahrspuren auskommen, sagt Bollinger.
Warum die Maßnahme so lange gedauert hat
Die Felssicherungsarbeiten sollten ursprünglich im März 2025 abgeschlossen sein. Aufgrund zusätzlich nötiger Felssicherungsmaßnahmen, die sich erst während der Arbeiten gezeigt haben, und wegen zusätzlich vereinbarter Instandsetzungsarbeiten an bestehenden Übernetzungen habe sich die Bauzeit jedoch bis Mitte September 2026 verlängert, erklärt Bollinger.
„Dies muss jedoch unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass das jährliche Zeitfenster für die Arbeiten aufgrund insbesondere der Vogelschutzzeiten (Brutzeiten) auf die Zeit zwischen jeweils 1. September und 31. März beschränkt ist und wegen der winterlichen Verhältnisse am Feldberg meist nur bis Weihnachten gearbeitet werden konnte“, erläutert der Bauleiter weiter.
Die besonderen Herausforderungen
Bei den Arbeiten handelte es sich um klassische Felsberäumungs- und Felssicherungsarbeiten. Herausfordernd sei die sehr steile und hohe Felswand gewesen, die den Einsatz von verschiedensten Baugeräten mit sehr langen Auslegern erforderte. Abholzungen und das Aufstellen der vier Meter hohen Fangzäune in der Felswand hätten zwei Helikoptereinsätze sowie zwei Autokraneinsätze nötig gemacht. Verschiedene Bohrarbeiten an besonders unzugänglichen Stellen seien vom Fachpersonal mit Handbohrlafetten in der Steilwand ausgeführt worden, so Bollinger.
Radfahrer sorgten für Gefahren
Während die Autofahrer an den Ampeln standen, drängten sich immer wieder Fahrradfahrer hindurch, für die jedoch die Bundesstraße gesperrt war. Dies bestätigt auch Bollinger: „Tatsächlich entstanden durch bergwärts fahrende Radfahrer immer wieder Probleme in den einspurigen Baustellenbereichen.“ Sie hätten oft – insbesondere von Lastwagen – nicht überholt werden können, da Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden konnten. Auch habe es Situationen gegeben, bei denen Radfahrer im Baustellenbereich noch bergwärts fuhren, während bereits der talwärts fließende Verkehr freigegeben war.
„Weiter waren immer wieder Radfahrer für den Baubetrieb ein Problem, da sie direkt durch den Baustellenbereich gefahren sind und sich hierdurch immer wieder gefährliche Situationen mit Baugeräten ergeben haben“, erklärt Bollinger.
Es besteht Lebensgefahr
Und genau deshalb betont er auch für das kommende Wochenende: „Es ist kein Durchkommen für Fahrradfahrer in beide Fahrtrichtungen möglich. Für Fahrradfahrer und Fußgänger besteht zwischen den Großgeräten Lebensgefahr.“ Radfahrer müssen auf eine Fahrt über den Feldberg auf der B 317 verzichten.

