Ausstellung im Basler Kunstmuseum
: Eine Kunstsammlerin und Auto-Pionierin

Künstlerfreundin, Fotografin, Cabriolet-Fan und Bergsteigerin: Die neue Ausstellung im Kunstmuseum Basel widmet sich dem außergewöhnlichen Leben und der Sammlung von Gertrud Dübi-Müller – unter anderem mit Werken von Van Gogh und Hodler.
Von
sda
Basel
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Die Kunstsammlerin Gertrud Dübi-Müller in ihrem Automobil der Marke „Pic-Pic“ um 1911

Die Kunstsammlerin Gertrud Dübi-Müller in ihrem Automobil der Marke „Pic-Pic“ um 1911

Fotostiftung Schweiz, Winterthur
  • Kunstmuseum Basel zeigt eine Schau zu Gertrud Dübi-Müller – Sammlerin und Pionierin.
  • Zu sehen sind rund 80 Werke, darunter Van Gogh, Hodler, Cézanne, Klimt und Giacometti.
  • Dübi-Müller kaufte mit 20 Van Goghs Porträt des Wächters Charles-Elzéard Trabuc.
  • Fotos, Briefe und Postkarten dokumentieren Reisen, Künstlerfreundschaften und Cabriolet-Touren.
  • Ausstellung läuft vom 19. September 2026 bis 7. Februar 2027 im Kunstmuseum Basel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Solothurner Sammlerin selbst gehört buchstäblich zum Inventar des Museums. Großformatig zu sehen ist sie im Treppenhaus des Hauptbaus in einem blauen Kleid – sie stand einst für Ferdinand Hodlers „Blick ins Unendliche“ Modell.

„Sie ist schon lange Teil der Sammlung – nun war es an der Zeit, ihren Beitrag mit einer Ausstellung zu würdigen“, sagte Museumsdirektorin Elena Filipovic am Donnerstag vor den Medien.

Als 20-Jährige erwarb sie ein Bild von van Gogh

Es handelt sich um die erste umfassende Ausstellung zu Gertrud Dübi-Müller (1888 bis 1980). Zu sehen sind im Neubau rund achtzig Werke aus ihrer Sammlung wie auch Fotografien, bei denen sie selbst hinter der Kamera stand, etwa zu Besuch bei befreundeten Künstlern.

Dieser Freundeskreis lässt sich sehen: Hodler, der die Sammlerin in 17 Bildnissen verewigte, Giovanni Giacometti, Alice Bailly und Cuno Amiet gehörten dazu. Selbstredend machen diese Namen einen guten Teil der Ausstellung aus. Zu sehen sind auch Werke von Paul Cézanne, Gustav Klimt und Vincent van Gogh.

Dübi-Müller war gerade einmal 20 Jahre alt, als sie ein Gemälde von Letzterem erwarb: Van Goghs Porträt des Psychiatrie-Wächters Charles-Elzéard Trabuc.

Familie öffnete den schriftlichen Nachlass

Der große Niederländer ist auch als Einfluss im Werk ihrer Freunde erkennbar. Etwa dann, wenn zwei Porträts der Sammlerin an einer ochsenblutroten Wand gleich nebeneinander hängen – das eine von Giacometti, das andere von Amiet.

Um die Ausstellung zusammenzustellen, war viel Recherchearbeit nötig – schließlich sind die Werke aus der Sammlung weit verstreut, wie die Kuratorin Géraldine Meyer sagte. Ein Vorteil sei gewesen, dass die Familie den schriftlichen Nachlass zur Verfügung stellte. Postkarten, Briefe und Fotos ihrer Cabriolet-Fahrten über Bergpässe und hin zu Ateliers und Kunstmetropolen ziehen sich durch die Ausstellungsräume.

Somit dokumentieren die Exponate nicht nur den Werdegang der Sammlung und der gezeigten Künstler, sondern auch das Leben von Dübi-Müller. Im frühen 20. Jahrhundert trat sie als Pionierin in Bereichen auf, die für Frauen damals verschlossen waren. So war sie die erste Autofahrerin im Kanton Solothurn, und als Bergsteigerin erklomm sie Gipfel.

Die Ausstellung „Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet. Die Sammlerin und Pionierin Gertrud Müller-Dübi“ ist vom 19. September 2026 bis 7. Februar 2027 im Kunstmuseum Basel, St. Alban-Graben 16, zu sehen.