Ausbau der Bahnlinie
: Bürger informieren sich über Ersatzkonzept für Streckensperrung

Die Strecke wird zwischen Rheinfelden und Erzingen ab April 2026 komplett gesperrt. Die Bahn setzt Ersatzbusse ein.
Von
Rolf Reißmann
Rheinfelden
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Nur noch bis April kommenden Jahres sollen die Dieselloks der Baureihe 245 auf der Hochrheinbahn im Einsatz sein. Bei diesem Zug im November 2023 hatte irgend etwas nicht geklappt, denn die Lok war dem Steuerwagen vorangestellt, normalerweise schiebt sie in Richtung Waldshut.

Reißmann

Ulrich Höhler, Dezernent für Verkehr im Landratsamt, umriss die nach Abschluss der Arbeiten zu erwartendem Verbesserungen. Mehr Züge und eine zuverlässigere Betriebsführung als derzeit werde es geben. Außerdem findet die Hochrheinbahn damit in Basel und in Singen Anschluss ans die elektrifizierten Netze Deutschlands und der Schweiz. Es seien jedoch vorher Monate mit Erschwernissen und Belastungen zu erwarten.

Naturschutz und Ausgleich: Projektleiter Christian Lösch und der technische Leiter, Roland Heil, berichteten zum Beispiel über Ausgleichsmaßnahmen für den Bau im Naturschutz. So wurden entlang der 75 Kilometer langen Strecke zwischen Basel und Erzingen rund 300 Eidechsenhabitate angelegt – erkennbar als große Steinhaufen. Außerdem wurden in dichteren Abständen Sandlinsen neben der Strecke eingeschüttet, abgedeckt mit Totholz. In diese Areale sollen sich ebenfalls Eidechsen zurückziehen können – als Ausgleich für die Bodeninanspruchnahme beim Bau der Fundamente für die Oberleitungsmasten.

Die neue Signaltechnik: Bereits in den kommenden Wochen beginne der Ausbau der Signaltechnik. Dazu werden teilweise neue Kabel verlegt, mitunter Schalteinrichtungen dazu gebaut. Aber das sind sind für außenstehende Beobachter Davon bekommt der normale Fahrgast nur relativ wenig mit.

Bahnsteige werden vereinheitlicht: Baubeginn ist im September im Abschnitt Grenzach bis Rheinfelden. Die Bahnsteige werden auf auf 55 Zentimeter über Schienenoberkante erhöht und auf 155 Meter Gesamtlänge ausgebaut. In Rheinfelden-Warmbach, in Säckingen-Wallbach und in Waldshut-West werden neue Haltepunkte angelegt.

Profile werden angepasst: Ab April geht es an die anspruchsvolleren Arbeiten. Dazu gehört die Erweiterung der beiden Tunnel in Laufenburg und Waldshut-Tiengen. Damit durch beide Röhren elektrisch angetriebene Züge fahren können, ist das Profil zu erweitern, Im Rappensteintunnel muss teilweise die Tunnelsohle abgesenkt und auch über etliche Meter auch das Profil aufgeweitet werden. Etwas einfacher ist es im Aabergtunnel, dort muss nur das Gleis in die Tunnelmitte verschoben werden. Diese beiden Tunnel erhalten keine Oberleitung, sondern Stromschienen an der Tunneldecke.

Der Ersatzfahrplan: In der ersten Bauphase fahren die Züge weiterhin nach dem bisherigen Fahrplan. Dennoch kann es an Bahnsteigen zu Verschiebungen der Zughalte kommen. Zwischen Basel und Rheinfelden werden während der gesamten Bauarbeiten Züge fahren. Dies ist möglich, weil jeweils nur ein Gleis für den Pendelbetrieb benötigt wird. Ab April kommenden Jahrs wird die Strecke zwischen Rheinfelden und Erzingen gesperrt.

Drei Linien per Bus: Es sind drei Linien geplant. Die erste ersetzt die Regionalbahnen zwischen Rheinfelden und Waldshut/Lauchringen. Dann fahren zwei Ersatzbusse für den Regionalexpress. Einer fährt direkt bis Waldshut nur mit einem Halt in Bad Säckingen. In Waldshut kann dann nach Erzingen umgestiegen werden. Eine weitere Ersatzlinie fährt von Rheinfelden durch bis Erzingen, die unterwegs nur in in Bad Säckingen und Waldshut stoppt. DB Regio stimmt sich so ab, dass möglichst keine Bauarbeiten an der Bundesstraße erfolgen. Die Lage der Ersatzhaltestellen ist in Rheinfelden an der Zentralhaltestelle am Bahnhof, in Beuggen an der B 34 oberhalb des Haltepunktes und in Schwörstadt bei Rathaus/Feuerwehr.