Schule im Fokus
: Damit der Spracherwerb gelingt

Knapp ein Drittel von Baselbieter Kindern benötigt Deutschförderung. Es ist die zweite Sprachstanderhebung im Kanton.
Von
sda
Basel
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Bei den Sprachkenntnissen ist noch viel Luft nach oben.

Bei den Sprachkenntnissen ist noch viel Luft nach oben.

Bernd Weißbrod/dpa
  • In Baselland hat 32,2 Prozent der Kinder Förderbedarf in Deutsch.
  • Erhebung: 2477 Kinder wurden eineinhalb Jahre vor Kindergarteneintritt getestet.
  • Besonders betroffen sind mehrsprachige Kinder – Quote liegt bei 56,7 Prozent.
  • Jungen lagen mit 34,5 Prozent über Mädchen mit 29,5 Prozent.
  • 46,1 Prozent wachsen nur deutschsprachig auf, 15,6 Prozent nur mit Fremdsprache.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Im Kanton Baselland ist bei 32,2 Prozent der Kinder ein Förderbedarf in der deutschen Sprache festgestellt worden. Die Daten wurden im Januar von 2477 Kindern eineinhalb Jahre vor deren Kindergarteneintritt erhoben, wie die Sicherheitsdirektion (SID) jetzt mitteilte. Es ist die zweite Sprachstanderhebung im Kanton. Bei der ersten im vergangenen Jahr wurde bei 31,1 Prozent von 2663 Kindern Förderbedarf festgestellt, wie die SID damals mitgeteilt hatte. Dieses Jahr seien 337 Mädchen und 461 Jungen befragt worden, hieß es am Donnerstag. Insgesamt hätten 798 von ihnen die Förderkriterien erfüllt. Besonders stark zeige sich der Förderbedarf bei den 1335 mehrsprachigen Kindern, wo die Quote bei 56,7 Prozent liege. Laut der SID dürfen dabei positive Aspekte der Mehrsprachigkeit nicht übersehen werden. Sie bereichere die Entwicklung der Kinder und sie könnten von Anfang an sprachliche Vielfalt erleben.

Weiter schrieb die Direktion zur Vielfalt, dass 46,1 Prozent der Kinder nur deutschsprachig aufwuchsen. Demgegenüber würden 15,6 Prozent nur eine Fremdsprache sprechen, 34,5 Prozent Deutsch und eine Fremdsprache sowie 3,7 Prozent mehrere Fremdsprachen, aber kein Deutsch. Im vergangenen Schuljahr konnte der erste Jahrgang von altersintegrierter Sprachförderung profitieren, wie es weiter hieß. Parallel zur Sprachstanderhebung hätten sich Gemeinden und Betreuungspersonen mit dem Thema auseinandergesetzt und Maßnahmen umgesetzt. Der ebenfalls am Donnerstag publizierte Bericht zur Sprachstanderhebung gibt weitere Einblicke in die Ergebnisse. Laut diesem liege der Förderbedarf bei Jungen (34,5 Prozent) etwas höher als bei Mädchen (29,5 Prozent). Zudem sei der Bedarf auch bei 86 Kindern, die Deutsch als Erstsprache sprechen, festgestellt worden. Bei jenen mit Deutsch als Zweitsprache seien es hingegen 771
Kinder.