Zwei Tage Programm: Das 51. Straßenfest lockte Tausende Besucher nach Rust

Prost: Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare (Sechster von links) eröffnete das Straßenfest und schenkte Freibier aus.
Decoux- 51. Ruster Straßenfest zog am Wochenende Tausende auf den Festplatz am Allmendwald.
- Eröffnung: Bürgermeister Kai-Achim Klare brauchte 30 Schläge zum Fassanstich.
- Vereine boten Kulinarik und Programm, dazu Musik von „Schwarzwald-Quintett“ sowie „Tom und Rebecca“.
- Kinder fanden Karussells und Animation, Senioren trafen sich zum Nachmittag in der Fischerbude.
- Tombola des SV Rust: Hauptpreise waren ein Hyundai, ein E-Bike und ein Smart-Fernseher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim mittlerweile schon 51. Ruster Straßenfest bot sich ein längst gewohntes Bild: Über das Wochenende steuerten Tausende feierfreudige Gäste den Festplatz am Rande des Allmendwaldes an. Die Eröffnungsprozedur wiederholte sich zu früher Abendstunde nach gewohntem Ritual. Da marschierten vom Balthasar-Schlosses des nahen Europa-Parks aus der Musikverein samt Fanfarenzug und Fahnenschwingern unter der Führung des Bürgermeisters Kai-Achim Klare zum Fassanstich.
Den vollzog der Gemeindechef mit selbst eingestandener „gehöriger Portion Spannung“, da er in der Vergangenheit das ein oder andere Schaumbad verursacht hatte. Doch dieses Mal gelang es Klare, den Zapfhahn mit insgesamt 30 Schlägen ins Fass festzuklopfen. Er lachte darüber herzlich und verkündete gut gelaunt das 51. Ruster Straßenfest als eröffnet.

Die Musikkapelle Rust sorgte für Unterhaltung.
DecouxDies sorge, betonte er, stets mit besonderem Flair der bunten Festmeile stets für ausgelassene Stimmung und locke stets sehr viele auswärtige Besucher aus der gesamten Region zwischen der Südortenau und Emmendingen herbei. Damit hatte Klare ohne Übertreibung schon beschrieben, was dann wirklich eintrat: Ein bunter Trubel „als gelebte badische Festkultur“, wie Klare versprochen hatte. Dazu konnte er zahlreiche Bürgermeister oder deren Stellvertreter umliegender Gemeinden begrüßen – darunter insbesondere Daniel Fischer als Amtskollegen aus der elsässischen Partnergemeinde Marlenheim. Aber auch die beiden Ruster Ehrenbürger Günter Gorecky und Roland Mack waren vor Ort.
Als der Bürgermeister ein „ausgezeichnetes kulinarisches Angebot“ angekündigte, hatte er nicht zu viel versprochen: Unter der Regie der Ruster Vereinsgemeinschaft hatten sieben Vereine und Institutionen mit insgesamt mehr als 900 Bierbank-Plätzen für ein vielfältiges Angebot gesorgt. Da punktete etwa der Angelverein mit gebackenen Forellen oder Calamari zum Kartoffelsalat, aber auch Meerrettich-Rindfleisch, Gyros oder Flädlesuppe kamen gut an.

Unter den Besuchern – hier Gäste aus Marlenheim – herrschte offensichtlich gute Laune.
DecouxFür die Jüngeren gab’s als drehende Spaß-Attraktionen sogar gleich zwei Karussells am Festmeilen-Eingang, ansonsten fanden sie im Programm für Sonntags zu ihrer Freude auch eine von der Narrenzunft Hanfrözi organisierte Kinder-Animation samt diversen Bastelangeboten vor. Wer von den Erwachsenen besonders auf Musik scharf war, wurde damit je-weils abends von der Party-Musikband „Schwarzwald-Quintett“ sowie samstags und sonntags dem Musik-Duo „Tom und Rebecca“ entsprechend unterhalten. Sonntags sorgte überdies abermals der Verein „fit und aktiv“ auch mit seinem jüngsten Nachwuchs im Grundschulalter auf der Festbühne tänzerisch für sportliche Aktion.
Ältere Mitbürger nutzten abermals die Gelegenheit, sich hier zum traditionellen Seniorennachmittag in der Fischerbude zu treffen – mit vielen gerne genutzten Gesprächsmöglichkeiten. Schließlich gab der Freundeskreis des SV Rust am Sonntagabend noch die vielen Gewinnnummern seiner großen Los-Tombola bekannt, darunter als Hauptpreise für nur 2,50 Euro Einsatz sogar ein kleines fünftüriges Hyundai-Auto, ein Elektro-Bike und ein Smart-Fernseher.
Dank - aber auch Kritik
Besonders bedankte sich Bürgermeister Klare bei dem neuen Vorsitzenden-Trio der Vereinsgemeinschaft Andreas Schäfer, Fabian Berl und Armin Käßheimer als Organisatoren-Kern des Festes sowie der im Rathaus dafür speziell zuständigen Mitarbeiterin Annette Schmider – und natürlich ebenso den unverzichtbaren Hunderten Festhelfern der Vereine. Auch der unterstützende Europa-Park bekam seinen Dank ab. Den kritisierten allerdings manche der platzsuchenden Autofahrer etwas: Früher habe man deren kostenlose Parkplätze für Straßenfestbesucher per geöffneter Sondereinfahrt am Festgelände ansteuern können, jetzt müsse man die mit kompletter Umrundung des riesigen Parkplatz oder vom Ruster Süden her ansteuern. Doch solch zarte Kritik hatte die Festgäste nicht davon abgehalten, mehr oder weniger textsicher die putzige Dorfhymne gemeinsam zu singen: „Oh, welche Lust, zu leben hier in Rust!“