Zu viel Sonne, zu wenig Regen
: September verabschiedet sich mit neuem Temperaturrekord von der Ortenau

Mit 33,6 Grad am achten Tag wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Der September war der sechste Monat in Folge mit zu wenig Niederschlag.
Von
Stefan Ohnemus
Südliche Ortenau
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Der September bescherte der Ortenau - wie hier am 27. September bei Ettenheimmünster - reichlich Sonne.

Der September bescherte der Ortenau - wie hier am 27. September bei Ettenheimmünster - reichlich Sonne.

Ohnemus
  • September war in der Ortenau sehr warm und sonnig – Monatsmittel lag bei 19 Grad.
  • Neuer Rekord: Am 8. September wurden 33,6 Grad gemessen, sechs Hitzetage über 30 Grad.
  • 260,1 Sonnenstunden, 70 Stunden mehr als üblich; 17 Tage mit über zehn Sonnenstunden.
  • Sehr trocken: 16,3 Liter Niederschlag, nur an vier Tagen messbar, Regendefizit bei 343 Litern.
  • Nächte teils kühl mit Bodenfrost bis minus 1,4 Grad; Wind meist schwach bis mäßig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der erste Herbstmonat September zeigte sich in diesem Jahr von seiner sommerlichen Seite und bescherte den Menschen in Südbaden viel Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen wie sonst in einem Sommermonat. Das geht aus Aufzeichnungen der Wetterstation Ettenheimmünster hervor.

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 19 Grad war der September deutlich zu warm. Die Abweichung lag bei 3,7 Grad zum Normalwert. Es war der zweitwärmste September im Münstertal seit Beginn der Messungen vor 35 Jahren. Die Wetterstation verzeichnet 19 Sommertage mit über 25 Grad. An sechs Tagen wurde sogar die 30-Grad-Marke geknackt und es herrschte nochmals Badewetter in der Region. Am 8. September wurde mit einer Höchsttemperatur von 33,6 Grad ein neuer Temperaturrekord für den Monat September gemessen. Einige Nächte zeigten sich eher schon von ihrer frühherbstlichen Seite. Am kühlsten war es am Morgen des 26. September mit einer Lufttemperatur von 6,6 Grad und nur 2,6 Grad am Erdboden. Am Gewann Erlenried in Ettenheim traten sogar die ersten drei Bodenfröste des Herbstes auf mit bis zu minus 1,4 Grad.

Die Sonne machte auch im September viele Überstunden. Insgesamt schien das Zentralgestirn 260,1 Gesamtstunden herab ins Münstertal. Die Sonne lachte 70 Stunden länger vom blauen Himmel als üblich in einem September. Sonnentage mit mehr als zehn Stunden Sonnenschein gab es an 17 Tagen zu genießen. Der trübste Tag des Monats war der 9. September mit nur 1,5 Stunden Sonnenschein. Der bislang sonnigste September verzeichnete die Wetterstation im Jahr 2023 mit 270,3 Stunden. Der trübste September gab es dagegen im Jahr 1994 mit mageren 102 Gesamtstunden.

Nach den trockenen Sommermonaten setzte sich die extreme Dürre auch im September fort. Gerade mal 16,3 Gesamtliter (21 Prozent) Niederschlag fielen im ersten Herbstmonat vom Himmel. Der langjährige Durchschnittswert für einen September liegt bei 78 Liter. Im vergangenen Monat fiel nur an vier Tagen messbarer Niederschlag. Am 16. September betrug die höchste Tagesmenge 5,4 Liter auf den Quadratmeter. Es war der sechste Monat in Folge in diesem Jahr mit viel zu wenig Niederschlag. Bis zum 30. September lag das Jahresregendefizit bei gewaltigen 343 Litern.

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Nur ein Gewitter beobachtete die Wetterstation im September über dem Tal. Überwiegend schwach bis mäßig wehte der Wind über die Ortenau. Am 7. September frischte der Wind mal kurz auf und erreichte Spitzenböen von 37 Stundenkilometern in Ettenheimmünster und 62 Kilometern pro Stunde auf dem 770 Meter hohen Hünersedelturm. Auf den Höhen des Hünersedels war es der windärmste Monat seit 20 Jahren.