Wer folgt auf Rekordhalter Metz?
: Die wichtigsten Infos zur Bürgermeister-Stichwahl in Ettenheim

So weit es die Statistik hergibt, war keiner in Ettenheim länger Bürgermeister: Bruno Metz wird am Sonntag gegen 18.30 Uhr seinen Nachfolger bekanntgeben. Im Rennen sind Alexander Ruchti und Dominik Eble. Wir haben die wichtigsten Informationen zur Stichwahl zusammengetragen.
Von
Jonas Köhler
Ettenheim
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Alexander Ruchti (links) und Dominik Eble duellieren sich in der Stichwahl um den Chefsessel im Ettenheimer Rathaus.

Alexander Ruchti (links) und Dominik Eble duellieren sich in der Stichwahl um den Chefsessel im Ettenheimer Rathaus.

Decoux
  • Stichwahl in Ettenheim: Alexander Ruchti und Dominik Eble stehen zur Entscheidung.
  • Ruchti holte im ersten Wahlgang 47,7 Prozent, Eble 28,7 Prozent; Beteiligung 59,1 Prozent.
  • Wahlberechtigt sind 10.971 Personen ab 16 Jahren, über 2264 stimmten per Brief bereits ab.
  • Wählen ist mit Ausweis auch ohne Benachrichtigung möglich, Briefwahl bis 15 Uhr bei Krankheit.
  • Ergebnisverkündung auf dem Rathausplatz – Metz leitete zuletzt 32 Jahre die Stadt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Ettenheim wählt erneut und dieses Mal wird es eine Entscheidung geben, wer neuer Bürgermeister wird. Am Sonntag steht die Stichwahl an. Der neue Rathauschef wird ab dem neuen Jahr die Geschicke der Rohanstadt leiten.

Wie ist die Ausgangslage?

Alexander Ruchti gilt nach dem ersten Wahlgang als klarer Favorit. Der 46-jährige Stadtkämmerer hat am 4. Oktober 47,7 Prozent der Stimmen geholt. Dennoch nicht aufgegeben hat Herausforderer Dominik Eble. Der 43-jährige Diplom-Betriebswirt bei Mercedes-Benz erhielt vor drei Wochen 28,7 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag im ersten Wahlgang bei 59,1 Prozent.

Wie viele haben schon gewählt?

Wahlberechtigt sind für die Stichwahl 10.971 Ettenheimer ab dem Alter von 16 Jahren, wie Philipp Maurer vom städtischen Wahlteam mitteilt. Die Änderung gegenüber dem ersten Wahlgang, als es noch zehn Wahlberechtigte mehr waren, ergibt sich dadurch, dass das Wählerverzeichnis durch Zu- und Wegzüge sowie Sterbefälle laufend aktualisiert werde. Am Mittwochmorgen hatten, so Maurer, bereits 2264 Menschen ihre Stimme per Brief abgegeben. Das ist mehr als jeder Fünfte - und mehr als im ersten Wahlgang.

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Keiner war seit Beginn des 20. Jahrhunderts länger Bürgermeister von Ettenheim als Bruno Metz. Am Sonntag entscheidet sich, wer sein Nachfolger wird.

Köhler

Kann man noch wählen, wenn man die Wahlbenachrichtigung verloren hat?

Für alle anderen stehen am Sonntag ab 8 Uhr (Zeitumstellung beachten!) die bekannten Wahllokale offen. Wer seine Wahlbenachrichtigung vom ersten Wahlgang nicht mehr parat hat, kann im richtigen Wahllokal durch Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses wählen gehen. Wenn bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung der Wahlraum nicht oder nur unter nicht zumutbaren Schwierigkeiten aufgesucht werden kann, kann der Wahlschein sogar noch bis zum Wahltag um 15 Uhr beantragt werden, um per Brief abzustimmen.

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Wann wird das Ergebnis bekanntgegeben?

Auch beim zweiten Wahlgang werden laut Maurer wieder mehr als 170 Personen tätig sein, um in den Wahllokalen die Stimmen entgegenzunehmen, beziehungsweise um sie nach Schließung der Lokale um 18 Uhr auszuzählen. Das Ergebnis der Stichwahl wird wie schon beim ersten Wahlgang auf dem Rathausplatz bekanntgegeben. „Bei der Uhrzeit werden wir wahrscheinlich wieder im Rahmen des ersten Wahlganges liegen, wobei wir hierfür wieder keine Gewähr bieten können“, so Maurer. Am 4. Oktober legten die Ettenheimer Wahlhelfer bei der Auszählung ein flottes Tempo an den Start. Schon um 18.36 Uhr verkündete Amtsinhaber Bruno Metz, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, das Resultat.

Gibt es eine Bürgermeistertanne?

In der Region ist es Tradition, dass dem gewählten Bürgermeister eine Tanne gestellt wird. So ist es auch in Ettenheim vorgesehen: Der Baum wird auf dem Rathausplatz in die Höhe gestemmt werden, verantwortlich ist die Feuerwehr.

Die Ettenheimer Bürgermeister

Wer am Sonntagabend mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält, wird der siebte Ettenheimer Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg. Erster Nachkriegsbürgermeister war Edmund Ruf. Zur Erinnerung an seine Verdienste, zu denen der Bau des Krankenhauses, die Regulierung des Ettenbachs oder der Baubeginn der Kolpingsiedlung gehören, hat man in der Rohanstadt eine Straße nach dem gebürtigen Ettenheimer benannt. Rufs Amtszeit dauerte von 1946 bis 1955. Sein Nachfolger war Edgar Coenen (1956 bis 1964). Er wurde schon nach einer Amtsperiode von Herbert König (1964 bis 1978) durch das Votum der Bürger abgelöst. Die Herbert-König-Sporthalle erinnert an Königs verdienstvolles Wirken, in dessen Zeit auch die Ansiedlung der (Heim)Schule St. Landolin fiel. Die Umsetzung der vom Land verordneten Gemeindereform  zählt zu den nachhaltigsten Verdiensten Königs, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt vorzeitig aufgeben musste.

Jeweils nach nur einer Amtszeit entschieden sich die Ettenheimer für die Abwahl ihres Rathauschefs. Zunächst widerfuhr dies Dieter Stellbrink (1978 bis 1986), dann seinem Nachfolger Ruthard Hirschner (1986 bis 1994), der dann eben von Bruno Metz abgelöst wurde. Metz hat mit seinen 32 Amtsjahren einen Rekord in der bisherigen Bürgermeister-Historie der Rohanstadt aufgestellt, an den keiner seiner 13 Vorgänger in diesem Jahrhundert auch nur annähernd herankam.

Vor den genannten waren dies Josef Broßmer (1889-1904), Adolf Machleid (1904-1913), Otto Marko (1913-1932), Karl Vögele (1932-1938), Eduard Seitz (1938-1945). Jeweils lediglich ein paar Monate in den Nachkriegswirren dauerten die Amtszeiten Fridolin Störk, Emil Adler (beide 1945) und Christian Steinmeyer (1945/46).