Wenig Hoffnung für RG Lahr: So geht es beim RSV Schuttertal nach dem Abstieg weiter

Luca Munz (in Rot, hier im Duell mit Karoly Kiss von der KG Dewangen-Fachsenfeld) und der RSV Schuttertal müssen in der kommenden Saison in der Oberliga antreten. Dort will das Team oben mitmischen.
RSV SchuttertalBeim Blick auf die Tabelle zeigt sich, dass der RSV Schuttertal sich in dieser Ringer-Saison in der Regionalliga schon früh mit dem Abstieg abfinden musste. Vor dem letzten Kampftag gegen den ASV 1885 Freiburg am kommenden Samstag hat die Tal-Riege nur sechs Wertungspunkte auf der Habenseite. Die RG Lahr ist als Drittletzte des Rankings mit 14 Wertungen bereits weit weg – und auch die Lahrer können sich ihrem Klassenerhalt nicht sicher sein (wir berichteten). Die Fakten waren also in dieser Runde schnell geschaffen und es geht in die Oberliga.
„Durch Verletzungen und Absagen haben wir gewusst, dass es mit dem Klassenerhalt in der Regionalliga schwierig werden würde. Vor der Saison haben wir uns den Ligaerhalt als Ziel gesetzt, aber die Voraussetzungen wurden dann komplizierter. Es kamen zudem auch starke Aufsteiger nach“, beschreibt RSV-Trainer Jan Riedl im Gespräch mit unserer Redaktion. Im mentalen Tief sei das Team aber keineswegs. „Die Stimmung ist trotz des Abstiegs gut“, betont der Coach.
Nachdem der Gang in die Oberliga feststand, wurde im Schuttertal ein Mannschaftsabend angesetzt, um zu klären, mit welchem Kader der RSV in die kommende Runde gehen kann. „Keiner unser Kämpfer hat bei der Frage nach seinem Verbleib nein gesagt. Natürlich könnten unsere Leistungsträger noch von anderen Teams umworben werden und sich dann entscheiden, woanders zu ringen. Das ist völlig normal. Aber aktuell sieht es so aus, als könnten wir auf dasselbe Team wie jetzt auch eine Klasse tiefer setzen“, freut sich Riedl.
Derby bleibt den Schuttertälern wohl erhalten
Für den gesamten Verein wird sich mit dem Abstieg von den Rahmenbedingungen her wohl wenig ändern. „Ich bin mehr Trainer als Funktionär, weiß aber, dass ein Sprung in die Bundesliga finanziell ein riesengroßer Schritt ist. Der ist vergleichbar mit dem Gang aus der Regionalliga in die Fußball-Bundesliga. Die finanziellen Einbußen beim Abstieg in die Oberliga müssten sich aber im Gegensatz dazu in Grenzen halten“, so der RSV-Trainer.
Die Schuttertäler haben trotz des Abstiegs auch etwas, worauf sie sich freuen können: Das Derby gegen die RG Lahr. „Den Nachbarn in der selben Liga zu haben, ist für Fans wie auch Sponsoren attraktiv. Auf die Vergleiche freuen wir uns“, sagt Riedl.
Die Lahrer haben zwar noch eine Resthoffnung, die Klasse zu halten und setzen dabei darauf, dass an den Gerüchten, Oberligisten würden auf den Aufstieg verzichten, etwas dran ist. Riedl sieht für den Nachbarn da allerdings wenig Chancen. „Oberligisten haben eine Aufstiegspflicht und wenn sie der nicht nachkommen, müssen sie mehr als eine Klasse weiter runter zwangsabsteigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Verein sich zu dem Schritt entschließt“, erklärt der RSV-Coach.
Schon im Januar geht es wieder auf die Matte
Wenn die SG Weilimdorf als Primus der Regionalliga aufsteigt, hätte die RG Lahr ebenfalls Glück gehabt und bliebe drin. „Da der Sprung zum Bundesliga-Ringen allerdings so groß ist, wäre das für Weilimdorf ein gewaltiger Akt“, ist Riedl skeptisch.
Eine lange Winterpause gibt es für die Schuttertäler Ringer nach Abschluss der Saison nicht. Auch wenn die Oberliga erst wieder im September losgeht, gibt es andere Turniere, wo die RSV-Staffel gefordert ist. „Im Januar geht es dann schon weiter“, so Riedl.
Sofort in die erste Liga
Für die SG Weilimdorf, die bei einem Aufstieg der RG Lahr den Platz in der Regionalliga sichern würde, ist die Entscheidung, die Klasse zu wechseln, von großer Tragweite. Aufgrund der Zusammenlegung der Bundesligen wären die SG-Ringer in der kommenden Saison direkt im Oberhaus ihres Sports gelistet.
