Wärmeversorgung im Fokus
: Netzerweiterung in der Lahrer Innenstadt ist abgeschlossen

Ein weiterer Schritt zur Klimaneutralität: Die Erweiterung des Fernwärmenetzes ist beendet. Entstanden ist ein rund 785 Meter langer Abschnitt mit dem Potenzial von zwei Megawatt Leistung.
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red/pl
Lahr
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Ein Blick in die Straße: Die dicken mit Schutzstoff ummantelten Rohre tragen die Fernwärmeleitung in sich. Daneben liegen Wasser, Gas und Strom.

Ein Blick in die Straße während der Arbeiten im März: Die dicken mit Schutzstoff ummantelten Rohre tragen die Fernwärmeleitung in sich. Daneben liegen Wasser, Gas und Strom.

Jonas Köhler (Archivfoto)
  • Lahr schließt die Erweiterung des Fernwärmenetzes ab – 785 Meter mit bis zu 2 Megawatt.
  • Bis zu 500 Haushalte am neuen Abschnitt, insgesamt nun Versorgung für bis zu 4.250 Haushalte.
  • Stadt schloss eigene Gebäude an und investierte rund 623.000 Euro, OB Ibert spricht von Meilenstein.
  • Netzlänge wächst auf 14,5 Kilometer, Wärme aus Biomethan und Erdgas – Ziel: nahezu grün in den nächsten Jahren.
  • Verkehrsregeln kehren zurück: Gebührenfreiheit endet, Bewohnerzonen 1 und 2 gelten wieder, Start am Montag, 19. Oktober.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Abschnitt kann laut einer Pressemitteilung der Lahrer Stadtverwaltung bis zu 500 Haushalte mit Fernwärme versorgen. „Die Erweiterung des Fernwärmenetzes ist ein Meilenstein für die Energie- und Wärmewende in unserer Stadt“, wird Oberbürgermeister Markus Ibert zitiert. „Mit dem Anschluss eigener Gebäude hat die Stadtverwaltung als Ankerkunde dazu beigetragen, dass der Netzausbau realisiert werden konnte. Mein herzlicher Dank gilt der Badenova Wärmeplus – für ihr Engagement in Lahr ebenso wie für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die wir in weiteren gemeinsamen Projekten fortsetzen werden.“

Für den Anschluss des Rathauses 1, der Städtischen Musikschule, der Eichrodtschule und der Eichrodtturnhalle hat die Stadt insgesamt rund 623.000 Euro investiert.

Badenova Wärmeplus, Tochterunternehmen des Energieversorgers Badenova, hat das Fernwärmenetz in Lahr mit dieser Maßnahme auf eine Gesamtlänge von 14,5 Kilometer erweitert, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Damit können jetzt insgesamt bis zu 4.250 Haushalte zuverlässig mit Fernwärme versorgt werden. Das Netz ermöglicht eine hohe Effizienz in der Wärmeversorgung, die derzeit aus Biomethan und ergänzend aus Erdgas erfolgt. Ziel ist, in den kommenden Jahren nahezu vollständig auf grüne Energie umzustellen.

Letzte Maßnahmen in der Schillerstraße

Die Wärme stammt aus der Energiezentrale im Mauerweg 7 mit einer thermischen Leistung von 18 Megawatt. Hauptsächlich erzeugen moderne Blockheizkraftwerke dort Strom und Wärme in effizienter Kombination. Zusätzlich hat Badenova Wärmeplus 2025 das Pufferspeichervolumen von 200 auf 620 Kubikmeter erhöht, um die Wärmeversorgung weiter ausbauen zu können. Dadurch erhöht das Unternehmen sowohl die Leistung als auch die Speicherkapazität und versorgt künftig noch mehr Haushalte zuverlässig mit Energie, so die Stadt in ihrer Pressemitteilung.

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Der Fernwärmeausbau unterstützt demnach das übergreifende Ziel der Stadt Lahr gemäß dem Beschluss des Gemeinderats vom Dezember 2021: Klimaneutralität der Verwaltung bis zum Jahr 2035, der Gesamtstadt bis 2040. Der Anschluss aller städtischen Gebäude an das Fernwärmenetz und ihre Wärmeversorgung mit regenerativen Energien ab 2035 würden in der Verwaltung etwa 80 Prozent des bisherigen Ausstoßes an Kohlendioxid einsparen.

Der nun realisierte Ausbau des Wärmenetzes bis zum Rathausplatz eröffnet perspektivisch die Chance, das zentrale Wärmenetz über die Marktstraße bis zum Urteilsplatz und dann über die Kaiserstraße bis zum Hirschplatz fortzuführen. Auf lange Sicht wäre damit ein Ringschluss im Lahrer Wärmenetz möglich.

Auch das temporäre Verkehrskonzept läuft aus

Als letzte Maßnahme erfolgen derzeit für eine Woche Arbeiten an einem Fernwärmeschacht in der Schillerstraße. In dieser Zeit wird die Fahrbahn in der Schillerstraße zwischen Kreuzung Kreuzstraße und Kreuzung Lotzbeckstraße teilgesperrt und ist für den Straßenverkehr nur eingeschränkt nutzbar. Der Gehweg wird auf der Seite der Schillerstraße 22 vollgesperrt.

Mit der planmäßigen Beendigung der Baumaßnahmen läuft auch das temporäre Verkehrskonzept aus. Konkret bedeutet das für Verkehrsteilnehmer und Anwohner, dass auf dem äußeren Innenstadtring – Goethe-, Turm-, Gärtnerstraße sowie entlang der Bundesstraße 415 – die temporäre Gebührenfreiheit aufgehoben wird und wieder die regulären Parkgebühren beziehungsweise Parkscheinzeiten gelten. Gleichzeitig treten die aufgehobenen Bewohnerparkzonen 1 und 2 wieder in Kraft, sodass das Parken mit Bewohnerparkausweisen wieder an die jeweiligen Zonen gebunden ist, teilt die Stadt mit.

Außerdem entfallen demnach die zusätzlichen Kurzzeitparkplätze an der Lotzbeckstraße beim ehemaligen Post-Areal. Die Stellplätze auf dem Rathausplatz weichen zum Beginn der Aufbauarbeiten zur Chrysanthema. Der AfD-Antrag zur dauerhaften Einrichtung kostenloser Kurzzeitparkplätze auf dem Rathausplatz wird derzeit in den Ausschüssen vorberaten und am Montag, 19. Oktober, öffentlich im Gemeinderat behandelt.

Start der Regelungen

Umsetzungszeitpunkt für alle Regelungen ist der Montag, 19. Oktober. Zeitgleich beginnen die Aufbauarbeiten für die Chrysanthema. Der Kommunale Ordnungsdienst weist schon in der Vorwoche mit Karten auf die Rückführung zur ursprünglichen Regelung hin.