Von Sherlock Holmes bis Pippi Langstrumpf: Das sind die Highlights der neuen Lahrer Spielzeit

Sie stellen die Spielzeit 2026/2027 vor (von links): Tobias Meinen, Guido Schöneboom, Yvonne Bernd und Valerie Silberer
Baublies- Lahr stellt die Spielzeit 2026/2027 vor – Start im September, Ende zu den Sommerferien.
- Programm deckt Theater, Konzerte, Kabarett und Ausstellungen ab, trotz Haushaltssperre.
- Parktheater bringt u. a. „Club der toten Dichter“, „Viel Lärm um nichts“, Sherlock-Holmes-Fall.
- Familienangebote: „Pippi Langstrumpf“, Räuber Hotzenplotz, Stücke ab drei Jahren im Schlachthof.
- „Kunst findet Stadt“ nutzt Mai bis September 2027 Leerstände als offene Galerie für lokale Kunst.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Programm für die kommenden zwölf Monate stellten Valerie Silber (Leiterin der Abteilung Kultur) und Yvonne Bernd (Kulturamt), Bürgermeister Guido Schöneboom (zu dessen Dezernat der Bereich Kultur gehört) sowie Tobias Meinen (Leiter des Amtes für außerschulische Bildung) am Donnerstag im Alten Rathaus vor. Die neue Spielzeit beginnt im September und dauert bis zu den Sommerferien kommenden Jahres.
Schöneboom sprach zuerst von „vielen, abwechslungsreichen Veranstaltungen“. Er freute sich im Namen aller Mitarbeiter, die mitgewirkt haben, dass es diese Spielzeit ohne Abstriche – gerade angesichts der jüngst verhängten Haushaltssperre – gibt.
Der Dezernent bezeichnete das neue Programm folgerichtig als „ein Signal für das Lahrer Publikum wie für das Umland“. Er bedankte sich auch beim Lahrer Gemeinderat, dass dieses Programm so verwirklicht werden kann.
Schöneboom war bei dem Termin im Alten Rathaus, Sitz des Kulturbüros, wichtig, dass „sich das Angebot in der Stadt sehen lassen kann“. Neben Konzerten oder Theatervorstellungen im Parktheater würde die Spielzeit ein Kinder- und Jugendprogramm – je nachdem auch an anderen Orten – anbieten und damit auch die Eltern oder Großeltern ansprechen.
Aus Leerständen soll Raum für Ausstellungen werden
Wie gut und fantasievoll das neue Programm angesichts knapper Kassen ist, lässt sich gut an einem Beispiel erklären. Zwischen Mai und September 2027 ist die Ausstellung „Kunst findet Stadt“ geplant. Das Wortspiel (kein Tippfehler) wird Leerstände in der City als Raum für Ausstellungen als „eine offene Galerie“ (laut Programmheft) nutzen. Lokale Künstler und Schüler von Gymnasien bis Förderschulen bekommen somit in der Stadt Raum für ihre Kunst.
Silberer stellte das Programm zusammen mit Meinen vor. Im Parktheater gibt es eine bunte Mischung an Stücken: eine moderne Dramatisierung des Films „Club der toten Dichter“ (Dezember), William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ (Januar) oder „Ich bin Astrid aus Smâland“ (April), ein Monolog nach den Tagebüchern von Astrid Lindgren. Ebenfalls im Parktheater in der Reihe Boulevard löst Sherlock Holmes auf der Bühne den „Fall Moriarty“ (April). In der Reihe Symphoniekonzerte tritt im Februar das Stuttgarter Kammerorchester mit dem Akkordeonisten Martynas Levickis auf.
Verantwortliche wollen auch Jüngere ansprechen
Die „Nacht der Gitarren“ (Oktober) feiert in diesem Jahr den zehnten Geburtstag im Parktheater. Das moldawische Nationalballett tritt nach dem Erfolg in der vergangenen Spielzeit mit dem Ballett „Dornröschen“ (Dezember) erneut im Parktheater auf. Zu der Reihe gehört auch das Figurentheater „Ein Sommernachtstraum“ nach Shakespeare (März) im Schlachthof, das ein Teil der Puppenparade ist.
Mit „Schneeflöckchen“ (Dezember) oder „Honigherz“ (Februar), die beide im Schlachthof aufgeführt werden, sollen Kinder ab drei Jahren angesprochen werden. Das „kunterbunte Stück“ namens „Pippi Langstrumpf“ (Januar) und der Räuber Hotzenplotz (April) sind für die gesamte Familie gedacht. „Der zerbrochene Krug“ nach Heinrich von Kleist richtet sich unter anderem an Oberschüler. Der Stoff ist Thema im Abitur des kommenden Jahres.
Drei Jazzkonzerte in der Jamm-Bar
Wie gut die Kooperation mit anderen Kulturschaffenden in der Stadt funktioniert, zeigt die Reihe „Einspruch Kabarett“. Hier treten Künstler entweder in der Jamm-Bar oder im Stiftsschaffneikeller, der Spielstätte des Kulturkreises, auf. Ein Klassiker der Reihe Kabarett, die „Schlachtplatte“ (Januar), steigt im Parktheater. Im Februar bringt Eva Karl Faltermeier im Parktheater ihren Blick auf den Alltag nach Lahr. Das Spielzeit-Experiment bestreitet der Comedian Luksan Wunder (April). Alle Verantwortlichen hoffen, dass sie gerade damit auch jüngere Zuschauer ansprechen. Im Juli tritt dann Rüdiger Baldauf’s Trumpetnight mit dem Sänger Laith Al-Deen („Bilder von Dir“) als Special Guest im Stadtpark auf.
In der Jamm-Bar wird es zusätzlich drei Jazzkonzerte geben. In der städtischen Galerie im Alten Rathaus sind außerdem drei Ausstellungen geplant. Da die Kunstvisite, der Tag des offenen Ateliers in Lahr und Umgebung (14. und 15. November), in dieser Spielzeit den 25. Geburtstag feiern wird, wird es einen Jubiläumsabend am 13. November in der Jamm-Bar geben.
Vorverkauf gestartet
Der Vorverkauf für die Spielzeit 2026/2027 ist am Freitag, 17. Juli, im Kulturbüro im Alten Rathaus. Für die sogenannten Wahlabonnements gibt es eine Frühbucherfrist vom 1. bis 12. September. Der freie Verkauf der Einzelkarten der Abo-Reihen beginnt am 15. September. Informationen und Online-Tickets gibt es unter www.lahr-kultur.de. Einen wichtigen Hinweis gaben die Verantwortlichen bei der Vorstellung der neuen Spielzeit: Es ist möglich, dass etliche Veranstaltungen rasch ausverkauft sind. Laut Yvonne Berndt habe es in der vergangenen Spielzeit mehrere ausverkaufte Vorstellungen im Parktheater gegeben. Viele andere Events waren derweil immerhin zu etwa 70 Prozent besucht, wie Berndt berichtete.

