Verband gibt Entwarnung: Wasserversorgung in der südlichen Ortenau ist gesichert - trotz Rekord-Hitze

Die Wasserversorgung in der südlichen Ortenau war laut Versorgungsverband zu keiner Zeit gefährdet. (Symbolfoto)
stock.adobe- Wasserversorgung in der südlichen Ortenau gilt als gesichert, trotz Hitze- und Trockensommer.
- Verband meldet stabile Grundwasserstände in fünf Tiefbrunnen in Rust und Kappel.
- Laufende Überwachung zeigt hohe Resilienz dank mächtigem Grundwasserkörper und Wiesenwässerung.
- Saisonale Schwankungen lagen zuletzt bei rund einem Meter – keine Fördereinschränkungen.
- Im November ist die nächste Wässerung in den „Elzwiesen“ geplant, erhoffter Anstieg der Pegel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Hitze- und Trockensommer 2026 hat viele öffentliche und private Wasserversorgungen an ihr Limit gebracht. Fragen nach der Versorgungssicherheit wurden deutschlandweit und auch in der Region laut – nicht so beim Wasserversorgungsverband Südliche Ortenau, wo zu keiner Zeit Knappheit für Bevölkerung und Betriebe herrschte, heißt es in einer Mitteilung.
Der Verbandsvorsitzende und Ringsheims Bürgermeister Pascal Weber beschreibt die Situation: „Mit unseren fünf Tiefbrunnen im größten Grundwasserspeicher Mitteleuropas, der Rheinebene, waren und sind wir zu jeder Zeit bestens aufgestellt. Sowohl an den drei Brunnen in Rust, als auch an den beiden in Kappel hatten wir auch in diesem Extremsommer gute Grundwasserstände und keinerlei Fördereinschränkungen. Unsere Wassermeister konnten keinerlei Knappheiten registrieren.“
Alle Förderpunkte werden überwacht
Der Wasserversorgungsverband führt an allen Förderpunkten eine laufende intensive Eigenüberwachung der Tiefbrunnen durch, unterstützt von der Hydros Consult GmbH, einem auf Wasserversorgung spezialisiertem Büro aus Freiburg. Im Vergleich zu den Vorjahren 2023/24 und 2024/25 kann so belegt werden, dass aufgrund der besonderen hydrogeologischen Standortbedingungen ein erhebliches, auch längerfristiges Puffervermögen und daraus eine hohe Resilienz gegenüber klimatischen Stressphasen herrscht, heißt es weiter.
Im Bereich des Wasserversorgungsverbands besteht im Untergrund ein bis zu 50 Meter mächtiger, genutzter Grundwasserkörper. Darüber hinaus hilft die mindestens zweimal im Jahr stattfindende große Wiesenwässerung im Bereich „Elzwiesen“, wo mehrere Millionen Kubikmeter Wasser versickern, natürlich gefiltert werden und dem Grundwasserspiegel sowie der Wasserversorgung zurückgespült werden. Stephen Schrempp, Geschäftsführer der Hydoss Consult GmbH zur örtlichen Situation: „Die saisonalen Gesamtschwankungen der Grundwasserstände lagen in den vergangenen drei Jahren bei maximal rund einem Meter, was gemessen an der Mächtigkeit des genutzten Grundwasserkörpers lediglich etwa zwei Prozent entspricht. Aufgrund der Gunstlage an diesem Gewinnungsstandort besteht damit für die Trinkwasserversorgung kein Anlass zur Sorge.“
Im November steht die nächste Wässerung an
Die Betrachtung der beiden vergangenen hydrologischen Jahre (jeweils November bis Oktober) zeigt einen vergleichbaren Rückgang vom Winterhoch- zum Sommertiefstand von jeweils rund 0,6 Meter, heißt es weiter. Die Grundwasserstände des laufenden Jahres liegen dabei bereits vom Ausgangsniveau an durchgehend rund 15 Zentimeter unter denen des Vorjahres. Dennoch liegt der diesjährige Sommertiefstand noch zehn bis 15 Zentimeter über dem im November 2023 gemessenen niedrigsten Grundwasserstand der vergangenen drei Jahre. Auch ein „Trockenfallen der Brunnenfilter” sei nicht zu befürchten, denn selbst im November 2023 betrug die Wassersäule über der Filterstrecke der Brunnen noch zwischen drei und 7,4 Meter. Also mehr als ausreichend Sicherheit, so die Mitteilung.
Der Wasserversorgungsverband hofft trotz der stabilen Situation vor Ort auf einen nassen Herbst und Winter, damit sich die Grundwasserpegel im gesamten Land – gerade dort, wo es knapp war – erholen. Die nächste Wässerung in den „Elzwiesen“ steht in diesem November an. Diese wird die Grundwasserspiegel in Rust und Kappel wieder deutlich ansteigen lassen, heißt es abschließend.