Unter dem „Sternenhimmel“: Männergesangsverein „Harmonie“ glänzte in Ichenheimer Kirche

Der Männgergesangverein „Harmonie“ glänzte mit seinem sängerischen Können in der Ichenehimer Kirche „unter dem Sternenhimmel“.
Nußbaum-JacobZahlreiche Besucher waren von dem Programm des Männergesangverein „Harmonie“ Ichenheim begeistert. Das Weihnachtsliedersingen des 1868 gegründeten Ichenheimer Männergesangvereins hat eine lange Tradition. Für viele Ichenheimer und auch für Musikfreunde aus der Umgebung gehört der Besuch dieser Veranstaltung am 25. Dezember zu den Weihnachtsfeiertagen wie der Christbaum und die „Zuckerbrödle“. Auch in diesem Jahr wurden die zahlreichen Zuhörer, die die große St. Nikolauskirche füllten, nicht enttäuscht, sondern waren begeistert, wie der Applaus nach Jedem Liedbeitrag zeigte.
Seit einigen Jahren ist das Weihnachtsliedersingen in die Veranstaltungsreihe „Musik an der Krippe“ integriert und ist dabei stets der Auftakt der vier Konzerte. Winfried Wendle begrüßte namens der katholischen Pfarrgemeinde die Besucher und den Chor und wies auch auf die demnächst folgenden Veranstaltungen hin und darauf, dass die große, besondere Weihnachtskrippe noch bis zum 30. Januar in der katholischen Kirche zu sehen sein wird.
Steffi Wendle trug eine selbst verfasste Geschichte vor
Jürgen Reichenbach, einer der vier Vorstände des MGV „Harmonie“, begrüßte ebenfalls die zahlreichen Besucher. Er bat die Konzertbesucher um eine Spende für ein siebenjähriges Mädchen aus Ichenheim, das unter einem seltenen Gendefekt mit Entwicklungsverzögerungen leidet. Die Spende soll für medizinische, therapeutische Geräte verwendet werden.
Dirigentin Sylvia Ruf hatte ein ansprechendes Programm aus neun Weihnachtsliedern zusammengestellt und leitete den Chor routiniert und umsichtig an. Die 40 Sänger des Chores zeigten sich konzentriert, gut vorbereitet und bekamen für jedes Lied – ob „Frieden auf Erden‘“ oder „Der Heiland ist geboren“ – viel Beifall.
Schon beim dritten Lied „Advent ist ein Leuchten“ zeigten die Tenöre Klaus Link und Jürgen Reichenbach auch ihre Qualitäten als Solisten, in dem sie gekonnt jeweils eine Strophe vortrugen.
Nach fünf Liedern bekamen die Sänger eine Pause und Steffi Wendle trug die selbst verfasste Geschichte über „Die große Kerze des Weltfriedens“ vor. Für diese anrührende Geschichte über die kleine Kerze der Hoffnung, die die größeren Kerzen, die gar nicht brennen wollen, um nicht zu schmelzen, überzeugen kann, doch ein Licht zu entzünden, gab es ebenfalls viel Applaus.
In der zweiten Hälfte des musikalischen Programms trat erneut Klaus Link beim „Abendglöcklein“ als Solist auf und bekam für seinen routinierten Vortrag viel Beifall. Nicht fehlen durfte beim Weihnachtsliedersingen das bekannte Lied „Küß mich, halt mich, lieb mich“ aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.
Chor und Gäste singen abschließend gemeinsam „O du fröhliche“
Sehr beliebt bei den Zuhörern war auch der Titel „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit (Christrose)“, bei dem die Dirigentin Ruf als Solistin glänzte. Mit rhythmischem Klatschen forderten die Zuhörer eine Zugabe, die mit dem „Halleluja“ von Leonhard Cohen gerne gegeben wurde.
Zuvor dankte Reichenbach im Namen des Chors der katholischen Pfarrgemeinde und besonders Wendle, der für ein beeindruckendes Hintergrundbild mit dem Sternenhimmel gesorgt hatte. Mit dem gemeinsam von Männergesangverein und Zuhörern gesungenen „O du fröhliche“ klang das Weihnachtsliedersingen aus.
Weitere Konzerte
Weitere Konzerte im Rahmen der Reihe „Musik an der Kripee“ sind am Sonntag, 4. Januar, ab 16 Uhr und am Sonntag, 11. Januar, ab 17 Uhr geplant. Am 4. Januar wird das Blechbläserquartett „Brass’ers“ zu hören sein, am 11. Januar stehen „Lieder, die von Herzen kommen“ von Antje Tomaschke-Weschle, Hans-Peter Weschle, Katja Tscherter, Hannah-Luna Fischer, Karin Fischer und Udo Grieshaber auf dem Programm. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.