Trotz Regen gut besucht: Die Premiere von „Traumatica“ im Europa-Park sorgte für Angst und Schrecken
Strömender Regen, grauer Himmel – das Wetter meinte es nicht gut mit der Premiere von „Traumatica“ im Europa-Park. Dennoch standen viele Menschen vor dem Eingang an, um das Event nicht zu verpassen. Die Tore gingen auf – und schon war man gefangen in einer Welt voller Gefahren und Grusel: Horrorclowns, düstere Zauberer und weitere verrückte Gestalten empfingen die Besucher mit Freuden und beeindruckten mit ihrem Schauspiel und dem aufgetragenen Make-up. Die Geräuschkulisse nahm vor allem dann zu, wenn der Kettensägenmann seine unschuldigen, kreischenden Opfer verfolgte. Da hieß es, sich schnell in Sicherheit zu bringen. Doch die gab es an dem Abend so gut wie nie: Beim Betreten der Horrorhäuser wurde es eher noch schlimmer, von denen es sieben Stück mit verschiedenen Themen gibt.
Lichteffekte und Nebel erschweren das Sehen in den Horrorhäusern
Im „Tarot House“ lauert etwa Madam Monroe mit ihren Dämonen, die sie durch Menschenopfer beschworen hat. Zu Beginn erwartete die Besucher ein Spiegelkabinett, das die Orientierung ungemein erschwerte. Durch Nebel und Lichteffekte sah man sehr wenig, so dass die Darsteller leichtes Spiel haben. Wenn auf einmal ein Mensch aus dem Nichts auftaucht, ist das Erschrecken vorprogrammiert. Phasenweise musste man sogar in die Hocke gehen, um weiterzukommen – voller Einsatz war beim „Tarot House“ notwendig, damit man lebendig entkam.

Die Eis-Show bestand aus vielen einzelnen Auftritten.
Foto: StahlDas „Fun-House“ wies eine ähnliche Intensität auf und charakterisierte sich durch verrückte Clowns. Interaktive Elemente wie bewegbare Bodenplatten machten das Weiterkommen schwer. Die sich schnell ändernden Lichteffekte in diesem Haus wurden sehr stark eingesetzt und verursachten für kurze Zeit Kopfschmerzen. Das Höhepunkt stellte das Ende dar, bei dem acht verschiedene Ausgänge die Besucher erfolgreich in die Irre führten.
Eine Attraktion, die sich von den anderen unterschied, war „The Hill“. Das Haus liegt auf einem höher gelegenen Hügel und der Weg dorthin war deutlich weiter als etwa im „Tarot House“. Auffällig war die sehr lange Warteschlange, die sich davor bildete. Ein Besucher sagte auf Nachfrage, dass man vierzig Minuten bis zum Einlass gewartet habe. Dieses Problem können Besucher mit dem sogenannten „Shoxter-Pass“ lösen, mit dem man die Wartezeiten umgeht und schneller die Häuser besuchen kann.
Eine Besucherin ist trotz Regen begeistert
Zurück zu „The Hill“: Böse Mächte lauern auf dem Anwesen, Menschen verschwinden und Kreaturen lauern auf dem Weg. Drei Regeln galt es zu befolgen, um zu überleben: im Licht bleiben, leise sein und bei rotem Licht sich vor den Monstern zu verstecken. Da man mehr im Gelände unterwegs war statt im Haus, war der Gruseleffekt nicht ganz so hoch wie bei den anderen beiden Attraktionen. Trotzdem sorgten die missgestalteten Kreaturen für manch einen Gänsehautmoment.
Wie kommt das Event bei den Menschen an? Eine Besucherin sei das erste Mal dabei, ihre Freundin habe sie dazu überredet. Im Europa-Park sei sie schon oft gewesen, bei „Traumatica“ bisher noch nicht. „Die ersten Eindrücke waren trotz Regen gut“, meinte sie. Sie könne sich dank der „Traumatica-App“ einen Überblick über die Attraktionen und dessen Wartezeiten verschaffen und „freut sich darauf, den Horror zu erleben“.
Die Eis-Show unterhält durch ihre vielfältigen Einlagen und Künstler
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet wie im Vorjahr „Festival of Fear“. Aber was hat sich konkret verändert? Die Eis-Show läuft nun unter dem Namen „Venom“ mit DJane Jean Pearl. Zudem wurde das „Murderdome“ umgestaltet: Im vergangenen Jahr konnte man noch mit Laserwaffen schießen, dies ist nun nicht mehr möglich.
Die Eis-Show überzeugte durch eine variantenreiche Aufführung: Neben Eiskunstlauf gab es auch Gesangs-und Tanzeinlagen. Der Zirkus hielt ebenfalls Einzug: Eine Artistin balancierte mit etwa zehn Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig. Außerdem beeindruckten zwei Trapezkünstler mit wagehalsigen Manövern, blindem Vertrauen und einem hohen Maß an Körperspannung. „Traumatica“ ist also mehr als Horror und Angst – es kann auch schön sein.
„Traumatica“ 2025
Das Horror-Event im Europa-Park läuft vom 24. September bis zum 8. November. Der Einlassbereich ist ab 18.15 Uhr geöffnet, Besucher können das Eventgelände ab 19 Uhr betreten. Ende der Veranstaltung ist 23.30 Uhr. Vor dem Eintritt erfolgt eine Taschenkontrolle, Getränke und Essen darf unter anderem nicht mitgenommen werden. Weitere Infos gibt es unter https://traumatica.com/de/.










