Tipps und Tricks
: So lassen sich Wartezeiten im Europa-Park reduzieren

Die Sommerferien locken viele Besucher in den Europa-Park in Rust. Doch wie lassen sich Wartezeiten minimieren? Eine Website und auch der Freizeitpark selbst geben Tipps.
Von
Natascha Hengstler
Rust
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Im Europa-Park ist im Sommer viel los – gerade die neue Achterbahn Voltron Nevera lockt viele Fahrgäste an. (Archivfoto)

Philipp von Ditfurth/dpa

Die Website www.wartezeiten.app zeigt täglich die Wartezeiten von Attraktionen verschiedener Freizeitparks - auch vom Europa-Park in Rust. Eine Stichprobe unserer Redaktion vor Ort zeigt: Die Daten der Seite stimmen mit den Angaben des Europa-Parks überein. Neben Live-Daten stellt die Website Langzeit-Statistiken zur Verfügung. Etwa zu den durchschnittlichen Wartezeiten bestimmter Attraktionen – nach Monaten, nach Wochentagen, nach Tageszeiten.

Für Parkbesucher bedeutet das: Mit Hilfe der Website lässt sich ein Besuch besser planen, beziehungsweise lassen sich die Wartezeiten bei den Attraktionen reduzieren.

Statistiken helfen bei Planung

Wer beispielsweise möglichst kurz bei der neuen Achterbahn Voltron Nevera anstehen möchte, kann sich durch eine Reihe an Schaubildern klicken und anhand der Infos seine Fahrt planen. Angezeigt werden kann etwa die durchschnittliche Wartezeit nach Wochentagen im Juli 2024 oder die durchschnittliche Wartezeit nach Stunden (gemeint sind damit die Uhrzeiten) im Jahr 2024. Laut den Statistiken mussten Fahrgäste von Voltron Nevera im Juli samstags am längsten - nämlich rund 57 Minuten - und freitags am kürzesten - rund 42 Minuten warten. Zweitgenanntes Schaubild zeigt wiederum: Um 9 Uhr mussten Voltron-Fahrgäste 2024 bislang durchschnittlich am längsten anstehen (rund 65 Minuten), am kürzesten fielen die Wartezeiten um 14 und um 19 Uhr aus (rund 51 Minuten).

Fünf Tipps der Website-Macher

Hat die Website unabhängig bestimmter Attraktionen einen ultimativen Tipp für kurze Wartezeiten? Die Macher haben uns diese Frage per Mail beantwortet. Die Antwort im Wortlaut:

„Für den Europa-Park empfehlen wir:

  • Die Nutzung der Virtual Line
  • Entgegen dem Besucherstrom hinten im Park beginnen
  • Gegen 13 Uhr sind die Wartezeiten oft kürzer, da viele Besucher Mittag essen
  • Ferien und Brückentage meiden
  • Unsere Statistiken zeigen, dass Mittwoch und Sonntag gute Besuchstage sind, wobei auch hier das Wetter und Feiertage eine Rolle spielen.“
  • Park hält sich bedeckt

    Was halten indes die Europa-Park-Verantwortlichen von der Website? Der Park selbst stellt seine Live-Wartezeiten schließlich nur während des Besuchs - wenn sich der Handy-Nutzer vor Ort befindet - in seiner App zur Verfügung. Eine Meinung äußert die Unternehmenskommunikation gegenüber unserer Redaktion nicht. Auf die Frage, was der Freizeitpark von Wartezeiten.app hält, heißt es lediglich: „Unser Fokus liegt auf der offiziellen Europa-Park & Rulantica App.“ Der Park bestätigt allerdings, dass er weiß, wie die Website an die Daten gelangt.

    Mehr Details? Fehlanzeige. Ausführlicher fällt die Antwort zum Thema Wartezeiten-optimieren aus. „Mithilfe der tagesdatierten Online-Tickets, dem Resort-Pass, zwei Preiskategorien sowie weiteren Maßnahmen vor Ort (Virtual -Line, Single Rider, Baby-Switch, verlängerte Öffnungszeiten usw.) sorgt der Europa-Park für eine ideale, besucherfreundliche Auslastung und eine hohe Besuchsqualität“, teilt die Unternehmenskommunikation mit. Auch durch neue Attraktionen sowie Themenbereiche werde die Kapazität erhöht beziehungsweise würden die Wartezeiten von anderen Attraktionen sinken, heißt es weiter.

    Das raten die Park-Verantwortlichen

    Und was raten die Verantwortlichen des Freizeitparks nun, um möglichst kurz anzustehen? „Empfehlen können wir zudem die ’Hallo Winter’-Saison im November sowie die Wintersaison von Dezember bis Mitte Januar.“ Das Unternehmen verweist ferner auf einen Blogbeitrag mit Tipps und Tricks für weniger Wartezeiten und verrät, dass im Allgemeinen die Samstage sowie die Sonntage „die am stärksten besuchten Tage im Europa-Park“ sind. Dagegen seien die „Wochentage von Montag bis Donnerstag, insbesondere außerhalb der Schulferien und Feiertage, in der Regel weniger frequentiert“.

    Gibt es eine Besucherobergrenze?

    Während der Corona-Pandemie gab es eine feste tägliche Besucherobergrenze. Wie der Park das inzwischen handhabt? Dieser Frage weicht die Unternehmenskommunikation aus, beziehungsweise bittet sie um Verständnis, dass keine täglichen Besucherzahlen und -kapazitäten genannt werden. So heißt es zu Frage nach einer Besucherobergrenze nur: „Eine Begrenzung der Ticketkontingente ermöglicht eine bessere Lenkung des Besucheraufkommens und dient dazu, besonders stark frequentierte Tage zu entlasten. Das Ziel ist es, stets das bestmögliche Erlebnis für alle Gäste zu erreichen.“

    Die Website „www.wartezeiten.app“

    Die Website „www.wartezeiten.app“ wurde 2017 – damals noch mit einem anderen Domain-Namen - ins Leben gerufen. Laut Auskunft der Macher, „da unser Gründer aufgrund seiner weiten Anreise zum Europa-Park nach verfügbaren Daten suchte, um herauszufinden, wann im Park weniger los ist. Da solche Daten damals nirgends verfügbar waren, begann er, die Wartezeiten selbst zu sammeln und eigene Statistiken zu erstellen. Aufgrund des großen Interesses stellte er die Daten öffentlich zur Verfügung“. 
    Die Website generiert durch geschaltete Werbung Einnahmen, die laut Auskunft „zur Finanzierung unserer Serverfarm, Backup-Infrastruktur, Weiterentwicklung der Webseite und Lizenzkosten der eingesetzten Software verwendet werden“.

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