Seit fast zehn Jahren stellvertretende Rektorin
: Neue Leiterin der Lahrer Gutenbergschule genießt einen hohen Vertrauensvorschuss

Sarah Heitzmann ist die neue Rektorin der Gutenbergschule in Lahr. Am Freitagvormittag wurde sie in einer emotionalen Feierstunde in das neue Amt eingeweiht.
Von
Wolfgang Künstle
Lahr
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Schulrätin Gloria Mickenautsch (links) und Sarah Heitzmann

Schulrätin Gloria Mickenautsch (links) fand viele lobende Worte für Sarah Heitzmann.

Wolfgang Künstle
  • Sarah Heitzmann ist neue Rektorin der Gutenbergschule in Lahr – Amtseinführung am Freitagvormittag.
  • Sie war fast zehn Jahre stellvertretende Schulleiterin und leitete seit Juli 2024 die Schule.
  • In ihrer Rede betonte sie Beziehungen, Wertschätzung und Zusammenhalt trotz Hitzewellen und Sparzwang.
  • Schulrätin lobte Ruhe, Empathie und Diplomatie; Heitzmann nimmt sich viel Zeit für Schülerprobleme.
  • Gäste feierten mit Beiträgen und Liedern, eine Amtsleiterin brachte als Geschenk einen Kuchen mit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gäste, die sich in der hitzeschützend abgedunkelten Turnhalle der Gutenbergschule versammelt hatten, waren sich einig: Die 44-jährige Sarah Heitzmann ist wirklich die Richtige. Das spürte man nicht nur wegen des Plakates an der Wand mit dem Schriftzug „Endlich offiziell beste Chefin“.

Große Freude herrschte bei Kollegen und Schülern. Viel Lob auch von den Rednern zeigte einen hohen Vertrauensvorschuss für Heitzmann. Denn sie ist ja keine Unbekannte: Seit fast zehn Jahren übt sie das Amt der stellvertretenden Schulleiterin bereits aus und hat seit dem Abschied von Karin Kussin im Juli 2024 sowieso die Leitung der Schule innegehabt.

Doch Heitzmann wusste lange Zeit nicht, ob sie tatsächlich offiziell die Nachfolge antreten sollte. „Die Entscheidung war alles andere als einfach“, erzählte sie in ihrer Antrittsrede. „Ich habe mich eigentlich immer dort gesehen, wofür mein Herz schlägt – im Unterricht, im sonderpädagogischen Dienst oder in der Frühförderung.“ Die Verwaltungsarbeit hingegen habe nie zu den Dingen gehört, die sie besonders angezogen hätten. „Und doch lag mir die Zukunft der Gutenbergschale immer sehr am Herzen.“ Als sich sonst niemand fand, habe sie sich letztlich doch entschieden, diesen Weg zu gehen.

„Wir möchten ein Ort sein, an dem sich alle Schüler und Eltern gesehen und wertgeschätzt fühlen“, so Heitzmann. An ihrer Schule seien verlässliche Beziehungen sehr wichtig. Allerdings machten Hitzewellen, Haushaltssperren und andere Unannehmlichkeiten die Arbeit nicht einfacher, so die Schulleiterin. „Aber wir halten zusammen.“ Heitzmann dankte allen am Schulleben beteiligten Personen, in erster Linie den Schülern: „Danke, dass ihr da seid.“

Das Plakat zeigt einen großen Vertrauensvorschuss.

Das Plakat zeigt, dass Heitzmann an der Schule bereits sehr beliebt ist.

Wolfgang Künstle

Schulrätin Gloria Mickenautsch hob die besondere Eignung Heitzmanns für das Amt hervor. „Kinder brauchen Menschen, die an sie glauben“ – das sei das Motto auf der Einladung für die Feierstunde gewesen und auch Heitzmanns persönliches Leitbild. „Dein ruhiges und besonnenes Auftreten und dein vertrauensvolles Verhältnis zu den Schülerinnen und Schülern wurde dir als Grundlage für dein überaus positives erzieherisches Wirken in einer dienstlichen Beurteilung bescheinigt“, führte Mickenautsch aus. „Du nimmst dir für die Probleme der Schüler viel Zeit und versuchst, gemeinsam mit ihnen und allen am Erziehungsprozess Beteiligten tragfähige Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.“ Gerade in den vielen Elterngesprächen zeige Sarah Heitzmann immer wieder diplomatisches Geschick und eine hohe Empathiefähigkeit. „Es ist schön, dass du die Schulleitung der Gutenbergschule bist“, schloss die Schulrätin.

Lehrerkollegium und Schüler in verschiedenen Gruppierungen umrahmten die Feierstunde mit Beiträgen und Liedern.

Lob von Senja Dewes

Senja Dewes, Amtsleiterin für Soziales, Bildung und Sport, vertrat Bürgermeister Schöneboom und erklärte, dass sie zu Sarah Heitzmann bereits ein enges, freundschaftliches Verhältnis aufgebaut habe. „Alle wussten es längst, dass du die Rektorin wirst, bloß du selbst hast etwas länger gebraucht“, stellte Dewes lachend fest und bescheinigte ihr große organisatorische Fähigkeiten. Mit ihrer Ruhe, Verlässlichkeit und klaren Kommunikation sei sie stets ein Fels in der Brandung. „Du bist eine wahnsinnige Power- und Strahlefrau“, so Dewes, die als Geschenk  einen selbstgebackenen Kuchen mitgebracht hatte.

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