Karin Binz im Fokus
: Lahrer Gutenbergschule feiert 25-Jähriges der Schulsozialarbeit

Vor einem Vierteljahrhundert wurde die Schulsozialarbeit an der Gutenbergschule etabliert. Das Jubiläum wurde nun gefeiert, im Mittelpunkt stand Fachkraft Karin Binz. Trotz guter Stimmung plagen sie auch Sorgen – vor allem aufgrund der Haushaltssperre.
Von
Saskia Hug
Lahr
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Karin Binz (links) und Sarah Heitzmann feierten gemeinsam.

Karin Binz (links) und Sarah Heitzmann feierten gemeinsam.

Hug
  • Gutenbergschule Lahr feierte 25 Jahre Schulsozialarbeit – im Mittelpunkt: Karin Binz.
  • Binz arbeitet seit Beginn an der Schule, lange allein, seit etwa fünf Jahren mit kleinem Team.
  • Fest mit Mitmachaktionen, Tanzgruppe und Ständen; Vereine und Projekte machten mit.
  • Sorge wegen Haushaltssperre: Zuschüsse für Nachmittagsbetreuung entfallen, Abmeldungen folgen.
  • Heitzmann betont Rolle der Schulsozialarbeit: Konfliktklärung, Unterstützung und Förderung der Kinder.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fröhliche Gesichter, Kinderlachen sowie Spiel und Spaß prägten dieser Tage das Bild an der Gutenbergschule: Die Förderschule feierte das 25-jährige Bestehen der Schulsozialarbeit. Oder, wie Sarah Heitzmann, kommissarische Schulleiterin, schmunzelnd sagte: „Genauer gesagt feiern wir 25 Jahre Karin Binz.“

Seit Beginn ist Binz als Schulsozialarbeiterin an der Schule tätig. „Anfang der 2000er-Jahre begann die Schulsozialarbeit an Lahrer Schulen. Die Gutenbergschule war die vierte Schule, die diese Unterstützung erhalten hat“, erinnert sie sich. Damals seien Schulsozialarbeiter von vielen als „Exoten“ angesehen worden, deren Aufgabe an Schulen nicht allen klar gewesen sei. Das habe sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten aber grundlegend gewandelt.

„Die Schulsozialarbeit ist eine unglaublich wichtige Institution an unserer Schule“, betont Heitzmann. Rund 20 Jahre habe Binz die Arbeit allein geleistet, erst seit etwa fünf Jahren werde sie von einem kleinen Team pädagogischer Fachkräfte unterstützt. „Karin Binz ist eine wahnsinnig wichtige Person für unsere Einrichtung. Wir sind sehr stolz, dass sie seit 25 Jahren bei uns ist.“

Für Binz gab es nie einen Grund, die Schule zu verlassen

Das Jubiläum nahm die Schule zum Anlass, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie den Mitarbeitern ein Fest zu feiern. Auf dem Programm standen zahlreiche Mitmachaktionen, darunter das Basteln von Stickern und Buttons, Klebetattoos und Torwandschießen. Eine Tanzgruppe zeigte ihr Können, außerdem gab es eine Rollenrutsche und einen Tischkicker. Auch für Schleckermäuler war etwas geboten, so gab es unter anderem Eis und Zuckerwatte. Neben der Schulgemeinschaft beteiligten sich das Dinglinger Haus, die „Smyle Art Lounge“ und das Hobby-Projekt am Programm.

„Dass ich so lange hier bleiben würde, hätte ich anfangs nicht gedacht“, erzählt Binz im Gespräch mit unserer Redaktion. Einen Grund, die Schule zu verlassen, habe es für sie nie gegeben. „Die Kinder, die Menschen, die Rahmenbedingungen und das Miteinander stimmen einfach“, sagt sie überzeugt.

Förderverein kann finanzielle Engpässe nicht auffangen

Sorgen bereitet ihr die finanzielle Situation infolge der Haushaltssperre der Stadt Lahr. Bislang seien für Eltern mit geringem Einkommen die Kosten für die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder übernommen worden. Diese Unterstützung falle nun weg. „Einige Eltern haben ihre Kinder bereits abgemeldet“, berichtet Binz. Das sei ein großes Problem. „Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl und gut aufgehoben. Manche wollen gar nicht nach Hause gehen. Hier werden sie gefördert, bekommen Aufmerksamkeit und verbringen Zeit mit ihren Freundinnen und Freunden.“ Fällt diese Betreuung weg, entstehe eine große Lücke. Zwar unterstützt der Förderverein Freunde die Gutenbergschule, die finanziellen Engpässe könne er jedoch nicht auffangen. Binz engagiert sich dort als stellvertretende Vorsitzende.

Für Heitzmann ist die Bedeutung der Schulsozialarbeit unbestritten: „Schulsozialarbeiter wie Karin Binz sind ganz wichtige Ansprechpartner für unsere Schülerinnen und Schüler. Sie helfen dabei, Konflikte zu klären, hören zu, unterstützen bei der Lösung von Problemen, stärken das Selbstwertgefühl der Kinder und fördern sie in ihrer Entwicklung.“

Generationen begleitet

Dass Binz bereits ein Vierteljahrhundert an der Gutenbergschule arbeitet, zeigt sich auch daran, dass sie inzwischen schon die Eltern mancher heutiger Schülerinnen und Schüler begleitet hat. „So vergeht die Zeit“, sagt sie schmunzelnd.

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