Seit 30 Jahren im Ort
: So lief die Geburtstagsfeier des Kindergartens Sophie-Scholl in Wylert

Der katholische Kindergarten hat entsprechend seines Logos „Hand in Hand“ gemeinsam mit Kindern, Erzieherinnen, Eltern und Gästen gefeiert.
Von
rb
Lahr
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Als Geburtstagsgeschenk brachten Bürgermeister Guido Schöneboom (Mitte) und Ortsvorsteher Klaus Dorner (rechts), hier mit Pfarrer Matthias Ibach zu sehen, ein Exemplar des Lahrer Raumwunders mit.

Beschorner

Drei Jahrzehnte Erziehungspartnerschaft mit Familien, 30 Jahre gemeinsam lehren, lernen, lachen, weinen und begleiten – rundum drei Jahrzehnte Herzensarbeit. Das waren für das Team des Sophie-Scholl-Kindergartens unter der Leitung von Beate Jörger-Hoffmann gute Gründe, den 30. Geburtstag der Kita mit einem Fest auf der Außenanlage der Einrichtung zu begehen.

Der Hintergrund: Anfang der 1990er-Jahre war es im Kindergarten von Kippenheimweiler zu eng geworden, die Erweiterungspläne wurden nach dem Abzug der kanadischen Streitkräfte jedoch schnell verworfen. Mit der Neubelegung der Wohnungen in der Schorn-Siedlung wurde ein Neubau unumgänglich, übergangsweise wurde der Gemeindesaal der Erlösergemeinde genutzt. Beate Jörger wurde mit der Leitung betraut. Im Haushaltsplan 1993 der Stadt Lahr hat der Ortschaftsrat Kippenheimweiler eine Million Mark für einen Neubau beantragt, der vom Gemeinderat am 19. April des gleichen Jahres beschlossen wurde.

Team wurde bereits vom Bundespräsidenten mit einer Goldplakette geehrt

Im Mai 1994 folgte der erste Spatenstich, am 7. Oktober wurde Richtfest gefeiert. Nach einjähriger Bauzeit konnte die Kita in der Niedermattenstraße bereits eingeweiht werden. An den Baukosten von 1,5 Millionen D-Mark hat sich die katholische Sankt-Mauritius-Gemeinde Kippenheim, die auch die Trägerschaft übernommen hat, mit 205 000 D-Mark beteiligt. Die neue Kita ist am 28. Juli 1995 mit einer Feierstunde offiziell ihrer Bestimmung übergeben und zwei Tage später mit einem großen Fest eingeweiht worden.

Damals hatte Ortsvorsteher Eberhard Roth seine Ansprache unter das Motto „Alle reden von der Alterspyramide - wir bauen Kindergartenplätze“ gestellt und den Weitblick der Entscheidungsträger in den kommunalen und kirchlichen Gremien gewürdigt. Leiterin der „Sophie-Scholl-Kindergarten“ getauften Einrichtung wurde Beate Jörger, die inzwischen Jörger-Hoffmann heißt und auch heute noch in der Verantwortung steht.

30 Jahre nach der Einweihung hielt nun OB Markus Ibert eine Ansprache. Darin erklärte er, dass der Abzug der kanadischen Streitkräfte und der dadurch erforderlich gewordene Neubau eine Herausforderung für die Stadt, für die Wylerter Bevölkerung und für alle, die seinerzeit Verantwortung für das Projekt getragen und es mit Leben erfüllt haben, gewesen sei. Ibert erinnerte nach einem chronologischen Rückblick auf die Marksteine in der 30-jährigen Geschichte der Einrichtung an die Verdienste des Teams, das mehrfach am „Bundeswettbewerb für vorbildliche Integration von Aussiedlern“ teilgenommen hatte – und für sein Engagement vom Bundespräsidenten mit einer Goldplakette ausgezeichnet wurde. Die Stadt Lahr hat die Arbeit der Leiterin Jörger-Hoffmann im Jahr 2021 mit der Verleihung der Verdienstmedaille gewürdigt.

Im Anschluss an einen von der Gemeindereferentin Rosi Haas gestalteten Familiengottesdienst würdigten Pfarrer Matthias Ibach, Bürgermeister Guido Schöneboom und Ortsvorsteher Klaus Dorner die Arbeit des Teams unter der nimmermüden Leiterin Jörger-Hoffmann.

Schöneboom und Dorner überreichten außerdem als ein besonderes Geburtstagsgeschenk der Stadt Lahr ein Exemplar des „Lahrer Raumwunders“.

Weitere Geschenke

Mit Geburtstagsgeschenken haben auch die Elternvertretung und das Fotostudio Dieterle das Team der Erzieherinnen überrascht. Die Kapelle des Schützen-Musikvereins Kippenheimweiler gratulierte derweil mit einem Melodienreigen.

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