Schlechteste Hinrunde seit 2015
: SC Lahr erlebt gegen Durbachtal einen empfindlichen Rückschlag

Wenig deutete darauf hin, dass die Kicker von der Dammenmühle gegen das Schlusslicht Durbachtal nach drei Siegen in Folge wieder als Verlierer vom Platz gehen würden. Doch die Hinrunde endete mit einer Bruchlandung und auf einem Abstiegsplatz.
Von
Janosch Lübke
Lahr
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Leon Bross wurde schon nach 23 Minuten für Dennis Häußermann eingewechselt. Häußermann hatte muskuläre Probleme und die SCL-Verantwortlichen wollten kein Risiko eingehen.

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Verbandsliga: SC Lahr - SC Durbachtal 0:2 (0:1). Es ist ein leidiges Thema, dass der SC Lahr nach drei Siegen in Serie eigentlich schon zu den Akten gelegt haben wollte: Gegen Durbachtal schnitt sich das Team ins eigene Fleisch, weil zahlreiche Chancen vergeben wurden und der Gegner gleich mit seinem ersten Torschuss traf. „Dass der erste Schuss gegen uns gleich reingeht, ist in dieser Spielzeit leider ein Klassiker. Wir hatten hingegen fünf bis sechs Gelegenheiten, die reingehen müssen“, moniert Lahrs Co-Trainer Dino Piraneo nach der Niederlage.

Beim 0:1 ging eine Grätsche von Sören Zehnle auf dem linken Flügel gegen Marius Hauser ins Leere. Hauser gab weiter zu Finn Hefner, der im Strafraum noch die Übersicht hatte, den aufgerückten Marius Kern ins Spiel zu bringen. Dieser schloss aus rund 18 Metern überlegt ins linke untere Eck ab (36.). „Wir haben gut angefangen und hatten auch nach dem Gegentreffer wieder die Spielkontrolle. Aber Durbachtal war nach der Führung ebenfalls besser im Spiel und hat eine super Mentalität gezeigt“, gesteht Piraneo ein. Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause.

Zu der Zeit war Dennis Häußermann schon nicht mehr auf dem Platz. Schon nach 23 Minuten war der SC Lahr zum Wechseln gezwungen und für Häußermann kam Leon Bross ins Spiel. „Dennis hatte muskuläre Probleme, die ihn schon vor der Partie beschäftigt hatten. Da wollten wir auch kein Risiko eingehen, dass ihm noch war schlimmeres passiert und haben ihn deshalb früh rausgenommen“, so der Lahrer Co-Trainer.

Spielkontrolle wird nicht in Zählbares umgemünzt

Im zweiten Durchgang setzte sich die Chancenmisere der Lahrer fort. Allerdings gibt Piraneo zu, dass nicht nur die Abschlussschwäche der Knackpunkt gegen den Tabellenletzten war. „Wir waren zu selbstsicher, weil wir die Spielkontrolle hatten. Die Gier, die dann auch in Tore umzumünzen, hat gefehlt“, betont der Assistent von Trainer Sascha Schröder.

Nach 85 Minuten machte Durbachtal den Deckel auf die drei Auswärtspunkte. Danny Sandhaas spielte einen Steckpass auf Hauser. SCL-Keeper Jona Leptig kam zögerlich raus und wurde dann von Hauser umkurvt. Anschließend traf er ins leere Tor. Durbachtal gab die Rote Laterne damit erst einmal an Waldkirch ab.

Die Lahrer haben nun ein Wochenende spielfrei, ehe es gegen den Offenburger FV zum Rückrundenauftakt zur Sache geht. „Wir wären jetzt lieber im Rhythmus geblieben. Aber Durbachtal hatte ebenfalls vor dem Spiel bei uns ein freies Wochenende, was nicht aufgefallen ist. Daher muss das kein Nachteil sein“, betont Piraneo. „Eine Winterpause zum jetzigen Zeitpunkt hätte ich aber auch gerne genommen.“

SC Lahr: Leptig; Sö. Zehnle (46. Fleig), Fries, Wirth (64. Birkle), Spoth, Häußermann (23. Bross), Allgaier, Kalt, Zeyer, Giedemann, Keita.
Tore: 0:1 Kern (36.), 0:2 Hauser (85.).

Viele Spielabsagen
Das Spiel des SC Lahr gegen den SC Durbachtal war am vergangenen Wochenende in der Verbandsliga ein seltener Anblick. Vielerorts konnte aufgrund der winterlichen Wetterlage gar nicht angepfiffen werden. Gespielt wurde in Offenburg, Bühlertal, in Freiburg und eben an der Dammenmühle. Die restlichen vier Spiele fielen aus. Die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, Pfullendorf und Waldkirch, können den SCL aber auch mit einem Sieg in den kommenden Nachholspielen in der Tabelle nicht überholen.

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