Schlager und Shopping: Großer Andrang in Lahrer Innenstadt

Der erste verkaufsoffene Sonntag zur Chrysanthema begann mit Regen und heftigen Windböen etwas zögerlich. Am Nachmittag war dann vor allem die Marktstraße überlaufen.
Endrik Baublies- Lahr erlebte Schlagerparade und verkaufsoffenen Sonntag zur Chrysanthema.
- Der Start war wegen Regen und Windböen verhalten, später füllte sich die Innenstadt.
- Auf der Marktstraße wurde es am Nachmittag sehr eng – wie zum Mantelsonntag üblich.
- Die Tradition des Mantelsonntags: Bauern kauften Mäntel vor Allerheiligen in der Stadt.
- Schlagerparty auf dem Marktplatz mit Hansy Vogt sorgte für Stimmung, weitere Acts traten auf.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Wetterfrösche hatten – passend für Ende Oktober – Dauerregen, Sturmböen und kühles Wetter versprochen. Da etwa eine Stunde nach dem Auftakt der Party mit Schlager-Stars und -Sternchen auf dem Marktplatz aber die Sonne durchkam, war die Schlagerwelt restlos in Ordnung.
Das galt auch für den Rummel auf der Marktstraße. In der Regel ist es dort – vornehm ausgedrückt – kuschelig, kurz bevor die Geschäfte um 13 Uhr zum ersten von zwei verkaufsoffenen Sonntagen zum Bummeln und Shoppen einladen. An diesem Sonntag hatten diejenigen, die mit Regenschirmen am Mittag unterwegs waren, noch ordentlich Platz. An einem „normalen Samstag“ wäre das Aufkommen in der City allerdings da schon rekordverdächtig gewesen. Gegen 15.30 Uhr war es, wie zum Mantelsonntag üblich, auf der gesamten Marktstraße eng.
Der Name und die Tradition des Mantelsonntags sind wesentlich älter als die Chrysanthema. In einem Café wussten jüngere Lahrer sogar, was hinter dem Begriff steckt. Die Bauern der umliegenden Dörfer hatten traditionell am letzten Sonntag im Oktober in der Stadt einen Mantel zu kaufen. Das Ganze hängt auch mit dem Feiertag Allerheiligen am 1. November zusammen. Da war ein Mantel für den Besuch auf dem Friedhof angebracht. Zudem bekamen die Knechte und Mägde je nachdem den Erntelohn ausgezahlt. Die Tradition dürfte also recht alt sein. Ob der Regen und später der Sonnenschein mit schätzungsweise 20 Grad in der Sonne am vergangenen Sonntag nun dem Kauf von Winterkleidung förderlich waren, sei dahingestellt.

Hansy Vogt, unter anderem als Bauchredner mit seiner Puppe „Schwarzwald-Marie“, war das Zugpferd auf der Schlagerparade am ersten Sonntag der Chrysanthema.
Endrik BaubliesEin Novum war die Schlagerparty auf der Bühne des Marktplatzes. Eine Stunde vor Beginn passte der altbekannte Leitspruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.“ Die ersten Fans verteidigten beim Wolkenbruch nachdrücklich ihre Plätze unmittelbar an der Bühne.
Hansy Vogt, heuer ohne „Frau Wäber“, war für die Party aus seiner Wahlheimat Ettenheim zum ersten Mal zur Blumenschau als Sänger gekommen. Er benötigte bei seinem Auftritt auf der Bühne garantiert keinen Mantel. Die Sonne blendete zu diesem Zeitpunkt nicht nur die „Schwarzwald-Marie“, die Handpuppe, der der Sänger mittels der Kunst des Bauchredens Leben einhauchte.

Bei der Schlagerparty herrschte beste Stimmung.
Endrik BaubliesUnd die Puppe ließ an der Stadt Lahr kein gutes Haar. Die tiefgründigen Witze, für die eher die „Frau Wäber“ – eine Rolle, die der Entertainer gelegentlich anzieht – passt, kamen auf dem inzwischen proppenvollen Marktplatz offensichtlich an. Auch seine Aufforderung an einige Besucherinnen, auf die Bühne zu kommen, wurde mit Begeisterung aufgenommen. Es war danach etwas komplizierter, die Fans wieder von der Bühne zu komplimentieren. Andere, wie Rainer Kirsten (der seit Jahren Dauergast ist, wenn die Stadt im Herbst blüht) sowie Liane und Mariella Milana wollten ja auch noch auf die Bühne.
Zweite Ausgabe
Die City soll am Sonntag, 8. November, erneut brummen. Der Chrysanthemensonntag, der zweite Einkaufstag, ist eine Erfindung der Blumenschau. An diesem Abend steigt auch die finale Lichtschau.
